- 07.10.2026, 11:57:32
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"For Women in Science" Österreich: Vier Nachwuchswissenschafterinnen ausgezeichnet - ein Abend für Exzellenz und Chancengleichheit

Ein Abend im Zeichen von Sichtbarkeit, Vielfalt und wissenschaftlicher Exzellenz: In der Österreichischen Akademie der Wissenschaften (ÖAW) wurden gestern die L'Oréal UNESCO "For Women in Science"-Förderpreise verliehen. Vor über 200 Gästen aus Wissenschaft, Politik, Kultur und Gesellschaft standen vier herausragende Nachwuchswissenschafterinnen im Mittelpunkt, die nicht nur mit ihrer Forschung überzeugen, sondern auch starke Vorbilder für die nächste Generation sind.
Die feierliche Stimmung war geprägt von hochkarätigen Ansprachen und klaren Botschaften. Bundesministerin Eva-Maria Holzleitner, BSc, Univ.-Prof. DI Dr. techn. Dr. h.c. Ulrike Diebold, Vizepräsidentin der ÖAW, Prof. Dr.in Sabine Haag, Präsidentin der österreichischen UNESCO-Kommission, sowie Stefan Lindenthal, Country Coordinator & Market Director Luxe L'Oréal Österreich, betonten, dass Chancengleichheit und Diversität nicht nur für die Zukunft der Wissenschaft, sondern für den Fortschritt der gesamten Gesellschaft entscheidend sind. Nur wenn alle Talente und Perspektiven eingebunden werden, können Antworten auf die großen Fragen unserer Zeit gefunden werden. Durch den Abend führte Moderatorin Arabella Kiesbauer.
Eine Auswahl an Fotos des Abends finden Sie hier: Pressebilder "For Women in Science" Österreich 2026".
Die Preisträgerinnen 2026
Im Zentrum der Preisverleihung standen die vier Preisträgerinnen 2026. Jede von ihnen steht für herausragende wissenschaftliche Qualität und für den Mut, neue Wege zu gehen. Ihre Arbeit zeigt, wie Vielfalt Forschung bereichert - und wie wichtig es ist, dass Frauen in der Wissenschaft sichtbar werden. Gemeinsam verkörpern sie eine Generation, die Wissenschaft vielfältiger und damit stärker macht.
Die Preisträgerinnen:
Dr. Noreen Mukhwana Mutoro (Universität Salzburg) entwickelt einen digitalen Haaratlas für ostafrikanische Säugetiere zur präzisen Artbestimmung. Durch die Verknüpfung von Museumsforschung, Geoinformatik und KI schließt sie eine wichtige Lücke in der Biodiversitätsforschung. Ihr Werkzeug verbessert den Artenschutz in der Region maßgeblich.
Marina Schapfl, PhD (Medizinische Universität Innsbruck) erforscht die Mechanismen des Lipidstoffwechsels, um zu verstehen, wie sich Immunzellen vor oxidativem Stress und Zelltod (Ferroptose) schützen. Mittels Fettanalysen und genetischer Modelle untersucht sie gesunde Zellen und B-Zell-Lymphome. Ihre Arbeit liefert wichtige Grundlagen, um die Ferroptose als Schwachstelle für neue Krebstherapien zu nutzen.
Dr. Laura Manuela Torres Borda (Veterinärmedizinische Universität Wien) untersucht, ob Veränderungen im Sozialverhalten von Pferden als Frühindikatoren für gesundheitliche Probleme dienen können. Dafür verknüpft sie moderne Ortungstechnologien mit Verhaltens- und Gesundheitsdaten. Ihre Forschung trägt wertvoll zur nicht-invasiven Tiergesundheitsüberwachung bei.
Dr. Yi-Chien Tsai (Johannes Kepler Universität Linz) hat einen minimalinvasiven Ansatz zur Erkennung des seltenen kutanen T-Zell-Lymphoms (Hautkrebs) entwickelt. Mittels Genanalysen, Blutwerten und KI unterscheidet sie die Krebserkrankung präzise von gutartigen Hautentzündungen. Damit verkürzt sie die diagnostische Ungewissheit und beschleunigt den Behandlungsstart für Patient:innen.
Jede von ihnen erhielt einen mit 25.000 Euro dotierten, nicht zweckgebundenen Förderpreis. Dieser ermöglicht es den Preisträgerinnen, Forschungsprojekte umzusetzen, internationale Kooperationen auszubauen und entscheidende Schritte in ihrer Karriere zu setzen.
Ein Programm mit internationaler Strahlkraft
Das österreichische Förderprogramm "For Women in Science" wurde 2007 ins Leben gerufen und wird von L'Oréal Österreich, der Österreichischen UNESCO-Kommission, dem Bundesministerium für Frauen, Wissenschaft und Forschung und der Österreichischen Akademie der Wissenschaften getragen. In den vergangenen 19 Jahren wurden so bereits mehr als 75 Nachwuchswissenschafterinnen ausgezeichnet. Weltweit hat die Initiative seit ihrer Gründung über 4.700 Forscherinnen gefördert - sieben von ihnen erhielten später den Nobelpreis.
Doch die Herausforderung bleibt: Der Frauenanteil in Forschung und Entwicklung liegt weltweit bei rund 33 Prozent, in Österreich bei lediglich 24,95 Prozent(1). Genau hier setzt "For Women in Science" an: Es macht Frauen sichtbar, baut Barrieren ab und stärkt Exzellenz in der Forschung. Denn die Welt braucht Wissenschaft - und Wissenschaft braucht Frauen.
(1) https://www.ams.at/arbeitsuchende/frauen/frauen-und-wissenschaft
Stimmen der Partner:innen
Stefan Lindenthal, Country Coordinator und Market Director Luxe, L'Oréal Österreich: "Mit 'For Women in Science' fördern wir herausragende Nachwuchsforscherinnen und machen ihre Leistungen sichtbar. Die diesjährigen 'For Women in Science'-Preisträgerinnen zeigen eindrucksvoll, wie viel Leidenschaft und Zukunftspotenzial in der Wissenschaft steckt. Sie inspirieren die nächste Generation und stärken die Präsenz von Frauen in der Wissenschaft. So setzen wir uns gemeinsam für mehr Chancengleichheit und eine zukunftsfähige Forschung ein."
Eva-Maria Holzleitner, BSc, Bundesministerin für Frauen, Wissenschaft und Forschung: "Herzlichen Glückwunsch an die Preisträgerinnen! Mit ihren Arbeiten, von der Erforschung der Biodiversität bis zu neuen Ansätzen in der Immunologie und Diagnostik, liefern sie wichtige Antworten auf die großen gesundheitlichen und ökologischen Fragen unserer Zeit. Sie zeigen, wie viel Wissen, Innovation und Fortschritt wir gewinnen, wenn Frauen in der Wissenschaft die gleichen Chancen bekommen. Deshalb ist klar: Es reicht nicht, einzelne Frauen auszuzeichnen. Wir müssen die Strukturen verändern. Wir werden die Rahmenbedingungen für Frauen in der Forschung weiter verbessern und dafür sorgen, dass Frauen auf ihrem wissenschaftlichen Weg nicht länger an gläsernen Decken und strukturellen Barrieren scheitern."
Prof. Dr.in Sabine Haag, Präsidentin der österreichischen UNESCO-Kommission: "Die Preisträgerinnen des Jahres 2026 beeindrucken nicht nur durch ihre wissenschaftlichen Leistungen, sondern auch durch ihre Entschlossenheit, ihre Kreativität und ihren Beitrag zu einer besseren Zukunft. Sie stehen exemplarisch für das, was "For Women in Science" ausmacht: wissenschaftliche Exzellenz, gesellschaftliche Relevanz und die Kraft, andere zu inspirieren. Der Abend hat uns gezeigt, wie wichtig es ist, Frauen in der Wissenschaft sichtbar zu machen und zu fördern. Denn wir können es uns nicht leisten, auf die Ideen, das Wissen und die Talente der Hälfte der Menschheit zu verzichten: Frauen bringen die Wissenschaft voran, und die Wissenschaft bringt die Welt voran."
Univ.-Prof. DI Dr. techn. Dr. h.c. Ulrike Diebold, Vizepräsidentin der ÖAW:"Die heurigen Preise machen sichtbar, welches große Potenzial in der jungen Wissenschaftslandschaft Österreichs steckt. Besonders beeindruckt hat mich, wie engagiert und innovativ die ausgezeichneten Forscherinnen ihre Fragestellungen bearbeiten. Mit ihrem Erfolg setzen sie ein Zeichen und können viele Mädchen und junge Frauen darin bestärken, eine Zukunft in der Forschung für sich zu sehen."
Über L'Oréal
Seit mehr als 115 Jahren widmet sich L'Oréal, der weltweit führende Beauty-Anbieter, nur einem Ziel: die Schönheitswünsche von Verbrauchern auf der ganzen Welt zu erfüllen. Unser Ziel, die Schönheit zu schaffen, die die Welt bewegt, definiert unseren Ansatz in Bezug auf Schönheit als essenziell, inklusiv, ethisch, großzügig und der sozialen und ökologischen Nachhaltigkeit verpflichtet. Mit unserem breiten Portfolio von 40 internationalen Marken und unseren ehrgeizigen Nachhaltigkeitsverpflichtungen im Rahmen unseres Programms "L'Oréal for the Future" bieten wir jedem Menschen auf der Welt das Beste in Sachen Qualität, Wirksamkeit, Sicherheit, Aufrichtigkeit und Verantwortung und feiern gleichzeitig die Schönheit in ihrer unendlichen Vielfalt.
Mit mehr als 95.000 engagierten Mitarbeitenden, einer ausgewogenen geografischen Präsenz und einem Vertrieb über alle Vertriebskanäle (E-Commerce, Massenmarkt, Kaufhäuser, Apotheken, Parfümerien, Friseursalons, Marken- und Reiseeinzelhandel) hinweg, erzielte die Gruppe im Jahr 2025 einen Umsatz von 44,05 Milliarden Euro. Mit 22 Forschungszentren in sieben regionalen Hubs weltweit und einem engagierten Forschungs- und Innovationsteam aus über 4.000 Wissenschaftlern sowie mehr als 8.000 Talenten aus den Bereichen Digital, Tech und Data konzentriert sich L'Oréal darauf, die Zukunft der Schönheit zu gestalten und zu einem Beauty-Tech-Powerhouse zu werden.
Im Jahr 2025 wurde L'Oréal vom Fortune-Magazin unter 300 Unternehmen in einem Ranking, das 21 Länder und 16 Branchen in Europa umfasste, zum innovativsten Unternehmen Europas gekürt.
In Deutschland, Österreich und der Schweiz beschäftigt L'Oréal rund 3.000 Mitarbeitende.
Über die UNESCO
Die United Nations Educational, Scientific and Cultural Organisation (UNESCO) wurde 1945 gegründet und hat ihren Sitz in Paris. Sie setzt sich für internationale Zusammenarbeit in den Bereichen Bildung, Wissenschaft, Kultur und Kommunikation ein, um Frieden und Sicherheit zu fördern. Die UNESCO vertritt die Überzeugung, dass Frieden auf der geistigen und moralischen Solidarität der Menschheit aufbauen muss. Heute umfasst sie 194 Mitgliedstaaten.
Ziel der UNESCO ist es, durch internationale Zusammenarbeit den Zugang zu Bildung und Wissenschaft zu verbessern, den Schutz des kulturellen Erbes zu gewährleisten und zur Lösung globaler Herausforderungen beizutragen. Die Organisation engagiert sich besonders stark für Chancengleichheit und Gleichstellung, da viele strukturelle Benachteiligungen, insbesondere für Frauen, bereits beim Bildungszugang beginnen.
Rückfragen & Kontakt
L'ORÉAL
Eva WÜLLNER
Head of Media Relations & Reputation Management L'Oréal DACH
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