- 07.10.2026, 11:46:32
- /
- OTS0110
ÖGK zu MRT-Wartzeiten: Rückgang ist auf zusätzliche Geräte zurückzuführen
2025 kamen österreichweit 9 weitere MRT-Geräte und 15 Kooperationsgeräte in Spitälern hinzu
Die heute präsentierten Zahlen zu den Wartezeiten auf Untersuchungen mittels Magnetresonanztomographen (MRT) sind für Andreas Huss, Arbeitnehmer-Obmann der Österreichischen Gesundheitskasse (ÖGK) erfreulich. „Der Rückgang der Wartezeiten bedeutet, dass unsere Versicherten vielfach nun schneller einen Termin für MRT-Untersuchungen als noch vor einem Jahr bekommen.“
Huss ergänzt: „Es gibt pro Bundesland nicht nur unterschiedlich lange Wartezeiten, auch die Inanspruchnahme unterscheidet sich deutlich. Österreichweit gab es 2024 pro 1.000 Einwohnerinnen und Einwohnern 111,19 MRT-Untersuchungen im extramuralen Bereich. Im Bundeslandvergleich war Kärnten an erster Stelle mit 150,2 Untersuchungen und Tirol das Schlusslicht mit 64,8 Untersuchungen pro 1.000 Einwohnerinnen und Einwohnern.“
Generell führt der ÖGK-Arbeitnehmer-Obmann den Rückgang der Wartezeiten auf den Ausbau der MRT-Geräte zurück. 2025 wurden 9 neue Geräte unter Vertrag genommen und es wurden 15 Kooperationsgeräte in Spitälern aufgenommen. „Im Sinne der Versicherten haben wir die Versorgung ausgebaut“, so Huss. Er fügt hinzu: „Die Daten zeigen, dass Österreich bei der Anzahl der Geräte im Vergleich zu anderen Ländern weit vorne liegt.“
Pro 1.000.000 Einwohner*innen gab es laut aktuellsten OECD-Zahlen in Österreich 26,4 MR-Geräte. Die meisten Geräte gab es in Griechenland (39,1) und die wenigsten in Ungarn (5,8).
„Die Anzahl der Geräte sagt allein nichts aus“, betont der ÖGK-Arbeitnehmer-Obmann, denn: „Österreich liegt laut den Daten der OECD im Spitzenbereich, wenn es um die Untersuchungen pro 1.000 Einwohnerinnen und Einwohnern geht.“
„Die Zahlen der ÖGK zeigen, dass die Zahl der extramuralen MRT-Untersuchungen zwischen 2018 und 2023 um mehr als ein Drittel zugenommen hat“, ergänzt Huss die internationalen Ergebnisse.
Auf der Kostenseite gibt es ein ähnliches Bild: 2018 verzeichnete die ÖGK rund 93,53 Mio. Euro an Aufwand für die MRT-Untersuchungen, 2023 waren es 136,13 Mio. Euro und im vergangenen Jahr (2025) 160,88 Mio. Euro (plus 6 Prozent gegenüber 2024).
Vor dem Hintergrund dieser Ergebnisse appelliert Huss an die Ärztinnen und Ärzte die MRT-Untersuchungen mit Bedacht anzuordnen und hier die medizinische Notwendigkeit zu berücksichtigen, um Doppel- und Mehrfachuntersuchungen zu vermeiden. „Nach wie vor berichten Ärztinnen und Ärzte von Wünschen der Patientinnen und Patienten, eine MRT-Untersuchung zu bekommen“, so der ÖGK-Arbeitnehmer-Obmann. Er weist in dem Zusammenhang darauf hin, dass MRT-Untersuchungen oftmals ergebnislos seien, weil die Schmerzen einen psychosomatischen Ursprung haben.
„Wir wissen aus dem Bereich der unspezifischen Rückenschmerzen, dass die Ursachen oftmals psychische Belastungen sind. Diese sind nicht im MRT abbildbar“, so Huss.
Rückfragen & Kontakt
ÖGK-Obmann Andreas Huss MBA
Telefon: 0664/614 55 34
E-Mail: [email protected]
OTS-ORIGINALTEXT PRESSEAUSSENDUNG UNTER AUSSCHLIESSLICHER INHALTLICHER VERANTWORTUNG DES AUSSENDERS - WWW.OTS.AT | NGS






