• 07.10.2026, 10:08:32
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Hanel-Torsch neue Vorsitzende des Städtebund-Frauenausschusses

Schwerpunkte zu Digitaler Gewalt und Lohntransparenz

Wien (OTS) - 

Der Frauenausschuss des Österreichischen Städtebundes hat mit der Wiener Frauenstadträtin Elke Hanel-Torsch eine neue Vorsitzende. Als Stellvertreterin fungiert künftig die Innsbrucker Vizebürgermeisterin Elli Mayr. Zur Wahl von Hanel-Torsch sagt Städtebund-Generalsekretär Thomas Weninger: „Der Städtebund-Frauenausschuss setzt Impulse und Denkanstöße für Gleichstellung, Sichtbarkeit und Teilhabe von Frauen. So hat dieser unter anderem den Equal Pension Day initiiert. Mit Hanel-Torsch hat er nun eine neue, starke Fürsprecherin.“

Frauenstadträtin Elke Hanel-Torsch betont: „Den Vorsitz des Frauenausschusses des Österreichischen Städtebundes zu übernehmen, ist eine große Ehre und gleichzeitig eine Verpflichtung gegenüber allen Frauen in Österreich. Das Ziel ist kein geringeres als die Weiterentwicklung von Frauen- und Gleichstellungspolitik in Österreich voranzubringen. Der Frauenausschuss steht auf kommunaler Ebene für die erfolgreiche Zusammenarbeit und Vernetzung von Frauen in Politik und Verwaltung. Der Kampf gegen Cybergewalt und die Umsetzung der Lohntransparenz-Richtlinie sind Initiativen, bei denen wir als Gremium erste Schwerpunkte setzen werden, um die strukturelle Gleichstellung weiter zu forcieren.“

Weitere Schwerpunkte der Ausschuss-Tagung in Wien waren die Themen „Digitale Gewalt“ und „Lohntransparenz“. In einem Workshop gab es die Möglichkeit sich zum Thema „Digitale Gewalt“ mit der Medienrechtsanwältin Maria Windhager auszutauschen. Im Mittelpunkt stand dabei, wie Frauen vor digitaler Gewalt geschützt werden können – und welcher rechtlichen Änderungen es dabei bedarf. Denn digitale Gewalt stellt ein immer größer werdendes Problem dar. Es gilt, die Schutzmechanismen, die für die „reale Welt“ geschaffen wurden, um Frauen vor männlicher Gewalt zu schützen, auch im virtuellen Raum zu errichten. Bereits am Österreichischen Städtetag in Leoben im Juni 2026 verabschiedete der Österreichische Städtebund eine Resolution mit dem Schwerpunkt „Digitale Gewalt“.

Hier der Link zur Resolution:
https://www.staedtetag.at/resolution/

Bei der Umsetzung der Lohntransparenz-Richtlinie ist Österreich derzeit säumig; diese ist für Städtebund-Generalsekretär Thomas Weninger allerdings „das Gebot der Stunde“. Weninger: „Lohntransparenz ist ein entscheidendes Instrument, um Gehaltsunterschiede sichtbar zu machen und damit den Gender Pay Gap zu schließen sowie strukturelle Ungleichheiten zu verringern. Klar ist, dass eine gerechte Bezahlung für die Unabhängigkeit von Frauen bedeutend ist, ihre soziale Absicherung verbessert und sich damit positiv auf deren Pensionen auswirkt – und gegen eine Armutsgefährdung von Frauen wirkt.“ Laut Weninger lebt die moderne Verwaltung Transparenz, wie zum Beispiel das Informationsfreiheitsgesetz unter Beweis stellt, daher muss diese Transparenz auch für Löhne und Gehälter gelten. Der öffentliche Dienst, wo der Gender Pay Gap um einiges geringer ist, ist in diesem Bereich Vorbild. Zusätzlich sollte die digitale Personalführung auch die Auswertung von Löhnen und Gehältern erleichtern.

Der Ausschuss würdigte abschließend die am längsten dienende städtische Frauenbeauftragte Astrid Malle aus Klagenfurt, die sich Anfang 2027 in die Pension verabschiedet. Sie leitete das Frauenbüro der Stadt Klagenfurt über drei Jahrzehnte – mit Beharrlichkeit, unglaublich viel Energie – und zuweilen auch mit einem Augenzwinkern. Der Frauenausschuss gedachte auch der unlängst verstorbenen langjährigen Stadträtin in St. Pölten, Renate Gamsjäger. Gamsjäger hat durch ihren umfangreichen und vielfältigen Einsatz insbesondere im frauenpolitischen Bereich der NÖ Landeshauptstadt besondere Verdienste erworben. Erst kürzlich wurde Renate Gamsjäger das St. Pöltner Ehrenzeichen verliehen, am 17. September ist sie verstorben. Seit Anbeginn ihrer politischen Tätigkeit in St. Pölten stand der Einsatz für mehr Gleichberechtigung, Förderung und Unterstützung für Frauen in schwierigen Lebenssituationen im Mittelpunkt. Ihr Herzensanliegen war die Gründung eines eigenen Frauenzentrums in St. Pölten, das sie auch durchgesetzt und über viele Jahre entscheidend geprägt hat. Bis zuletzt hat sie sich mit großer Verbundenheit und Engagement für das Frauenzentrum eingesetzt.

Fotos der Tagung finden Sie unter folgendem Link: Copyright: Städtebund/Markus Wache

https://www.picdrop.com/markuswache/yzu4KyUAqr

Rückfragen & Kontakt

Elisabeth Hirt
Kommunikation Österreichischer Städtebund
Mobil: 0676/8118-89990
E-Mail: [email protected]
Web: www.staedtebund.gv.at

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