• 06.10.2026, 13:14:02
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Neue „Tourismusstrategie Niederösterreich 2030+“ präsentiert

LH Mikl-Leitner: „Betrieben das Arbeiten leichter machen, Qualität steigern und mehr Gäste für Niederösterreich begeistern“

St. Pölten (OTS) - 

Die „Tourismusstrategie Niederösterreich 2030+“ wurde heute, Dienstag, im Millenniumssaal im NÖ Landhaus von Landeshauptfrau Johanna Mikl-Leitner gemeinsam mit Wirtschaftskammer NÖ-Präsident Wolfgang Ecker und Ferdinand Schachner vom Hotel Schachner in Maria Taferl präsentiert.

„Wir können ein Land unsere Heimat nennen, in dem andere Urlaub machen wollen. Darauf können wir stolz sein“, sagte Landeshauptfrau Johanna Mikl-Leitner und verwies auf die Vielfalt des Landes: „Unsere Landschaft und Natur, unsere Kultur, Stifte, Klöster und Museen, unsere herausragende Kulinarik und Wirtshauskultur und vor allem die vielen Gastgeberinnen und Gastgeber, die mit viel Engagement für ihre Gäste da sind.“ Die Zahlen würden bestätigen, unterstrich sie, dass man sich auf dem richtigen Weg befinde: Rund zwei Milliarden Euro Umsatz werden in Niederösterreich im Tourismus erwirtschaftet. Im vergangenen Jahr konnten drei Millionen Gästeankünfte verzeichnet werden. Mikl-Leitner dazu: „Und wir sehen auch, dass gerade jetzt intensiv in unseren Tourismus investiert wird. Das zeigt: Niederösterreich wird als Urlaubs- und Ausflugsland immer attraktiver. Gerade für unsere Regionen ist der Tourismus von wesentlicher Bedeutung: Er bringt Beschäftigung und Wertschöpfung ins Land und verbessert die Lebensqualität für die niederösterreichischen Landsleute.“

Die aktuellen Herausforderungen und Chancen rund um Digitalisierung und Wachstum im Tourismus wolle man, so die Landeshauptfrau, für Niederösterreich nutzen: „Deshalb habe ich zu Beginn des Jahres den Auftrag gegeben, eine neue Strategie zu erarbeiten – mit einer möglichst breiten Beteiligung aller Bereiche unserer Tourismuswirtschaft. Mehr als 200 Menschen haben sich in diesen Prozess eingebracht und die Strategie gemeinsam auf den Weg gebracht.“

Mit Qualität wolle man Erlebnisse schaffen, daher verfolge man drei konkrete Ziele: Erstens wolle man den Betrieben das Arbeiten leichter machen und bürokratische Hürden abbauen. Zweitens gehe es darum, die Qualität weiter zu steigern – wie das unter anderem Investitionen vom Moorbad Harbach über das Gartenhotel Pfeffel bis zum neuen Leonardo Smart am Flughafen Schwechat zeigen. Drittens wolle man mehr nationale und internationale Gäste ganzjährig für Niederösterreich begeistern.

Laut der Landeshauptfrau „bauen wir weiterhin auf vier zentrale Schwerpunkte: Ausflugstourismus, Urlaubstourismus, Gesundheitstourismus und Wirtschaftstourismus. Wir wollen uns auch international noch stärker in die Auslage stellen und die östlichen Nachbarländer intensiver bearbeiten. Bis 2030 wollen wir das Nächtigungsvolumen aus den Märkten der östlichen Nachbarländer um 100.000 Nächtigungen steigern. Darüber hinaus setzen wir auf Natur- und Aktivangebote sowie unsere Leitprojekte wie den Weinherbst.“

Zusammengefasst sagte die Landeshauptfrau: „Wir machen unseren Betrieben das Arbeiten leichter. Wir steigern die Qualität unserer Angebote und wir wollen mehr Gäste für Niederösterreich begeistern.“ Mit der Tourismusstrategie 2030+ gestalte man aktiv, setze auf Zuversicht und stehe an der Seite der Unternehmen.

Wirtschaftskammer NÖ-Präsident Wolfgang Ecker sagte, „erfolgreicher Tourismus braucht wirtschaftlich gesunde Betriebe.“ Er zeigte sich erfreut darüber, dass bei der Erarbeitung der neuen Strategie alle Akteure mitgearbeitet hätten: „Damit haben die Anliegen und Erfahrungen einen festen Platz in der regionalen Tourismusentwicklung. Für die Umsetzung braucht es die Zusammenarbeit aller.“ Laut Ecker sorge die Tourismusbranche nicht nur für Wertschöpfung, sondern sichere auch Arbeitsplätze und bringe Aufträge für zahlreiche weitere Branchen. „Es profitieren viele Unternehmen davon, wenn viele Gäste bei uns Urlaub machen“, unterstrich Ecker, der auch eine Lanze für das „Wirtshaus als wichtigen Treffpunkt für den Ort“ brach. „Freizeitangebote machen eine Region lebenswert“, sagte er weiters. Gleichzeitig sei die wirtschaftliche Situation für den Tourismus herausfordernd. Es brauche daher leistbare Energie, niedrige Lohnnebenkosten und weniger Bürokratie. Der Präsident führte zudem aus, dass die Wirtschaftskammer bei Betriebsübergaben unterstütze, und verwies auf die Veranstaltungsreihe „Nachfolge 2026+“, die Nachfolgeberatung, den Leitfaden zur Betriebsnachfolge sowie die Nachfolgebörse. Einen weiteren Schwerpunkt setze man im Bereich der Digitalisierung, indem man Betriebe dabei unterstütze, passende Lösungen für den Alltag zu nutzen.

Hotelbetreiber Ferdinand Schachner bedankte sich für die Möglichkeit, bei der Erarbeitung der Tourismusstrategie mitwirken zu dürfen. „Man wurde gehört, es wurde auf den Punkt gebracht. Es macht mich stolz, Teil davon zu sein“, sagte er. Schachner betreibt ein Hotel in Maria Taferl, das in den vergangenen Jahren auf den modernsten Stand gebracht wurde: „Wir haben in den letzten Jahren immer in Qualität investiert. Das ist der richtige Weg“, unterstrich er. Zur Digitalisierung meinte Schachner, diese solle keine Arbeitsplätze ersetzen, sondern die Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter unterstützen: „Digitalisierung ist ein langer Weg. Es braucht den Menschen, der sie kontrolliert. Ziel soll sein, dass der Mensch durch Digitalisierung mehr Zeit für den Menschen hat.“

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Telefon: 02742/9005-13632
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