• 06.10.2026, 11:08:32
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ÖVP – Korosec/Gorlitzer: HNO-Reform ist gescheitert, Patienten zahlen die Zeche

Stadtrechnungshof zeigt lange Wartezeiten und geschönte Zahlen auf – ÖVP fordert schlanke Stadt mit funktionierender Versorgung statt Reformen auf dem Papier

Wien (OTS) - 

Mit der Zusammenlegung der HNO-Abteilungen sollte die Versorgung besser und effizienter werden. Der Stadtrechnungshof belegt nun das Gegenteil: Die Leistungen liegen unter dem Niveau von 2019. Auf einen ersten Ambulanztermin warten nicht dringliche Patienten mindestens sechs Monate, auf planbare Operationen bis zu 30 Wochen. Auch Kinder sind davon betroffen.

„Diese Reform hat versprochen, Probleme zu lösen, aber stattdessen neue geschaffen. Die Wartezeiten sind massiv, die Leistungen liegen unter dem früheren Niveau und die Patienten sollen es ausbaden“, kritisiert Gemeinderätin Ingrid Korosec, Gesundheitssprecherin der Wiener Volkspartei.

Besonders brisant: Laut Stadtrechnungshof wichen die intern ausgewiesenen Ambulanzzahlen aufgrund einer falschen Datenbasis um bis zu 67 Prozent von den maßgeblichen Werten ab. So entstand der Eindruck, die Ziele seien erreicht. Tatsächlich wurden sie deutlich verfehlt.

„Wer seine Erfolge auf Basis falscher Daten misst, erkennt Probleme zu spät und kann nicht rechtzeitig gegensteuern. Gleichzeitig wurde die fachärztliche HNO-Betreuung an den betroffenen Standorten drastisch gekürzt. So wird ein Versorgungsproblem nicht gelöst, sondern verschärft“, so Gemeinderat Michael Gorlitzer.

Für die Wiener Volkspartei zeigt der Bericht ein grundsätzliches Problem: „Wir brauchen eine schlanke Stadt, die effizient verwaltet, ehrlich misst und eine funktionierende Infrastruktur sicherstellt. Stattdessen erleben wir eine Stadtregierung, die Reformen verkündet, sich die Zahlen schönrechnet und die Patienten warten lässt. Schlank heißt nicht weniger Leistung für die Menschen, sondern weniger Leerlauf im System“, so Korosec abschließend.

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