• 06.10.2026, 10:33:32
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Al-Rawi (SPÖ): Positiver Prüfbericht bei „Raus-aus-dem-Asphalt“-Projekten

Wien (OTS) - 

Stadtrechnungshof prüfte „Maßnahmen zur Vermeidung von lokalen Hitzeinseln“ mit zufriedenstellendem Ergebnis bei der Umgestaltung des öffentlichen Raums.

Entsiegeln, begrünen und kühlen: Das ist das Credo der Stadt Wien im Kampf gegen urbane Hitzeinseln. In den Planungen für die Umgestaltungen des öffentlichen Raums wird seit Jahren speziell auf diese Anforderungen der Fokus gelegt. Insgesamt über 340 Projekte wurden in den letzten Jahren im Rahmen der großen Raus-aus-dem-Asphalt-Offensive gefördert und umgesetzt.
Einen wesentlichen Anteil an der Gestaltung des öffentlichen Raums hat die MA 19 - Architektur und Stadtgestaltung. Sie wurde nun vom Stadtrechnungshof zum Thema „Maßnahmen zur Vermeidung von lokalen Hitzeinseln“ geprüft. Im Mittelpunkt standen Gestaltungsplanungen, die dazu beitragen sollen, die Stadt klimaresilienter zu machen und die Aufenthaltsqualität an heißen Tagen zu verbessern.
Die Prüfung zeigte, dass sich „die MA 19 bei ihren Gestaltungsplanungen bemühte, möglichst viele Klimaresilienz-Maßnahmen – insbesondere neue Baumstandorte, Entsiegelungen, Begrünungen und Maßnahmen zur Verbesserung der Aufenthaltsqualität – in ihre Planungsvorschläge aufzunehmen“. Im überprüften Zeitraum 2020 bis 2025 wurden insgesamt 90 Gestaltungsplanungsprojekte der MA 1990 MA 19- Gestaltungsplanungsprojekte auf den Weg gebracht. Der Stadtrechnungshof hält in seinem Bericht fest, dass die MA 19 in den überprüften Projekten Maßnahmen zur Begrünung, Entsiegelung und Verbesserung der Aufenthaltsqualität setzte und diese in enger Abstimmung mit den zuständigen Dienststellen und der Politik weiterentwickelte. Die geprüften Beispiele zeigen, wie klimaresiliente Gestaltung im öffentlichen Raum konkret umgesetzt werden kann.
"Der positive Stadtrechnungshofbericht zeigt auf, dass Wien bei der klimafitten Gestaltung des öffentlichen Raums auf dem richtigen Weg ist. Wo Asphalt aufgebrochen, neue Bäume gepflanzt und Grünflächen geschaffen werden, entstehen kühlere, lebenswertere Orte für die Wiener*innen. Projekte wie die Reinprechtsdorfer Straße oder der Helga-Pollak-Kinsky-Park zeigen ganz konkret, wie aus stark versiegelten Flächen neue Aufenthaltsräume mit mehr Schatten, Grün und Lebensqualität werden. Diesen Weg wollen wir mit großer Sorgfalt weitergehen und unsere Stadt Schritt für Schritt noch klimaresilienter und lebenswerter machen", betont Omar Al-Rawi, SPÖ-Gemeinderat und Vorsitzender des Gemeinderatsausschusses für Stadtentwicklung, Mobilität und Wiener Stadtwerke.

Prüfung der Reinprechtsdorfer Straße

Ein zentrales Beispiel der Prüfung war die Reinprechtsdorfer Straße in Margareten. Vor der Umgestaltung wies sie gemessen an heutigen Anforderungen an klimaresiliente Straßenräume nur wenige Bäume und Grünflächen sowie einen hohen Anteil versiegelter Flächen auf. Das Vorher-Nachher ist verblüffend. Die Reinprechtsdorfer Straße hat mehr als nur ein Facelifting erlebt – sie wurde zum klimafitten Wohlfühlort umgestaltet. 32 neue XL-Bäume, 2 Wasserspiele, 34 großzügige Grünbeete, zusätzliche neue Aufenthaltsflächen und Kühlungsmaßnahmen haben die Aufenthaltsqualität und das Mikroklima gerade an den heißen Sommertagen erheblich verbessert. Bei der Begrünung wurde unter anderem auf große Bäume Wert gelegt, so haben 2023 im Zuge der Umgestaltung 15 Jahre alte Japanische Schnurbäume mit großer Krone eine neue Heimat in Margareten gefunden, um schon von Beginn an große Schatten zu werfen.
Außerdem kam es zu einer Verkehrsberuhigung durch eine Reduktion der Fahrbahnbreite, die Beibehaltung der provisorisch eingeführten Einbahnführung sowie Radfahren gegen die Einbahn. Die Verwandlung der Reinprechtsdorfer Straße zum Klimaboulevard ist ein schönes Beispiel dafür, dass es möglich ist, Straßenraum zu einem attraktiven Aufenthaltsraum zu machen. Das Angebot konsumfreier Sitzgelegenheiten wurde deutlich erhöht. Neun neue Bänke, 14 Einzelsessel und 32 Sitzplätze auf zwölf Granitelementen laden zum Plaudern, Entspannen und Verweilen ein. Darüber hinaus stehen seither 35 Multifunktionsflächen zur Verfügung, von denen zwei dauerhaft für Radabstellanlagen und vier temporär für die bestehenden Schanigärten genutzt werden. Freiflächen zur Bewegung oder Bereiche für Ladetätigkeiten sowie Parkplätze sind weitere Nutzungsmöglichkeiten. Außerdem wurde die öffentliche Beleuchtung erweitert und bestehende Ampelanlagen an die neue Verkehrsorganisation und Straßengestaltung angepasst.


Von der Park- zur Grünfläche – der ehemalige Langauerplatz hinter IKEA


Einen im wahrsten Sinn des Wortes „Aufbruch“ in eine neue Ära hat der ehemalige Langauerplatz im IKEA-Grätzl beim Westbahnhof erlebt. Unter Einbeziehung der Wünsche der Anrainer*innen wurden Maßnahmen von Verkehrsberuhigung bis zu Begrünung und Kühlung gesetzt. Zudem gab es einen neuen Namen, nämlich Helga-Pollak-Kinsky-Park, benannt nach einer Zeitzeugin und Überlebenden der Shoah. Ein Großprojekt mitten im dicht verbauten Gebiet, das vom Stadtrechnungshof auch positiv bewertet wurde. Insgesamt wurden 15.000 Quadratmeter Fläche neu gestaltet. Ähnlich wie beim ehemaligen Naschmarktparkplatz, dem heutigen Naschpark, im 6. Bezirk wurde hier im 15. Bezirk aus einer Parkfläche eine Grünfläche. Rund um den autofreien IKEA wurde die Fläche neu gestaltet mit attraktiven Sitzgelegenheiten, Spiel- und Wasserelementen, 13 neuen Bäumen und 16 bunten Beeten. Die Gehsteige und Aufenthaltsflächen wurden mit hellen, sickerfähigen Betonsteinen gepflastert. Auch Radfahrende haben von der Umgestaltung profitiert. In der Gerstnerstraße wurde ein baulicher Ein-Richtungs-Radweg als Anbindung von der Mariahilfer Straße an den Westbahnhof geschaffen. In der Gasgasse, die im Zuge des Projekts zur Einbahn wurde, ist nun Radfahren gegen die Einbahn möglich.

Für ganz Wien gilt: Raus aus dem Asphalt!
Insgesamt wurden in Wien im Rahmen der „Raus aus dem Asphalt“- Initiative 344 Projekte in allen 23 Bezirken im verbauten Straßenraum umgesetzt oder befinden sich noch in Umsetzung. Dazu kamen im Rahmen dieser Projekte in ganz Wien neu hinzu:
1. 243.000 Quadratmeter Gesamtfläche an Parks und Grünflächen neu geschaffen oder umgestaltet - das entspricht 34 Fußballfeldern
2. 85.488 Quadratmeter neue Begrünung allein im Straßenraum und auf Plätzen
3. 3.316 neue Bäume
4. 2.745 neue Sitzgelegenheiten
5. Rund 1.952 Quadratmeter an neuen Wasserspielen

Ein Überblick der „Raus-aus-dem-Asphalt“-Projekte findet sich auf https://wienwirdwow.at/


Rückfragen & Kontakt

SPÖ Rathausklub
Iris Poltsch, bakk. phil.
Telefon: +43 664 88540493
E-Mail: [email protected]
Website: https://www.spoe.wien/rathausklub

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