- 06.10.2026, 10:00:36
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Kleiner, süßer, teurer: Das bringt die Herbsternte 2026 auf den Teller

Der heißeste Sommer der Messgeschichte hat die heimische Herbsternte deutlich schrumpfen lassen: Österreich erntet heuer rund ein Drittel weniger Obst, bei Erdäpfeln liegen die Ausfälle regional bei bis zu 70 Prozent. Vieles ist kleiner als gewohnt und manches teurer – dafür haben viel Sonne und wenig Wasser besonders aromatisches Obst und Gemüse hervorgebracht. Der Online-Supermarkt Gurkerl hat bei den Landwirt:innen nachgefragt, die ihn beliefern, und seine Verkaufsdaten für den Großraum Wien ausgewertet.
🍎 Äpfel: Klein, aber zuckersüß
In der Steiermark, dem größten Anbaugebiet, dürfte die Apfelernte rund 35 Prozent geringer ausfallen als im Vorjahr, in Ober- und Niederösterreich regional um bis zu 70 Prozent. Hannelore Habeler von Habeler Sonnenobst aus Wiesen im Burgenland hat sechs Wochen lang Wasser mit dem Traktor zu jedem einzelnen Baum gebracht: „Die Bäume standen heuer unter Stress – da geht es ums Überleben, nicht ums Fruchten. Äpfel und Birnen sind deshalb kleiner, dafür aber extrem süß.“
- Preis: bei Gurkerl rund 15 Prozent mehr pro Kilo als im Vorjahr. Trotzdem stammen zwei von drei verkauften Äpfeln aus Österreich – obwohl sie rund 10 Prozent mehr kosten als importierte.
- Verfügbarkeit: Geerntet wird bis Oktober, danach kommen heimische Äpfel aus dem Lager – oder aus dem Ausland. Wer regional kaufen will, greift jetzt zu.
- Tipp: Wegen der Größenvorgaben im Handel landen die kleinen Äpfel oft nicht im Supermarktregal, ein Blick in den Hofladen oder ins regionale Online-Sortiment von Händlern wie Gurkerl lohnt sich. „Ein Kilo ist ein Kilo, egal ob große oder kleine Äpfel – und kleine Äpfel sind für Kinder sogar praktischer“, sagt Habeler.
🍐 Birnen: Der Preistreiber des Herbstes
EU-weit liegt die Birnenernte leicht über dem Vorjahr. Auf den trockenen Böden sind aber auch die heimischen Birnen kleiner geblieben – und ebenfalls besonders süß.
- Preis: bei Gurkerl rund ein Drittel teurer als im Vorjahr (+32 %) – unter anderem aufgrund der Kosten für die zusätzliche Bewässerung. Trotzdem werden Birnen pro Bestellung öfter gekauft als im Vorjahr (+11 %).
- Verfügbarkeit: August bis November.
- Tipp: Harte Birnen bei Zimmertemperatur nachreifen lassen, reife Früchte kühl lagern.
💜 Zwetschken: Kleineres Minus und voller Geschmack
Bei den Zwetschken fiel das Minus laut Habeler geringer aus als bei Äpfeln und Birnen.
- Preis: bei Gurkerl rund 10 Prozent mehr pro Kilo als im Vorjahr.
- Verfügbarkeit: Die letzten heimischen Zwetschken gibt es bis Ende Oktober.
- Tipp: Zwetschken sind nicht einfach Pflaumen: Sie sind länglicher, der Kern löst sich leichter, und sie behalten beim Backen ihre Form – perfekt für Zwetschkenfleck und Röster.
🎃 Kürbis: Stark nachgefragt, 19 Prozent teurer
Carina Gschaider vom Hof Franzlbauer in Niederösterreich: „Auf Feldern, die bewässert werden konnten, sind Ertrag und Fruchtgröße normal ausgefallen. Auf nicht bewässerten Feldern sind die Früchte deutlich kleiner geblieben, und es gibt weniger Früchte pro Pflanze. Das schlägt sich entsprechend auf die Preise nieder.“
- Preis: bei Gurkerl rund 19 Prozent mehr pro Kilo als im Vorjahr. Günstiger wird es meist ab Oktober: Im Vorjahr kostete Hokkaido bis Mitte November zeitweise nur 1,45 Euro pro Kilo.
- Verfügbarkeit: Geerntet wird bis Ende Oktober, gut gelagert gibt es heimischen Kürbis meist bis in den Winter – heuer wegen der kleineren Ernte voraussichtlich bis Mitte Dezember.
- Tipp: Hokkaido muss man nicht schälen – die Schale wird beim Garen weich.
🥔 Erdäpfel: Nur ein Drittel der Ernte, aber voller Geschmack
Manuel Breitseher vom Bauernhof Breitseher im Weinviertel erntet heuer nur rund ein Drittel der normalen Menge: „Alles über 30 Grad gefällt den Erdäpfeln gar nicht. Bewässern können wir leider nicht – unsere Flächen sind sehr hügelig, und es gibt nur wenig Grundwasser.“ Dazu kommt der Drahtwurm, der bei der laufenden Ernte weitere 15 bis 20 Prozent kostet. Die gute Nachricht: „Die Erdäpfel sind um einiges kleiner, schmecken aber sehr gut. Weil sie langsamer gewachsen sind, lagern sie weniger Wasser ein und haben konzentriertere Inhaltsstoffe."
- Preis: Trotz schwieriger Ernte bei Gurkerl bisher nur rund 5 Prozent teurer. „Den vollen Aufschlag haben die Landwirte noch nicht weitergegeben. Weil es heuer in ganz Österreich und Mitteleuropa zu wenige Erdäpfel gibt, kann sich das in den nächsten Monaten aber noch ändern“, so Breitseher.
- Verfügbarkeit: Normalerweise reichen heimische Lager-Erdäpfel bis ins Frühjahr, heuer dürfte Importware früher ins Regal kommen.
- Tipp: Wegen der Hitze treiben die Knollen heuer früher aus. „Das ist unbedenklich, die Triebe kann man einfach abbrechen.“
🧅 Zwiebeln: Klein, aber fein
Auch die Zwiebeln sind heuer meist klein bis mittelgroß – dafür laut Breitseher „intensiver im Geschmack“. Weil in vielen Teilen Europas wenig geerntet wurde, ist österreichische Ware auch im Ausland gefragt.
- Preis: bei Gurkerl sogar rund 6 Prozent günstiger als im Vorjahr.
- Verfügbarkeit: Die Ernte ist abgeschlossen, gut gelagert gibt es heimische Zwiebeln bis ins Frühjahr.
- Tipp: Treibt eine Zwiebel aus, muss sie nicht in den Müll – das Grün ist genießbar.
Die Top 5 meistgekauften Herbstklassiker bei Gurkerl
- Bio-Apfel Gala in der Tasse
- Gelbe Zwiebeln vom Bauernhof Breitseher im Netz
- Erdäpfel vom Bauernhof Breitseher
- Zwetschken in der Tasse
- Bio Hokkaido Kürbis
So bleibt die Ernte länger frisch: Tipps vom Hof
- Äpfel und Birnen kühl und trocken im Plastiksackerl lagern: „Darin bildet sich ein eigenes Klima, der Apfel verliert kein Wasser und wird nicht schrumpelig“, sagt Habeler. Nur unverletzte Früchte einpacken – und Äpfel getrennt von anderem Obst lagern, weil sie das Reifegas Ethylen abgeben.
- Erdäpfel kühl, dunkel und luftig lagern, nicht im Kühlschrank. Ungenießbar sind sie erst, wenn sie grün werden oder faulen.
- Zwiebeln offen aufbewahren, am besten im Netz – in geschlossenen Gefäßen schwitzen und schimmeln sie.
- So gelagert halten Erdäpfel und Zwiebeln bis zu einem Monat, Kürbis im Ganzen bei Zimmertemperatur rund zwei Wochen.
Erdäpfel, Zwiebeln, Kürbisse und Zwetschken kamen bei Gurkerl im September ausschließlich aus Österreich. Gemeinsam mit Betrieben wie Habeler Sonnenobst, Hof Franzlbauer und Bauernhof Breitseher liefert Gurkerl die Herbsternte mit dem restlichen Wocheneinkauf ab drei Stunden nach Bestellung nach Hause. Mehr Informationen: https://www.gurkerl.at/c137884-frisch-geerntet
Rückfragen & Kontakt
Gurkerl.at GmbH
Timea Rüb-Scholz
E-Mail: [email protected]
Website: https://www.gurkerl.at
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