• 06.10.2026, 07:15:03
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Studie: Europas Unternehmen massiv unter Druck

Die Mehrheit reagiert mit klaren Anpassungsstrategien

Wien (OTS) - 

Wien (ots)

  • 57 Prozent der Unternehmen: Aktuell die unsicherste Zeit, an die sie sich erinnern können
  • Einstellungsstopps, Personalabbau und gestrichene Investitionen als Reaktion auf die Lage
  • 62 Prozent sehen in ihren Finanzpartnern eine praktische Stütze im Umgang mit diesen Herausforderungen

Für viele Unternehmen in Europa hat die wirtschaftliche Lage ein Ausmaß erreicht, das den unternehmerischen Alltag spürbar verändert: 57 Prozent bezeichnen die aktuelle Phase als die unsicherste Zeit, an die sie sich erinnern können. Das zeigt die aktuelle Studie "Banking on Banks 2026" des Informationsdienstleisters CRIF, 500 Unternehmensentscheider:innen in Deutschland, Großbritannien, Irland, Italien und Polen befragt wurden. Die Ergebnisse zeigen aber auch: Viele Unternehmen begegnen der Lage nicht passiv, sondern mit gezielten Anpassungen - und mit einem bemerkenswert stabilen Vertrauen in ihre Finanzpartner.

Unternehmen reagieren mit gezielten Maßnahmen

Hintergrund sind reale Kostensorgen: 40 Prozent der Unternehmen rechnen in den kommenden zwölf Monaten mit einem deutlichen Anstieg ihrer Betriebskosten. Entsprechend zeigen sich klare Reaktionen: 36 Prozent der Unternehmen haben ihre Wachstumspläne bereits überarbeitet, 27 Prozent haben Einstellungen pausiert, 22 Prozent Expansionspläne verschoben oder gestrichen, und jedes fünfte Unternehmen hat Leistungen ausgelagert, um Kosten zu senken. 15 Prozent haben bereits Personal abgebaut. Auch strategische Themen stehen auf dem Prüfstand: 12 Prozent haben DEI-Initiativen (Diversity, Equity & Inclusion) pausiert, 10 Prozent ESG-Vorhaben zurückgestellt. Die Zahlen zeigen: Unternehmen reagieren überwiegend proaktiv und differenziert, mit einem Mix aus kurzfristigen Einsparungen und strategischen Kurskorrekturen, statt pauschal zu kürzen.

"Unternehmen setzen sich sehr bewusst mit ihrer Situation auseinander und treffen gezielte Entscheidungen, statt in Aktionismus zu verfallen. Genau das erhöht die Chance, gestärkt aus dieser Phase herauszugehen", kommentiert Anca Eisner-Schwarz, Geschäftsführerin von CRIF Österreich.

Inflation und geopolitische Konflikte belasten die Planung

Als größten externen Risikofaktor nennen Unternehmen die anhaltend hohe Inflation (39 Prozent), dicht gefolgt von der Instabilität im Nahen Osten (37 Prozent), einer wirtschaftlichen Abschwächung im eigenen Land (36 Prozent) sowie einer Abschwächung der Konjunktur in Europa insgesamt (33 Prozent) und den angespannten Beziehungen zwischen Europa und den USA (32 Prozent).

Die Auswirkungen sind spürbar: 73 Prozent der Unternehmen geben an, dass hohe Kosten und Inflation die Führung ihres Unternehmens zunehmend erschweren, und 70 Prozent sagen, dass das aktuelle globale Umfeld langfristige Planung erschwert. Für viele wird damit weniger die einzelne Kostenposition zum Problem als die fehlende Planbarkeit an sich.

Finanzpartner als praktische Stütze - mit noch ungenutztem Potenzial

Trotz der angespannten Lage bleibt das Vertrauen in die eigenen Finanzpartner hoch: 62 Prozent der Unternehmen sehen in den praktischen Tools ihrer Bank oder Versicherung eine echte Hilfe im Umgang mit Cashflow-Risiken, 63 Prozent schreiben Versicherern eine wichtige Rolle beim Schutz vor wirtschaftlichen Abschwüngen zu. Gleichzeitig zeigen sich reale Reibungspunkte: 46 Prozent der Unternehmen empfinden den Zugang zu Finanzierung als zunehmend schwierig, 55 Prozent sehen steigende Fremdkapitalkosten als Belastung für ihre Wachstumspläne. Auch im Vergleich zu Privatkund:innen sehen viele noch Luft nach oben: 57 Prozent sind der Meinung, dass Finanzdienstleistungen für Privatkund:innen schneller und unkomplizierter sind als für Unternehmen. Verschärft wird das durch die Schließung von Bankfilialen: 43 Prozent geben an, dass ihnen das den Zugang zu benötigter Unterstützung erschwert hat.

"Unternehmen, die in dieser Phase auf verlässliche Finanzpartner und eine klare Anpassungsstrategie setzen, sind klar im Vorteil. Wer hier ansetzt, etwa mit einfacheren Prozessen und passgenaueren Lösungen für Unternehmen, schafft echten Mehrwert und stärkt das Vertrauen zusätzlich", so Eisner-Schwarz.

Über die Studie:

Die Studie "Banking on Banks 2026 - Financial services in an age of uncertainty" wurde von Opinium Research im Auftrag von CRIF durchgeführt. Befragt wurden 500 Unternehmensentscheider:innen in Deutschland, Großbritannien, Irland, Italien und Polen (Erhebungszeitraum: 20. März bis 9. April 2026).

Rückfragen & Kontakt

Pressekontakt:
Oliver Ollrogge, CRIF GmbH, Bereich Marketing/PR
E-Mail: [email protected], Tel.: 040 / 89 803 582

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