- 05.10.2026, 13:09:02
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Sima/Arapovic/Taucher: Baustart für Neugestaltung der Rad- und Fußwege am Ring
Breiter Zwei-Richtungs-Radweg in Nebenfahrbahn, schattige Geh-Allee für Fußgänger, 12 neue Bäume, 900 m² Grünflächen – Auftakt der etappenweisen Umgestaltung des Prachtboulevards
Endlich ist es soweit: Das Umgestaltungs- und Radwege-Highlight dieser Legislaturperiode geht in die erste Runde: Zwischen Schottentor und Franz-Josefs-Kai starten die Bauarbeiten für die etappenweise Umgestaltung des Rad- und Fußverkehrs auf Wiens Prachtboulevard. Sowohl der Fuß- als auch der Radverkehr auf der Innenseite des Rings bekommen hier deutlich mehr Platz. Die bestehende Nebenfahrbahn des 700 m langen Abschnitts wird zu einem 4,50 Meter breiten komfortablen Zwei-Richtungs-Radweg. Der aktuell gemischte Geh- und Radweg der Allee gehört künftig ganz den Zufußgehenden, derzeitige Konfliktsituationen sind damit künftig passé. Zusätzliche Bäume und Grünflächen sorgen für neue einladende Aufenthaltsorte entlang des Rings.
Planungsstadträtin Ulli Sima gab heute gemeinsam mit Selma Arapovic, NEOS Wien Klubvorsitzende und SPÖ-Klubvorsitzendem Josef Taucher den offiziellen Startschuss für eines der Leuchtturmprojekte der rot-pinken Koalition.
„Das Hauptaugenmerk der Neugestaltung am Ring liegt auf der Entflechtung des Rad- und Fußverkehrs. Wo es jetzt oft eng und unübersichtlich ist, wollen wir für klare Verhältnisse und eine eindeutige Routenführung sorgen. Im Rahmen unserer großen Radweg-Offensive haben wir bereits mehr als 100 km neue Radinfrastruktur errichtet, unter dem Motto ´Raus aus dem Asphalt` über 340 Entsiegelungsprojekte in ganz Wien umgesetzt. Mit diesem Mega-Projekt der nächsten Jahre am Ring setzen wir in Wien noch einmal neue Maßstäbe in Sachen großzügiger, komfortabler und begrünter Infrastruktur für alle, die umweltfreundlich mit dem Rad oder zu Fuß in der Stadt unterwegs sind“, betont Mobilitätstadträtin Ulli Sima anlässlich des Baustarts. „Radeln und Flanieren hat künftig deutlich mehr Platz am Ring. Wir entsiegeln allein im 1. Abschnitt fast 5.000 qm und schaffen 4,50 breite Zwei-Richtungsradwege. Ich freue mich sehr, dass es nach der intensiven Planungsphase jetzt losgeht und bedanke mich bei allen, die es möglich gemacht haben, dass wir dieses komplexe Großprojekt umsetzen können: Bei unserem Koalitionspartner, beim Herrn Bezirksvorsteher des 1. Bezirks und seinem Team und den beteiligten Fachabteilungen, die alle viel Engagement an den Tag gelegt haben“, so Sima weiter.
Wie immer nutzt die Stadt auch bei diesem Projekt Synergien. So gehen den Umgestaltungsmaßnahmen die Arbeiten der Wiener Wasserwerke voraus. Sie verlegen vor dem Palais Hansen und vom Schottenring weg entlang der Hohenstaufengasse, Wipplingerstraße und Börsegasse neue Wasserrohre. Nun starten auch die Arbeiten der MA 28, die bis zum Sommer 2027 dauern werden, danach geht es nahtlos weiter mit dem nächsten Bauabschnitt. Die Hauptfahrbahn für den Kfz-Verkehr sowie den öffentlichen Verkehr bleiben unverändert.
„Mit dem heutigen Baustart wird unsere Idee für den Ring erstmals konkret sichtbar: Am Schottenring schaffen wir dort, wo Rad- und Fußverkehr heute noch auf engem Raum zusammentreffen, zwei klar getrennte Bereiche. Der neue Zwei-Richtungsradweg nutzt das Potenzial der Nebenfahrbahn, während die historische Baumallee wieder ganz den Fußgänger:innen gehört. Gleichzeitig entsiegeln und begrünen wir diesen Abschnitt und schaffen neue Orte zum Sitzen und Verweilen. Genau diese Verbindung aus guter Mobilität, historischer Identität und mehr Lebensqualität wollen wir jetzt Schritt für Schritt entlang des gesamten Rings umsetzen“, so NEOS Wien Klubvorsitzende Selma Arapovic.
„Radfahren und Zu-Fuß-Gehen sind zentrale Hebel für die Mobilitätswende – und damit für saubere Luft, Gesundheit und Lebensqualität. Wir in Wien setzen auf nachhaltige Fortbewegung und unterstützen die Wiener*innen in ihrer Mobilität. In den letzten Jahren hat der Radverkehr in Wien stetig zugenommen. Mit der Wiener Radwegeoffensive haben wir den Ausbau der Radinfrastruktur massiv vorangetrieben und damit das Hauptradnetz sicherer und durchgängiger gemacht. Bis 2026 haben wir in Wien rund 100 Kilometer neue Radwege realisiert – das sind gebaute Einladungen zum Radfahren für die Wiener*innen. Die Umgestaltung des Rings ist ein weiterer großer Meilenstein, den die rot-pinke Aufschwungskoalition setzt. Damit entflechten wir den Rad- und Fußverkehr am Ring und schaffen einen sicheren, begrünten und klimafitten Boulevard für Fußgänger*innen, Radfahrer*innen und Öffi-Nutzer*innen“, betont SPÖ-Klubvorsitzender Josef Taucher.
Mehr Platz zum Flanieren und Verweilen am Schottenring
Insgesamt werden im jetzt anstehenden 700 m langen Abschnitt 4.000 m² entsiegelt und mit versickerungsfähiger Pflasterung versehen, 900 qm neue Grünflächen werden geschaffen. Die historisch gewachsene Baumallee entlang der Ringstraße bleibt selbstverständlich erhalten und wird im ersten Abschnitt sogar um 12 zusätzliche Bäume erweitert. Entlang der Gehsteige schaffen die Grünbeete gemeinsam mit rund 60 Sitzgelegenheiten neue Plätze, die in einer entspannten Umgebung zum Verweilen einladen. Besonders in den Kreuzungsbereichen der Wipplingerstraße und Börsegasse entstehen zusätzliche Aufenthaltsflächen, die Platz für eine Pause bieten.
Neue Rad-Allee mit historischem Glanz
Radler*innen kommen künftig auf einem 4,50 breiten Zwei-Richtungsradweg zwischen Schottentor und Franz-Josef-Kai zügig voran. Dazu wird das Potenzial der Nebenfahrbahnen genutzt. Neben der extra breiten Dimensionierung der Rad-Allee ist ihre Farbgebung ein besonderes Highlight: Diese wird erstmals in Wien in Sandfarbe ausgeführt. Für die Neugestaltung der Geh-Alleen und Nebenfahrbahnen hat sich die Stadt Wien auch Rat und Wissen von führenden Ringstraßen-Historiker*innen von der TU Wien eingeholt. Die Sandfarbe ist eine Anspielung auf die ursprünglich geschotterten Reit-Alleen und harmoniert besonders mit den prächtigen Bauten entlang der Ringstraße wie etwa der Wiener Börse. Zusätzlich hilft der Farbkontrast zum Gehweg bei der Orientierung und schafft Sicherheit. Um eine möglichst lange Haltbarkeit garantieren zu können, wird die Farbe nicht aufgemalt, sondern bereits in den Asphalt eingearbeitet.
Sicher und barrierefrei den ganzen Ring entlang
Die Neugestaltung am Ring folgt einem gesamthaften Ansatz, der zusammen mit dem renommierten, international tätigen Planungsbüro Gehl Architects aus Kopenhagen entwickelt wurde, das u.a. an der Neugestaltung des New Yorker Time Square mitgearbeitet hat. Fußgänger*innen und Radfahrer*innen erhalten jeweils ihren eigenen, deutlich voneinander abgegrenzten Bereich mit einer klar erkennbareren Routenführung. Der bislang asphaltierte Gehsteig vor den Gebäuden der Ringstraße wird durch eine barrierefreie Granitstein-Pflasterung entsiegelt und attraktiver gestaltet. Für mehr Sicherheit und Komfort sorgen künftig gepflasterte „Zwischenlinsen“. Diese kleinen Inseln ermöglichen Fußgänger*innen bei Bedarf einen sicheren Zwischenstopp beim Queren der Rad-Allee und bremsen gleichzeitig den Radverkehr an diesen Stellen etwas ab. Durch zusätzliche Gehsteigvorziehungen werden die Kreuzungsbereiche für alle Verkehrsteilnehmer*innen noch sicherer gemacht.
Die weiteren Bauphasen und Nutzung von Synergien
Wie immer bei großen Umgestaltungsprojekten werden auch hier Synergien genutzt. Der Umgestaltung am Schottenring gehen Arbeiten der Wiener Wasserwerke voraus. Nun starten auch die Umgestaltungsarbeiten der Rad- und Fußwege am Schottentor und von dort sukzessive weiter Richtung U-Bahnstation Schottenring am Franz-Josef-Kai. Direkt im Anschluss startet die zweite Bauphase. Diese umfasst den Universitätsring sowie den Stubenring, Parkring und Schubertring. In einer dritten Phase wird der Opernring, Burgring, und der Dr.-Karl-Renner-Ring Zentrum der Umgestaltung sein, bevor der Kärntner Ring den Abschluss des umfangreichen Projektes macht.
Je nach Nutzungsstärke auf den einzelnen Abschnitten des Rings wird entweder die Innen- oder die Außenseite umgestaltet. Bis auf den Stubenring, Parkring und Schubertring soll bei allen anderen Abschnitten die Innenseite umgestaltet werden. Die Hauptfahrbahn für den Kfz-Verkehr sowie den öffentlichen Verkehr bleiben unverändert bestehen. Von der Umgestaltung profitieren am Ende aber alle, da Kreuzungen besser einsehbar und Querungen sicherer werden.
Wien baut das Radwegenetz 2026 konsequent weiter aus
Im sechsten Jahr in Folge setzt die Stadt Wien ihre Radweg-Offensive fort: Mit 33 neuen Projekten und rund 12,5 Kilometern neuer Radverkehrsinfrastruktur wird das Hauptradwegenetz auch 2026 konsequent ausgebaut. Der besondere Fokus liegt heuer auf der Weiterführung großer Radachsen und auf Lückenschlüssen.
Alle Infos zu den Radwegeprojekten inklusive interaktiver Karte zu allen Projekten auf fahrradwien.at
Raus aus dem Asphalt-Rekordbilanz
Mit der Neugestaltung am Ring erfolgt auch Entsiegelung und Begrünung nach dem Motto „Raus aus dem Asphalt“. Im Zuge der Offensive wurde in den letzten Jahren über 340 Projekte in allen 23 Bezirken gefördert. Mehr als 3.300 Bäume wurden allein im Straßenraum gepflanzt, über 2.700 Sitzmöglichkeiten errichtet und knapp 2.000 Quadratmeter Wasserspiel geschaffen. Mit der historischen Begrünungsoffensive Wiens erfahren die Grätzl eine massive Verbesserung des Mikroklimas und damit eine Aufwertung der Lebensqualität – in Kürze auch am Ring.
Alle Projekte gibt es auf der interaktiven Wien-Karte zum Entdecken: https://wienwirdwow.at/
rk-Fotoservice: https://presse.wien.gv.at/
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