• 02.10.2026, 11:40:04
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Saubere Energie aus Bioabfällen: LIQON und Erzeugerorganisation Marchfeldgemüse (EOM) besiegeln Kooperation und starten Kreislaufprojekt

Österreichische Technologie wandelt Bioabfälle vor Ort in flüssige Energie für Kühlung und Strom um. Neue Pilotanlage macht EOM unabhängiger von fossilem Gas und Strompreisen.

Die LIQON GmbH und die Erzeugerorganisation Marchfeldgemüse GmbH
(EOM) haben diese Woche eine langfristige Kooperation unterzeichnet.
Gemeinsam errichten die Partner im Marchfeld eine Anlage, die
Biobfälle aus der Gemüseproduktion in einen flüssigen, saisonal
speicherbaren Energieträger umwandelt. Aus dem, was bisher am Feld
oder in der Sortierung übrigbleibt, werden künftig Wärme, Kälte und
Strom für die Lagerung und Aufbereitung des Marchfeldgemüses.
Raasdorf/Wien (OTS) - 

Die LIQON GmbH und die Erzeugerorganisation Marchfeldgemüse GmbH (EOM) haben diese Woche eine langfristige Kooperation unterzeichnet. Gemeinsam errichten die Partner im Marchfeld eine Anlage, die Biobfälle aus der Gemüseproduktion in einen flüssigen, saisonal speicherbaren Energieträger umwandelt. Aus dem, was bisher am Feld oder in der Sortierung übrigbleibt, werden künftig Wärme, Kälte und Strom für die Lagerung und Aufbereitung des Marchfeldgemüses.

Erfolgreiche Unternehmerin bei Energiewende als Unterstützerin

Begleitet und unterstützt wird das Projekt von der international erfahrenen Unternehmerin Mei Shibata. Mit ihrem langjährigen Schwerpunkt auf Cleantech und Energiewende hat sie mehrere Unternehmen im Energiebereich aufgebaut und innovative Technologien erfolgreich von der Idee bis zur praktischen und wirtschaftlichen Umsetzung geführt.

Kühlung ist der größte Energiefresser der Gemüseregion

Frisches Gemüse braucht eine lückenlose Kühlkette. Allein die Kühlung am EOM-Standort benötigt rund 1.600 Megawattstunden Strom im Jahr (Verbrauch von rund 460 Haushalten), dazu kommt Erdgas für Wärmeprozesse. Gleichzeitig fallen in der Region jedes Jahr große Mengen an Bioabfall an, deren Energie bisher ungenutzt bleibt. Die Kooperation schließt diesen Kreislauf: Die Abfälle aus der Produktion decken künftig den Energiebedarf derselben Produktion.

Der Weg: Messen, erproben, skalieren

Die Zusammenarbeit ist in drei Stufen angelegt. Die laufende Messkampagne erfasst mit Energie- und Wärmezählern sowie einer eigenen Wetterstation den tatsächlichen Verbrauch am Standort. Darauf aufbauend errichtet LIQON eine Pilotanlage, die den Prozess unter realen Bedingungen demonstriert. Bei Erfolg folgt die Großanlage mit dem Ziel der vollständigen Energieautarkie des Standorts, auch im Krisenfall.

Die Technologie: Saisonale Speicherung, made in Austria

Und so funktioniert es: Die patentgeschützte Technologie, zu der LIQON exklusiven Zugang hat, wandelt organischen Abfall in einen flüssigen Energieträger um, der in einfachen Tanks über Monate nahezu verlustfrei lagerbar ist. Die Energie der Ernte im Sommer steht damit im Winter zur Verfügung, und umgekehrt. Die Anlagen sind modular aufgebaut und arbeiten unabhängig vom Stromnetz, ein Ausfall der öffentlichen Versorgung unterbricht die Kühlkette nicht.

MSP Energy GmbH begleitet Weiterentwicklung und Skalierung

Mit der MSP Energy hat LIQON einen erfahrenen Partner für die Weiterentwicklung und Skalierung seiner Waste-to-Liquid-Technologie an seiner Seite. MSP Energy begleitet LIQON dabei, die Technologie aus der praktischen Anwendung heraus weiterzuentwickeln und für weitere Einsatzbereiche zu skalieren. Die langfristig angelegte Zusammenarbeit soll zugleich die Basis für zukünftige Projekte und Anwendungsfelder schaffen.

Raffael Winkler, Geschäftsführer LIQON GmbH: „Das Marchfeld ist der Gemüsegarten Österreichs, und genau dort zeigen wir, was unsere Technologie kann: Aus regionalem Bioabfall wird regionale Versorgungssicherheit. Die Energie muss nicht mehr ankommen, sie ist schon da."

Für DI Herbert Bucher, Geschäftsführer Erzeugerorganisation Marchfeldgemüse GmbH (EOM) ist klar: „Unsere Mitglieder produzieren Lebensmittel, keine Abfälle. Dass unsere Produktionsreste künftig die Kühlung unseres Gemüses tragen, ist gelebte Kreislaufwirtschaft und macht uns ein Stück unabhängiger von den Energiemärkten und garantiert unseren Kunden auch in Krisenzeiten eine Versorgung mit unserem Gemüse."

Überzeugt von der Technologie ist Unternehmerin Mei Shibata, Geschäftsführerin von MSP Energy: „LIQON zeigt, wie aus einer innovativen Idee eine konkrete Lösung für eine der großen Herausforderungen unserer Zeit werden kann. Das Marchfeld ist dafür ein idealer Ausgangspunkt - mit dem Potenzial, dieses Modell künftig auch auf andere Regionen und Branchen zu übertragen.“

Über LIQON
Die LIQON GmbH mit Sitz in Wien entwickelt Waste-to-Liquid-Energiespeicher: Anlagen, die organische Abfallstoffe in einen flüssigen, saisonal speicherbaren Energieträger umwandeln und daraus bedarfsgerecht Wärme, Kälte und Strom bereitstellen. Die Technologie ist modular und skalierbar, wird in Österreich entwickelt und gefertigt. www.liqon.at

Über Mei Shibata
Mei Shibata ist eine japanische Unternehmerin. Die Harvard-Absolventin gründete zwei Cleantech-Unternehmen, entwickelte vier Patente mit und wurde als eine der „Top 10 Energy Entrepreneurs“ New Yorks ausgezeichnet. Ihre berufliche Laufbahn reicht von eigenen Technologieunternehmen über internationale Strategieberatung bis zur Energie- und Infrastrukturwirtschaft. Bei LIQON ermöglicht und begleitet sie den Aufbau des Unternehmens und die operative Entwicklung der neuen Technologie im Rahmen dieses R&D Projekts. Dabei bringt sie insbesondere auch ihre Erfahrung bei der Entwicklung innovativer Energielösungen ein.

Über die Erzeugerorganisation Marchfeldgemüse
Die Erzeugerorganisation Marchfeldgemüse GmbH (EOM) mit Sitz in Raasdorf wurde 1996 gegründet und steht im Eigentum der Landwirtinnen und Landwirte aus der Region. Sie übernimmt Lagerung, Aufbereitung, Sortierung und Verpackung des Gemüses aus dem Marchfeld, Österreichs größtem Gemüseanbaugebiet. www.eom.at

Rückfragen & Kontakt

LIQON GmbH
Raffael Winkler
Telefon: +43 664 5048008
E-Mail: [email protected]

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