- 02.10.2026, 10:29:02
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Totschnig/Herr/Bernhard: Größtes Wasser-Digitalisierungsprojekt – Verordnung zum Wasserentnahmeregister geht in Begutachtung
Wesentliche Wasserentnahmen sollen künftig gemessen und digital gemeldet werden
Die Bundesregierung hat sich auf die Verordnung zum Wasserentnahmeregister geeinigt und schickt den Entwurf dafür in Begutachtung. Für Stellungnahmen sind vier Wochen vorgesehen. Künftig werden wesentliche Wasserentnahmen gemessen und zentral gemeldet. Das Register schafft damit eine fundierte Datengrundlage für die mittel- und langfristige Planung der österreichischen Wasserwirtschaft und setzt ein Vorhaben aus dem Regierungsprogramm um.
Bundesminister Norbert Totschnig: „Der Klimawandel verändert unseren Wasserhaushalt, deshalb müssen wir wissen, wo und wie viel Wasser gebraucht wird. Mit dem Wasserentnahmeregister schaffen wir erstmals eine präzise Datengrundlage für eine langfristige und zukunftsfitte Ressourcenplanung. So können wir Nutzungskonflikte frühzeitig erkennen, unsere wertvollen Wasserressourcen sichern und die Wasserversorgung für Bevölkerung, Landwirtschaft, Wirtschaft und unsere Ökosysteme auch für die kommenden Jahrzehnte gewährleisten.“
SPÖ-Umweltsprecherin, Abgeordnete zum Nationalrat Julia Herr: „Unsere Wasserversorgung kommt durch die Erderhitzung zunehmend unter Druck. Wasser wird immer kostbarer, also müssen wir sparsam damit umgehen. Während die meisten Haushalte einen Wasserzähler haben, weiß man fast nichts über den Wasserverbrauch von großen Betrieben. Mit dem Wasserentnahmeregister bringen wir endlich Licht ins Dunkel. Nur wenn wir wissen, wo wie viel Wasser von großen Verbrauchern entnommen wird, können wir vorausschauend planen und unsere Wasserversorgung für die Zukunft absichern.“
NEOS-Umweltsprecher, Abgeordneter zum Nationalrat Michael Bernhard: „Österreich verfügt über hervorragende Wasserressourcen und genau deshalb müssen wir dafür sorgen, dass wir auch langfristig verantwortungsvoll und vorausschauend damit umgehen. Mit dem Wasserentnahmeregister schaffen wir erstmals eine verlässliche Grundlage dafür, tatsächliche Entnahmen besser zu verstehen und Entwicklungen frühzeitig zu erkennen. Das bringt mehr Planungssicherheit und macht unsere Wasserpolitik übersichtlicher auch angesichts immer neuer Herausforderungen durch den Klimawandel. Gleichzeitig digitalisieren wir bestehende Informationen und setzen mit dem Once-Only-Prinzip auf einen bürokratieschonenden Umgang mit Daten."
Register wird schrittweise aufgebaut
Die Bundesregierung führt schrittweise ein digitales Wasserentnahmeregister ein. Bisher sind in wasserrechtlichen Bewilligungsbescheiden Höchstmengen festgelegt – wie viel Wasser tatsächlich verbraucht wird, wurde bisher abgeschätzt. Das Register schafft eine verlässliche Datenbasis. Damit sichern wir die Wasserversorgung angesichts des Klimawandels (Trockenheit, Verdunstung) langfristig ab.
Maßgeblich für die Registerpflicht sind die bewilligten Entnahmemengen und festgelegte Schwellenwerte. Kleine Entnahmen, etwa aus gewöhnlichen Haus- und Hofbrunnen, werden von diesen Schwellenwerten nicht erfasst. Ab 1. Juli 2029 werden im ersten Umsetzungsschritt die größten Grundwasserentnahmen registriert, etwa in der kommunalen Wasserversorgung, der Industrie und der Landwirtschaft.
Ab 1. Jänner 2032 wird die Registerpflicht auf weitere Grundwasserentnahmen und größere Entnahmen aus Oberflächengewässern ausgeweitet.
Umweltministerium und Länder bereiten die Umsetzung vor
Das Bundesministerium für Land- und Forstwirtschaft, Klima- und Umweltschutz, Regionen und Wasserwirtschaft (BMLUK) baut die digitale Datenstruktur für das Register auf. Die Bundesländer tragen vorhandene Informationen aus wasserrechtlichen Bewilligungen ein und bereiten dafür auch Unterlagen auf, die bislang analog vorliegen. Diese Vorarbeiten benötigen Zeit: Die Registerpflicht beginnt daher vor der erstmaligen Meldung tatsächlicher Entnahmemengen.
Das Wasserentnahmeregister ist das größte Digitalisierungsprojekt in der österreichischen Wasserwirtschaft. Diese Daten unterstützen das BMLUK und Länder dabei, Entwicklungen über längere Zeiträume zu beurteilen und die Nutzung der Wasserressourcen vorausschauend zu planen. „Mit einem geringen bürokratischen und finanziellen Aufwand für das Ablesen, Dokumentieren und die digitale Eingabe können wir die Wasserversorgung angesichts des Klimawandels langfristig besser absichern als je zuvor“, so Totschnig, Herr und Bernhard abschließend.
Fotos: https://www.bmluk.gv.at/fotoservice/Pressekonferenzen---Fototermine/2026/PK-Wasserentnahmeregister.html
Rückfragen & Kontakt
Bundesministerium für Land- und Forstwirtschaft, Klima- und
Umweltschutz, Regionen und Wasserwirtschaft
Telefon: +43 1 71100 DW 606747
E-Mail: [email protected]
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