- 02.10.2026, 10:00:47
- /
- OTS0040
Frauen zwischen Beruf, Familie und Verantwortung: Alumnae-Zukunftsnetzwerk zu Gast bei STYX Naturkosmetik
LR Teschl-Hofmeister/LR Prischl: Starke Netzwerke schaffen Rückhalt, eröffnen neue Perspektiven und ermutigen Frauen, Verantwortung zu übernehmen
Wie gelingt es Frauen, Beruf, Familie, Führungsverantwortung, politisches und gesellschaftliches Engagement miteinander zu vereinbaren? Diese Frage stand im Mittelpunkt eines Netzwerktreffens des Alumnae-Zukunftsnetzwerks des NÖ Politik Mentoring-Programms bei STYX Naturkosmetik in Ober-Grafendorf. Unter dem Titel „Frauen in der Mehrfachbelastung: Beruf, Familie und weitere Verpflichtungen jonglieren“ diskutierten Landesrätin Christiane Teschl-Hofmeister, Landesrätin Eva Prischl, Vera Sares, Landesvorsitzende von Frau in der Wirtschaft NÖ, und STYX-Prokuristin Michaela Stix über persönliche Erfahrungen, gesellschaftliche Rahmenbedingungen und notwendige Voraussetzungen für eine bessere Vereinbarkeit. „Frauen übernehmen heute in allen Bereichen Verantwortung – in der Familie, im Beruf, in Unternehmen, in unseren Gemeinden und in der Politik. Damit sie ihre Potenziale entfalten und ihre Ziele verfolgen können, braucht es gute Rahmenbedingungen, aber ebenso Vorbilder und starke Netzwerke. Genau hier setzen sowohl das NÖ Politik Mentoring-Programm als auch unser Alumnae-Zukunftsnetzwerk an: Frauen profitieren voneinander, teilen Erfahrungen und bestärken sich gegenseitig darin, Verantwortung zu übernehmen und ihren eigenen Weg zu gehen“, betont Frauen-Landesrätin Christiane Teschl-Hofmeister, Schirmherrin der Veranstaltung.
Das überparteiliche NÖ Politik Mentoring-Programm wurde 2016 ins Leben gerufen, um Frauen für politisches Engagement zu gewinnen und sie auf ihrem Weg in der Kommunalpolitik zu unterstützen. Im Mittelpunkt stehen die Begleitung durch erfahrene Mentorinnen und Mentoren, praxisnahe Wissensvermittlung, persönlicher Erfahrungsaustausch und die Vernetzung über Gemeinde- und Parteigrenzen hinweg. Der mittlerweile sechste Durchgang des Programms ging im Februar 2026 zu Ende.
„Gleichstellung zeigt sich auch daran, welche Möglichkeiten Frauen und Männer tatsächlich haben, Beruf, Familie und gesellschaftliches Engagement miteinander zu verbinden. Noch immer übernehmen Frauen einen großen Teil der unbezahlten Arbeit und der organisatorischen Verantwortung innerhalb von Familien. Es braucht daher nicht nur individuelle Lösungen, sondern auch ein Bewusstsein für eine partnerschaftliche Aufteilung und Rahmenbedingungen, die echte Wahlmöglichkeiten schaffen. Der Austausch, wie dieser Spagat bei den vielfältigen Aufgaben gelingen kann, ist ein wertvoller Aspekt des Alumnae-Zukunftsnetzwerks“, so Landesrätin Eva Prischl.
Damit der im Mentoring entstandene Austausch nicht mit dem Abschluss des jeweiligen Jahrgangs endet, bietet das Alumnae-Zukunftsnetzwerk des NÖ Politik Mentoring-Programms den Absolventinnen eine langfristige Plattform für Vernetzung und Erfahrungsaustausch. Die bisherigen Teilnehmerinnen haben seit ihrem Mentoring ganz unterschiedliche Wege eingeschlagen – von Funktionen als Gemeinderätinnen und Bürgermeisterinnen über Führungspositionen in Wirtschaft und Politik bis hin zur Selbstständigkeit. Das Alumnae-Netzwerk ermöglicht ihnen, miteinander in Kontakt zu bleiben, Erfahrungen weiterzugeben und voneinander zu lernen.
Das Programm des Abends verband Wirtschaft, Vernetzung und politische Diskussion: Nach der Begrüßung erhielten die Teilnehmerinnen bei einer Betriebsführung durch STYX-Prokuristin Michaela Stix Einblicke in das Unternehmen, bevor die von Claudia Pfeffer moderierte Podiumsdiskussion und anschließend der persönliche Austausch und die Vernetzung der Teilnehmerinnen auf dem Programm standen.
Mit Michaela Stix führte dabei eine Frau durch den Betrieb, die das NÖ Politik Mentoring-Programm aus eigener Erfahrung kennt: Die Prokuristin, Mutter und Gemeinderätin ist selbst Absolventin des Programms. „Berufliche Verantwortung, Familie und kommunalpolitisches Engagement unter einen Hut zu bringen, funktioniert nicht jeden Tag nach demselben Plan. Umso wichtiger sind ein unterstützendes Umfeld, Flexibilität und der Austausch mit anderen Frauen, die ähnliche Erfahrungen machen. Das NÖ Politik Mentoring-Programm hat mir gezeigt, welchen Wert solche Netzwerke haben. Deshalb freut es mich besonders, die Alumnae heute bei uns im Unternehmen begrüßen zu dürfen“, so Michaela Stix.
Die Diskussion zeigte die unterschiedlichen Perspektiven auf Mehrfachbelastung: Neben persönlichen Erfahrungen standen die Verteilung unbezahlter Arbeit und des sogenannten Mental Load, gesellschaftliche Rollenbilder, Kinderbetreuung, familienfreundliche Arbeitsbedingungen sowie die Vereinbarkeit von politischem beziehungsweise gesellschaftlichem Engagement und Familienleben im Mittelpunkt. Die Zusammensetzung des Panels verband dabei Politik, Unternehmertum, kommunales Engagement und persönliche Erfahrung.
Einen weiteren Schwerpunkt bildete die Situation von Unternehmerinnen. Für Selbstständige kann ein Betrieb während Schwangerschaft, Mutterschutz oder Familienzeit nicht einfach pausieren. Frau in der Wirtschaft setzt sich daher unter anderem für bessere Rahmenbedingungen rund um Kinderbetreuung und Kinderbetreuungsgeld sowie für Verbesserungen für Unternehmerinnen während des Mutterschutzes ein. Daher fordert Frau in der Wirtschaft NÖ gemeinsam mit der Sozialversicherung der Selbstständigen auch die monatliche Auszahlung des Wochengeldes und einen zusätzlichen Betriebszuschuss von 550 Ꞓ für Unternehmerinnen. „Unternehmerinnen tragen tagtäglich viel Verantwortung – für ihre Familien, ihre Betriebe, ihre Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter und natürlich auch für ihre Kundinnen und Kunden. Ich weiß aus eigener Erfahrung, dass es nicht immer einfach ist, all das unter einen Hut zu bringen. Deshalb braucht es Rahmenbedingungen, die auch die Lebensrealität selbstständiger Frauen berücksichtigen. Familie und wirtschaftlicher Erfolg dürfen kein Widerspruch sein. Wenn wir mehr Frauen ermutigen wollen, den Schritt in die Selbstständigkeit zu wagen und Führungsverantwortung zu übernehmen, müssen wir Vereinbarkeit neu denken – und dabei auch die Unternehmerinnen selbst in den Mittelpunkt stellen“, so Vera Sares, Landesvorsitzende Frau in der Wirtschaft NÖ.
Das Alumnae-Zukunftsnetzwerk führt einen wesentlichen Gedanken des Politik Mentoring-Programms weiter: Frauen sollen nicht nur während eines einzelnen Programmdurchgangs von Erfahrung, Wissen und Kontakten profitieren, sondern langfristig miteinander verbunden bleiben. Absolventinnen können sich weiterhin austauschen und an Vernetzungstreffen teilnehmen. Das Land Niederösterreich will damit den entstandenen Austausch nachhaltig stärken und Frauen in der Kommunalpolitik miteinander vernetzen.
Der Abend bei STYX machte dabei sichtbar, dass die Herausforderungen rund um Vereinbarkeit und Mehrfachbelastung je nach Lebens- und Berufsrealität unterschiedlich aussehen – gleichzeitig aber der Austausch zwischen Politik, Wirtschaft und Frauen mit praktischer Erfahrung neue Perspektiven und Lösungsansätze eröffnen kann. Mehr zum Alumnae-Zukunftsnetzwerk des NÖ Politik Mentoring-Programms unter: Alumnae-Zukunftsnetzwerk des NÖ Politik Mentoring-Programms
Weitere Informationen: Büro LR Teschl-Hofmeister, Pressesprecher Dieter Kraus, Telefon: 02742/9005-12655, E-Mail: [email protected]
Rückfragen & Kontakt
Amt der Niederösterreichischen Landesregierung
Landesamtsdirektion/Öffentlichkeitsarbeit
Mag. (FH) Kathrin Vollkrann
Telefon: 02742/9005-12312
E-Mail: [email protected]
OTS-ORIGINALTEXT PRESSEAUSSENDUNG UNTER AUSSCHLIESSLICHER INHALTLICHER VERANTWORTUNG DES AUSSENDERS - WWW.OTS.AT | NLK






