• 01.10.2026, 11:45:03
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„Literaturpreis der Österreichischen Industrie – Anton-Wildgans-Preis“ an Karin Peschka verliehen

Sprachliche Präzision, erzählerische Eigenständigkeit und ein eindringlicher Blick auf Menschen am Rand der Gesellschaft zeichnen die Autorin aus

Wien (OTS) - 

Karin Peschka wurde gestern Abend mit dem „Literaturpreis der Österreichischen Industrie – Anton Wildgans-Preis 2026“ ausgezeichnet. Die mit 15.000 Euro dotierte Auszeichnung wurde von Christoph Neumayer, Generalsekretär der Industriellenvereinigung (IV), im Haus der Industrie in Wien überreicht.

Die unabhängige Jury – em. Univ. Prof. Dr. Johann Holzner, ehemaliger Leiter des Brenner-Archivs, Mag. Dr. Manfred Müller, Geschäftsführer der Österreichischen Gesellschaft für Literatur und Autorin und Wildgans-Preisträgerin Barbara Neuwirth – würdigte Peschka als eine der eigenständigsten Stimmen der österreichischen Gegenwartsliteratur. Ihr Werk verbinde sprachliche Präzision mit einem wachen Blick auf gesellschaftliche Wirklichkeiten und mache Menschen sichtbar, die häufig am Rand der öffentlichen Aufmerksamkeit stehen.

„Gerade in einer Zeit tiefgreifender technologischer und gesellschaftlicher Veränderungen braucht es Literatur, die Orientierung gibt, Perspektiven eröffnet und den Blick auf das Wesentliche lenkt. Seit 1962 zeichnet der Anton-Wildgans-Preis Autorinnen und Autoren aus, deren Werk von besonderer literarischer und gesellschaftlicher Relevanz ist. Karin Peschka reiht sich mit ihrer unverwechselbaren Stimme und ihrem beeindruckenden literarischen Schaffen in diese bedeutende Tradition ein“, betonte IV-Generalsekretär Christoph Neumayer bei der Verleihung.

Die Laudatio hielt Johann Holzner, der insbesondere den Roman „Dschomba“ als herausragendes Werk der österreichischen Gegenwartsliteratur hervorhob. Holzner würdigte Peschkas Fähigkeit, historische Erinnerung, gesellschaftliche Ausgrenzung und individuelle Lebensgeschichten zu einer ebenso eindringlichen wie sprachlich außergewöhnlichen Literatur zu verbinden. Besonders beeindruckend sei ihr Blick auf Menschen, die sonst oft übersehen würden, sowie ihre präzise, klare und kraftvolle Sprache.

Den künstlerischen Teil des Abends gestalteten Karin Peschka, der Harmonikaspieler Stefan Sterzinger und die Ö1-Moderatorin Nicole Dietrich gemeinsam. Peschka präsentierte eigens für die Preisverleihung verfasste Texte, in denen sie anhand tagebuchartiger Notizen die Entstehung ihrer Dankesrede reflektierte und Einblicke in ihren Schreibprozess gab. Musikalische Beiträge von Stefan Sterzinger sowie ein Gespräch mit Nicole Dietrich rundeten das Programm ab. Zudem kündigte die Autorin an, dass ihr neuer Roman „Torpor“ am 27. März 2027 im Otto Müller Verlag erscheinen wird.

Über die Preisträgerin

Karin Peschka, geboren 1967 in Linz, wuchs in Eferding in Oberösterreich auf und lebt heute in Wien. Nach Tätigkeiten im Sozialbereich sowie in der Online-Redaktion widmet sie sich seit vielen Jahren ausschließlich dem literarischen Schreiben. Mit ihrem Debütroman „Watschenmann“ gelang ihr der literarische Durchbruch. Es folgten unter anderem die Romane „FanniPold“, „Putzt euch, tanzt, lacht“ und „Dschomba“ sowie der Erzählband „Autolyse Wien“.

In ihrem Werk beschäftigt sich Peschka immer wieder mit Fragen von Zugehörigkeit, Erinnerung, gesellschaftlichen Brüchen und den Lebensrealitäten von Außenseitern. Ihre Bücher zeichnen sich durch sprachliche Präzision, feine Ironie und große Empathie für ihre Figuren aus.

Über den „Literaturpreis der Österreichischen Industrie – Anton-Wildgans-Preis“

Der „Literaturpreis der Österreichischen Industrie – Anton-Wildgans-Preis“ wird seit 1962 auf Vorschlag einer unabhängigen Jury vergeben und zählt zu den renommiertesten Literaturauszeichnungen Österreichs. Er würdigt Autorinnen und Autoren der jüngeren oder mittleren Generation mit österreichischer Staatsbürgerschaft, deren Werk von besonderer literarischer und gesellschaftlicher Relevanz ist.

Zu den bisherigen Preisträgerinnen und Preisträgern zählen unter anderem Ingeborg Bachmann, Thomas Bernhard, Christoph Ransmayr, Daniel Kehlmann, Laura Freudenthaler, Wolf Haas und nun Karin Peschka.

Fotos (Copyright: Markus Prantl) der Preisverleihung finden Sie HIER.

Rückfragen & Kontakt

Industriellenvereinigung
Marlena Mayer, BA
Telefon: +43 (1) 711 35-2315
E-Mail: [email protected]
Website: https://www.iv.at

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