- 01.10.2026, 10:01:42
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FW-Schachner: Bauwirtschaft braucht Aufträge statt Strategiepapiere!
Vorschläge der Gewerkschaft Bau-Holz verdienen Prüfung – FW-Wohnbausprecher Schachner fordert seit Monaten konkrete Maßnahmen für Wohnbau, Eigentum und Investitionen.
Die Forderung der Gewerkschaft Bau-Holz nach einer „Baustrategie Rot-Weiß-Rot“ greift zentrale Probleme der Branche auf. Für die Freiheitliche Wirtschaft steht jedoch fest: Nach Jahren erheblicher Belastungen für die Bau- und Immobilienwirtschaft darf die politische Antwort nicht bei einem weiteren Strategiepapier stehen bleiben.
FW-Wohnbausprecher René Schachner, MSc hat bereits vor Monaten konkrete Maßnahmen zur Wiederbelebung des Wohnbaus eingefordert und einen umfassenden Maßnahmenplan vorgelegt. Umso mehr begrüßt er, dass die Probleme der Branche nun auch von anderer Seite aufgegriffen werden. Entscheidend sei aber, dass aus Forderungen endlich konkrete politische Maßnahmen werden.
Hohe Baukosten durch horrende Energiepreise, hohe Lohnkosten und überschießende Baunormen, gestiegene Finanzierungskosten und restriktive Finanzierungsvorgaben haben den Wohnbau massiv getroffen. Die frühere KIM-Verordnung ist zwar ausgelaufen, wesentliche Richtwerte finden sich jedoch weiterhin in der aufsichtlichen Erwartungshaltung der FMA. Gleichzeitig bleibt Wohnraum stark nachgefragt. Entscheidend ist daher, Finanzierungen wieder leichter zugänglich zu machen und Investitionen tatsächlich auszulösen.
Aus Sicht der Freiheitlichen Wirtschaft braucht es deshalb rasch konkrete Schritte: flexiblere und stärker auf die individuelle Bonität abgestellte Wohnbaufinanzierungen, schnellere Bau- und Widmungsverfahren, einen One-Stop-Shop für Genehmigungen sowie verbindliche Entscheidungsfristen. Das FW-Wirtschaftsprogramm fordert zudem, Investitionen durch attraktivere Investitionsfreibeträge, degressive Abschreibungen und realistischere Abschreibungszeiten zu erleichtern. Ebenso sollen regulatorische Vorgaben wirtschaftlich gesunde Kreditnehmer und KMU nicht unnötig von Finanzierungen abschneiden.
Dazu kommen niedrigere Lohnnebenkosten, leistbare Energie und eine Beschleunigung öffentlicher und privater Bauvorhaben. Denn jeder zusätzliche Bauauftrag schafft Wertschöpfung weit über die Baustelle hinaus – vom Baumeister über Installateur, Elektriker, Maler und Fliesenleger bis zum Baustoffhandel.
FW-Wohnbausprecher René Schachner, MSc: „Es ist gut, wenn nun auch andere jene Probleme erkennen, auf die wir seit Monaten hinweisen. Aber die Bauwirtschaft braucht keine weiteren Ankündigungen und jahrelangen Strategiedebatten. Häuslbauer brauchen finanzierbare Kredite, Betriebe brauchen Aufträge und Investoren verlässliche Rahmenbedingungen. Es braucht Taten statt Worte: Finanzierungshürden runter, Verfahren beschleunigen und Investitionen erleichtern. Jeder weitere verlorene Monat kostet Betriebe, Arbeitsplätze und dringend benötigten Wohnraum.“
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