• 01.10.2026, 09:24:02
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Arbeitsmarktlage Ende September: Mehr Beschäftigungsverhältnisse trotz steigender Arbeitslosigkeit

Wien (OTS) - 

Die Arbeitslosigkeit liegt Ende September weiterhin um rund +7.400 (+2,5% auf 306.600) über dem Wert von 2025. Die Register-Arbeitslosenquote beträgt 7,1 % (+0,1%-Punkte gegenüber September 2025). Die Beschäftigung steigt gegenüber dem Vorjahr (geschätzt +8.000 Beschäftigungsverhältnisse).

Die steigende Arbeitslosigkeit betrifft beinahe alle Altersgruppen und alle Bundesländer mit Ausnahme von Wien.

Der Zuwachs an Arbeitslosen und AMS-Schulungsteilnehmenden gegenüber dem Vorjahr blieb über die letzten Monate annähernd stabil, verringerte, das heißt verbesserte sich allerdings im September. Die Zahl der Arbeitslosen und AMS-Schulungsteilnehmenden erreicht im September 2026 den Gesamtwert von rund 381.200 (+6.000 oder +1,6% gegenüber dem Vorjahr).

Die Situation am Arbeitsmarkt im Detail:

Die Arbeitslosigkeit von Frauen erhöht sich im September mit +6,0%, während die Arbeitslosigkeit der Männer leicht sinkt (-0,6%).

Die Jugendarbeitslosigkeit sinkt Ende September 2026 wieder etwas (-507 oder -1,5%).

Die Zahl der beim AMS gemeldeten sofort verfügbaren Lehrstellensuchenden steigt deutlich (+8,0% oder +870), während die Zahl der beim AMS gemeldeten offenen Lehrstellen (+38) gegenüber dem Vorjahr stagniert.

Die Lehrstellenlücke beträgt somit -3.977 Stellen.

Die Arbeitslosigkeit von Personen mit ausländischer Staatsbürgerschaft stagniert mit -0,2%, während sich die Arbeitslosigkeit von Inländer:innen um +4,3% erhöht.

Da die Zahl der Arbeitssuchenden schon über viele Monate ansteigend ist, wächst auch die Zahl der Langzeitbeschäftigungslosen mit Status Arbeitslos und mindestens einem Jahr AMS-Vormerkung auf 104.101 (+10.311 oder +11,0%). Der Anteil der Langzeitbeschäftigungslosen an allen arbeitslos vorgemerkten Personen liegt bereits bei 34%.

Die Bestandszahl der beim AMS gemeldeten sofort verfügbaren offenen Stellen sinkt Ende September 2026 gegenüber dem Vorjahr um -0,5% auf 78.267.

Der Zugang an offenen Stellen beim Arbeitsmarktservice ist im September mit -4,0 gegenüber dem Vorjahr ebenso rückläufig (-1.963).

Frauen am Arbeitsmarkt: Beschäftigung und wirtschaftliche Eigenständigkeit stärken

Frauen sind von der weiterhin angespannten Lage am Arbeitsmarkt stärker betroffen. Ende September 2026 sind rund 8.300 Frauen mehr arbeitslos vorgemerkt als vor einem Jahr – ein Anstieg um 6,0 Prozent. Bei Männern ist die Arbeitslosigkeit im Jahresvergleich hingegen leicht rückläufig (-0,6 Prozent).

Gender Pay Gap: Lohnlücke konsequent weiter schließen

Wirtschaftliche Eigenständigkeit hängt jedoch nicht nur davon ab, ob Frauen erwerbstätig sind. Entscheidend ist auch, unter welchen Bedingungen sie arbeiten und welches Einkommen sie erzielen. Nach wie vor bestehen hier deutliche Unterschiede zwischen Frauen und Männern.

Der internationale Equal Pay Day der Vereinten Nationen am 18. September macht daher auf die weltweit bestehenden Einkommensunterschiede zwischen Frauen und Männern aufmerksam. Auch in Österreich besteht weiterhin deutlicher Handlungsbedarf: Der Gender Pay Gap, gemessen an den durchschnittlichen Bruttostundenverdiensten, lag lt. Eurostat im Jahr 2024 bei 17,6 Prozent. Damit lag Österreich deutlich über dem EU-Durchschnitt von 11,1 Prozent und zählt zu den Ländern mit den größten Lohnunterschieden zwischen Frauen und Männern innerhalb der Europäischen Union.

Arbeits- und Sozialministerin Korinna Schumann: „Frauen sind von der derzeitigen Zunahme der Arbeitslosigkeit stärker betroffen. Frauen brauchen gute Beschäftigungschancen und eine eigenständige finanzielle Absicherung. Dazu gehört vor allem eine faire Bezahlung. Gleiche und gleichwertige Arbeit muss gleich bezahlt werden. Mit der Lohntransparenzrichtlinie gibt es ein Werkzeug, das diese ungerechtfertigten Unterschiede klar und deutlich sichtbar macht.“ Schumann verweist auf die Koalitionspartner, auf deren Rückmeldung zum Gesetzesentwurf man weiterhin wartet: „Die EU-Richtlinie steht im Regierungsprogramm und ist umzusetzen, damit Frauen endlich die gleichen Chancen haben wie Männer, und zwar in allen Bereichen.“

Rückfragen & Kontakt

Bundesministerium für Arbeit, Soziales, Gesundheit, Pflege und
Konsumentenschutz (BMASGPK)
E-Mail: [email protected]
Website: https://sozialministerium.gv.at

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