- 30.09.2026, 14:45:32
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Hanke: Es geht um die Arbeitsplätze von morgen. Forschung muss stärker in Wertschöpfung übersetzt werden.
Forschungs- und Technologiebericht 2026 zeigt starke Ausgangsposition Österreichs. Fokus auf Schlüsseltechnologien, technologische Souveränität und wirksame Forschungsförderung.
Österreich investiert auch 2026 auf hohem Niveau in Forschung und Entwicklung. Laut Forschungs- und Technologiebericht 2026 werden die F&E-Ausgaben heuer voraussichtlich 17,63 Milliarden Euro oder 3,34 Prozent des Bruttoinlandsprodukts erreichen. Damit liegt Österreich weiterhin über dem europäischen Zielwert von drei Prozent. Bei der Forschungsquote lag Österreich zuletzt auf Platz drei innerhalb der EU.
Der Forschungs- und Technologiebericht 2026, der heute im Wissenschaftsausschuss des Nationalrates präsentiert wurde, stellt Resilienz und technologische Souveränität in geopolitisch herausfordernden Zeiten in den Mittelpunkt. Forschung und Innovation werden dabei zunehmend als strategische Ressource verstanden: Sie sollen dazu beitragen, Abhängigkeiten zu reduzieren, Risiken früher zu erkennen und Europas technologische Handlungsfähigkeit zu stärken.
Bundesminister für Innovation, Mobilität und Infrastruktur Peter Hanke: „Österreich investiert viel in Forschung und hat dafür eine ausgezeichnete Ausgangsposition. Entscheidend ist für mich aber nicht allein, wie viel Geld wir einsetzen, sondern was wir damit erreichen. Wir müssen unsere Mittel dort bündeln, wo sie den größten Hebel für Innovation, Wertschöpfung und hochwertige Arbeitsplätze entwickeln.“
Genau darauf richtet das BMIMI seine Forschungs- und Innovationspolitik aus. Im Zentrum stehen Schlüsseltechnologien und Stärkefelder sowie die Unterstützung industrieller Transformation. Gleichzeitig sollen Förderverfahren vereinfacht, Prozesse in den Förderagenturen gestrafft und Forschungsergebnisse schneller in die Anwendung gebracht werden.
Rund eine Milliarde Euro für Schlüsseltechnologien
Mit der Industriestrategie 2035 und dem FTI-Pakt 2027-2029 setzt die Bundesregierung einen besonderen Schwerpunkt auf Schlüsseltechnologien und Stärkefelder. Das BMIMI plant dafür im Zeitraum 2026 bis 2029 rund eine Milliarde Euro ein. Im Fokus stehen unter anderem Künstliche Intelligenz, Chips und Halbleiter, Quantentechnologien, fortgeschrittene Produktions- und Materialtechnologien sowie Weltraumtechnologien.
Bundesminister Hanke: „Wer Schlüsseltechnologien beherrscht, schafft sich wirtschaftliche Stärke und technologische Handlungsfähigkeit. Unser Ziel muss daher sein, Forschung und Know-how in Europa zu halten und daraus möglichst viel Wertschöpfung in Österreich zu machen. Bei KI, Chips, Quanten, neuen Materialien oder Weltraumtechnologien geht es längst nicht mehr nur um Forschungspolitik. Es geht um die Wettbewerbsfähigkeit unseres Standorts und um die Arbeitsplätze von morgen.“
Ein konkretes Beispiel ist die Transformations-Offensive von rund 600 Millionen Euro für 2026 bis 2029, die gezielt in österreichischen Stärkefeldern wie Energie-, Umwelt- und Mobilitätstechnologien ansetzt. Hinzu kommen die österreichischen Investitionen von 340 Millionen Euro in die ESA für die kommenden Jahre. Damit soll die europäische technologische Souveränität im Weltraumbereich gestärkt und gleichzeitig das Marktpotenzial für österreichische Unternehmen genutzt werden.
Österreich erfolgreich bei Horizon Europe
Auch auf europäischer Ebene ist Österreich stark positioniert. Österreichische Akteurinnen und Akteure verzeichnen inzwischen mehr als 4.000 Beteiligungen an Horizon Europe, dem aktuellen Forschungs- und Innovationsprogramm der EU. Bis August 2026 wurden von österreichischen Institutionen 1,973 Milliarden Euro an EU-Förderungen eingeworben.
Einen weiteren Schwerpunkt setzt Hanke bei der wirtschaftlichen Verwertung von Forschungsergebnissen. Staatliche Forschungsförderung soll stärker dazu beitragen, aus Forschung neue Produkte, Unternehmen, Produktionskapazitäten und Arbeitsplätze entstehen zu lassen. Dabei soll künftig auch die öffentliche Beschaffung eine größere Rolle spielen. Bis Jahresende wird in Zusammenarbeit mit dem Wirtschaftsministerium der Aktionsplan für strategische öffentliche Beschaffung erarbeitet. Ziel ist, die öffentliche Hand stärker als Anker- und Referenzkunden für innovative Technologien einzusetzen und damit europäische Wertschöpfung, Resilienz und technologische Souveränität zu unterstützen.
Bundesminister Hanke abschließend: „Österreich ist stark in der Forschung. Unser Anspruch muss jetzt sein, diese Stärke noch besser in Innovationen am Markt, Produktion und Arbeitsplätze zu übersetzen. Forschung ist für mich dann besonders erfolgreich, wenn aus einer guten Idee eine Technologie wird, aus einer Technologie ein marktfähiges Produkt und daraus Wertschöpfung und gute Jobs in Österreich und Europa entstehen.“
Hintergrund:
Der Forschungs- und Technologiebericht wird jährlich erstellt und dient als Lagebericht über die aus Bundesmitteln geförderte Forschung, Technologie und Innovation in Österreich. Er entsteht im Auftrag des Bundesministeriums für Frauen, Wissenschaft und Forschung, des Bundesministeriums für Innovation, Mobilität und Infrastruktur sowie des Bundesministeriums für Wirtschaft, Energie und Tourismus.
Rückfragen & Kontakt
BM für Innovation, Mobilität und Infrastruktur
Robert Lechner
Telefon: +43 1 71162-658116
E-Mail: [email protected]
Website: https://www.bmimi.gv.at/
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