- 30.09.2026, 10:45:02
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Land Niederösterreich verleiht Wissenschaftspreise 2026
LH Mikl-Leitner/LH-Stv. Pernkopf: Spitzenforschung und lebendige Wissenschaftsvermittlung stärken Innovation, Wohlstand und gesellschaftlichen Fortschritt
Jährlich vergibt das Land Niederösterreich Preise für besondere wissenschaftliche Leistungen. Die Wissenschaftspreise 2026 wurden am gestrigen Dienstagabend im Haus der Digitalisierung in Tulln von Landeshauptfrau Johanna Mikl-Leitner und LH-Stellvertreter Stephan Pernkopf überreicht.
Die Landeshauptfrau betonte die Bedeutung einer vielseitigen Forschungslandschaft angesichts globaler Herausforderungen. „Für Antworten auf Fragen rund um die Nutzung Künstlicher Intelligenz, neuer Therapien oder auch sicherer Energieversorgung und des Klimaschutzes braucht es die ganze Vielfalt der Wissenschaft“, sagte sie.
Niederösterreich habe deshalb in den vergangenen Jahrzehnten massiv in Einrichtungen wie das ISTA Klosterneuburg, MedAustron in Wiener Neustadt und andere wissenschaftliche Einrichtungen investiert und sich als international anerkanntes Wissenschaftsland etabliert. „Über all diesen Einrichtungen steht ein gemeinsames Ziel: die Mission Nobelpreis“, erklärte Mikl-Leitner. Sie sei Ausdruck des Strebens nach Exzellenz, „denn mit Mittelmäßigkeit werden wir die großen Herausforderungen nicht stemmen können.“ Und Exzellenz bedeute, es brauche die besten Forscherinnen und Forscher sowie die besten Rahmenbedingungen für Wissenschaft und Forschung. „Denn Wissenschaft schafft Innovation, Innovation bringt neue Technologien, neue Produkte, Prozesse und Verfahren mit sich – und damit neue, zukunftsträchtige Arbeitsplätze, Wertschöpfung und Wohlstand für uns alle“, so die Landeshauptfrau.
Besonderen Wert lege Niederösterreich zudem auf die Wissenschaftsvermittlung, führte sie aus. „Wissenschaft ist schwer erklärbar, sie muss erlebbar sein. Deshalb bringen wir sie mit Initiativen wie dem Haus der Wildnis, dem VISTA am ISTA und dem Forschungsfest zu den Menschen.“ Dabei gehe es ums Entdecken, Experimentieren und Hinterfragen. Letzteres halte Mikl-Leitner in einer Welt von Social Media und Fake News für ganz wichtig. „Wissenschaft stärkt die Fähigkeit, zu hinterfragen, und ich wünsche mir, dass Menschen Dinge hinterfragen, Zusammenhänge verstehen und sich eine eigene Meinung bilden können. Das ist der beste Schutz vor Manipulation“, zeigte sich die Landeshauptfrau überzeugt.
Auch LH-Stellvertreter Stephan Pernkopf bezeichnete die Wissenschaftsvermittlung als „Gebot der Stunde“, um Ängsten vor neuen Entwicklungen und Herausforderungen entgegenzuwirken. Niederösterreich beschreite hierbei mit Formaten wie dem Forschungsheurigen „Heureka“, der Langen Nacht der Forschung oder dem Science Center im Haus der Digitalisierung neue Wege. „Unlängst war auch die MS Wissenschaft bei uns – ein Schiff, das von Deutschland nach Österreich gefahren ist zum Thema ,Zukunft der Medizin´. Damit haben wir wieder tausende junge Menschen erreicht“, verwies er auf eine weiteres Beispiel für Wissenschaftsvermittlung.
Der LH-Stellvertreter meinte zudem, Entwicklungen wie etwa, dass alle großen Universitäten mittlerweile Standorte im Bundesland aufgebaut hätten, würden zeigen, wie stark sich Niederösterreich als Wissenschaftsland positioniert habe. „Das spricht für eine hervorragende Zusammenarbeit über Ländergrenzen hinweg und zeigt deutlich: Wissenschaft und Forschung stehen wie kein zweiter Bereich für Internationalität und Weltoffenheit.“
Neben der Planungssicherheit für Forschung und Wissenschaft sei vor allem die Freiheit der Forschung ein unumstößliches Gut, unterstrich Pernkopf weiters. „Eine Wissenschaft ohne Freiheit kann es nicht geben. Und eine Demokratie ohne die Freiheit der Wissenschaft wird es auch nicht geben“, stellte er klar. Die Politik müsse hierbei als Schutzpatron agieren, „denn alle Transformationen, die in unserer Gesellschaft vor uns liegen, können nur durch Wissenschaft und Forschung gelöst werden“, so der LH-Stellvertreter.
Die Preisträger in der Kategorie „Wissenschaft Zukunft Preis 2026“, verliehen für Top-Leistungen an junge Akademikerinnen und Akademiker am Beginn ihrer wissenschaftlichen Karriere, sind: Leona Kohl und Luca Lippert (Masterarbeiten, Universität Wien), Georg Rabl (Masterarbeit, Universität für Bodenkultur Wien), Felix Neudecker (Dissertation, PhD, Universität für Bodenkultur Wien) und Sophia Steinbacher-Haid (Dissertation, PhD, TU Wien, Karl Landsteiner Privatuniversität und ICC Water & Health).
Den „Preis für Innovative Hochschullehre 2025 der Abteilung Wissenschaft und Forschung des Landes Niederösterreich“ erhielten Isabell Grundschober und Heidrun Mauer für die Lehrveranstaltung „DigiWerkstatt – Ein hochschulübergreifendes kooperatives Lernmodell mit realen kommunalen Challenges“.
Die Anerkennungspreise 2026 gingen an Roland Bernhard (Kirchliche Pädagogische Hochschule Wien/Niederösterreich), Maria Ibanez (Institute of Science and Technology Austria), Julia Mourao Permoser (Universität für Weiterbildung Krems) und die Forschungsgruppe Translational Radiobiology (MedAustron, Medizinische Universität Wien).
Die Würdigungspreise 2026 erhielten Johann Georg Danzl (Institute of Science and Technology Austria) und Georg Gübitz (IFA-Tulln, Universität für Bodenkultur Wien).
Alle Details online auf www.noe.gv.at/wissenschaftspreisverleihung
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