• 29.09.2026, 12:49:33
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Migrant*innen-Selbstorganisationen: Vernetzung, Chancen und Generationenwechsel

Wien (OTS) - 

Auf Einladung von Vizebürgermeisterin und Integrationsstadträtin Bettina Emmerling und der Abteilung Integration und Diversität der Stadt Wien (MA 17) fand gestern im Wiener Rathaus das Community Forum 2026 statt. Unter dem Titel „Migrant*innen-Selbstorganisationen im Wandel“ diskutierten Vertreter*innen von Vereinen und Initiativen vor mehr als 300 Zuhörer*innen über die Entwicklung migrantischer Vereinsarbeit in Wien. Im Fokus standen die Bedeutung von ehrenamtlichen Engagements sowie die Frage, wie junge Menschen für die Mitgestaltung von Vereinen gewonnen werden können.

Vizebürgermeisterin und Integrationsstadträtin Bettina Emmerling hob in ihrer Begrüßungsrede die Bedeutung des Ehrenamts in Migrant*innen-Organisationen und die Chancen des Generationenwechsels hervor: „Das Ehrenamt ist das höchste Amt, das man übernehmen kann und in den Migrant*innen-Selbstorganisationen übernehmen es viele neben Beruf und Familie. Diese Vereine unterstützen die Stadt maßgeblich bei der Integration. Wenn eine junge Generation Verantwortung übernimmt, bringt das neue Möglichkeiten für die Vereine und für Wien.“

Vielfältige Aufgabengebiete

Im Zentrum der Podiumsdiskussion mit Jagoda Dekić (Vorsitzende des Sport- und Kulturverein Jedinstvo), Željana Jurić (Gründerin und Geschäftsführerin des Vereins buntaž - Das Netzwerk für Chancengleichheit), Anca Hociota (Community Kommunikatorin für Rumänische Communitys), Haiying Zheng (Boya Chinesisches Bildungsinstitut), Bilgi Yildirim (Obfrau des Vereins SAM-DER Austria Kultur-, Bildungs-, Integrationsverein) und Tajir Ahmed Abdullahi (Obmann des Bildung - Kultur und Integrationsverein BKI) standen die Erfahrungen und Herausforderungen im Vereinsalltag. Die Diskutant*innen zeichneten ein Bild der vielfältigen Aufgaben von Migrant*innen-Organisationen, die von Bildungs- und Beratungsarbeit über sportliche sowie kulturelle Angebote bis hin zur Unterstützung von Frauen, Familien und Jugendlichen reichen.

Zwischen Tradition und Wandel

Ein weiterer Diskussionspunkt des Community Forums war der Generationenwechsel in den Vereinen. Während einige Organisationen bereits seit mehreren Jahrzehnten bestehen, wurden andere erst in den vergangenen Jahren gegründet. Der Austausch zeigte, dass sich die Erwartungen junger Menschen an Vereinsarbeit verändern. Gefragt sind zunehmend flexible Beteiligungsmöglichkeiten, digitale Kommunikation und Angebote, die an den Lebensrealitäten einer jungen, vielfältigen Generation anknüpfen. Neben neuen Themenfeldern und Arbeitsweisen eröffnet dieser Wandel auch Chancen, bestehende Strukturen weiterzuentwickeln und die Selbstrepräsentation langfristig zu stärken.

Wichtige Partner*innen der Stadt

„Migrant*innen-Organisationen sind zentrale Partnerinnen für unsere Abteilung und die Stadt Wien. Gemeinsam diskutieren wir Herausforderungen, die eine wachsende und internationale Stadt mit sich bringen und wie Selbstrepräsentation gestärkt werden kann“, betonte Theodora Manolakos, Leiterin der Abteilung Integration und Diversität.

Mit dem Community Forum schafft die Stadt Wien jährlich einen Raum für Austausch, Vernetzung und Dialog zwischen Vertreter*innen von Migrant*innen-Organisationen und Stadtverwaltung. Ziel ist es, unterschiedliche Perspektiven sichtbar zu machen, aktuelle Herausforderungen zu diskutieren und gemeinsame Lösungsansätze für ein gutes und respektvolles Zusammenleben in Wien zu entwickeln.

Pressefotos unter https://presse.wien.gv.at/bilder

Rückfragen & Kontakt

Radosl̸aw Żak
Stadt Wien - Integration und Diversität (MA 17)
Telefon: +43 676 8118 81552
E-Mail: [email protected]

Marko Knöbl
Mediensprecher der Vizebürgermeisterin Bettina Emmerling
Telefon: +43 1 4000 83203
E-Mail: [email protected]

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