• 29.09.2026, 10:01:13
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Hattmannsdorfer: In geopolitisch härteren Zeiten Beziehungen mit Nordafrika stärken

Wirtschaftsminister reist mit mehr als 20 österreichischen Unternehmen nach Tunesien und Algerien – Umwelttechnik, Energie und Wasserstoff im Fokus

Wien (OTS) - 

„In geopolitisch härteren Zeiten müssen wir unsere Beziehungen zu den Nachbarn stärken und einseitige Abhängigkeiten reduzieren. Nordafrika liegt direkt vor unserer Haustür. Tunesien und Algerien brauchen Investitionen in Wasser, Energie und Infrastruktur – und österreichische Unternehmen haben dafür Technologie und Know-how. Meine Aufgabe als Wirtschaftsminister ist klar: Türen öffnen, Kontakte herstellen und dafür sorgen, dass aus Potenzial konkrete Aufträge und Investitionen werden“, so Wirtschaftsminister Wolfgang Hattmannsdorfer.

Wirtschaftsminister Wolfgang Hattmannsdorfer reist von 29. September bis 2. Oktober 2026 mit einer Wirtschaftsdelegation aus mehr als 20 österreichischen Unternehmen und Institutionen nach Tunesien und Algerien. Die Mission verbindet politische Gespräche mit Unternehmensbesuchen, Wirtschaftsforen und B2B-Terminen. Inhaltlich stehen Wasser- und Umwelttechnik, Energiekooperation sowie der Wasserstoff-Südkorridor im Mittelpunkt.

Warum Nordafrika für Österreich wichtiger wird

  • Algerien und Tunesien kommen 2026 zusammen auf rund 60,4 Mio. Einwohnerinnen und Einwohner – rund 6,6-mal so viele wie Österreich (9,2 Mio.).
  • Die Bevölkerung ist deutlich jünger: Nach UN-Projektionen sind 2026 rund 29,5 % der Menschen in Algerien und 23,0 % in Tunesien jünger als 15 Jahre; in Österreich sind es rund 14,0 %.
  • Europa ist bereits der zentrale Handelspartner der Region: 2023 gingen 63 % der nordafrikanischen Exporte nach Europa, 43 % der Importe kamen aus Europa. Der EU–Nordafrika-Warenhandel lag 2024 bei rund 193,9 Mrd. Euro.
  • Für Österreich ist die Energieperspektive zentral: FIW/wiiw erwartet, dass der Importanteil am österreichischen Wasserstoffbedarf bis 2040 auf 45 % steigt. Der Wasserstoff-Südkorridor ist als rund 3.300 km lange Verbindung von Algerien und Tunesien über Italien und Österreich nach Deutschland geplant und soll überwiegend bestehende Pipelineinfrastruktur nutzen.

„Die Reise nach Algerien und Tunesien bietet eine gute Gelegenheit, Österreichs Wirtschaftsbeziehungen in Nordafrika weiter auszubauen. Algerien verfügt insbesondere bei Energie und Infrastruktur über großes Potenzial. Auch in Tunesien sehen wir Chancen für österreichische Unternehmen, etwa in der Umwelttechnik, Wasseraufbereitung, Energieversorgung und Infrastruktur. Diese Möglichkeiten wollen wir nutzen, um bestehende Partnerschaften zu vertiefen und neue Kooperationen anzustoßen“, so WKÖ-Generalsekretär Jochen Danninger.

Das Reiseprogramm im Überblick

Dienstag, 29. September – Tunis: Nach der Ankunft startet die Mission mit einem Briefing der Wirtschaftsdelegation. Danach folgen der Besuch beim tunesischen Automobilzulieferer COFICAB und der von GIS Aqua erweiterten Trinkwasseraufbereitungsanlage El Golla. Am Nachmittag sind Gespräche zu Industrie und Energie, Umwelt sowie Wirtschaft und Planung geplant. Am Abend bringt ein Wirtschaftsforum mit CONECT rund 100 tunesische Unternehmensvertreterinnen und Unternehmensvertreter sowie Organisationen mit der österreichischen Delegation zusammen.

Mittwoch, 30. September – Tunis/Algier: Nach einem Pressegespräch zum Abschluss der Tunesien-Etappe fliegt die Delegation nach Algier. Dort stehen ein Briefing mit der Wirtschaftsdelegation, die Besichtigung einer Doppelmayr/Garaventa-Seilbahn, ein Gespräch mit Staatsminister Mohamed Arkab, Minister für Kohlenwasserstoffe und Bergbau, sowie der Besuch der Sonatrach-Raffinerie Sidi R’zine/Baraki auf dem Programm. Am Abend folgt ein Networking-Empfang mit der algerischen Business-Community.

Donnerstag, 1. Oktober – Algier: Im Zentrum steht das Ministertreffen zum Wasserstoff-Südkorridor mit Österreich, Deutschland, Italien und Algerien; Tunesien ist ebenfalls eingeladen. Parallel finden B2B-Termine statt. Geplant sind außerdem ein bilaterales Gespräch mit Mourad Adjal, Minister für Energie und erneuerbare Energien, sowie die High-Level Closing and Signing Ceremony des österreichisch-algerischen Wirtschaftsforums. Die Gespräche sollen die Zusammenarbeit bei Wasserstoff und erneuerbaren Energien weiter vertiefen.

Freitag, 2. Oktober – Algier/Wien: Am letzten Reisetag erfolgen die Abreise der Delegation und die Rückreise nach Österreich.

Mehr als 20 österreichische Unternehmen dabei

Dabei sind unter anderem folgende Unternehmen: AMAG, ANDRITZ, AVL List, BAUR, Energie Steiermark, EVG, fluvicon, Gas Connect Austria, GIS Aqua, HOT Engineering, OMV, PALFINGER, RHI Magnesita, Rosenbauer, Siemens Mobility Austria, TAG und VERBUND Green Hydrogen. Auswahl, nicht taxativ.

Rückfragen & Kontakt

Bundesministerium für Wirtschaft, Energie und Tourismus
E-Mail: [email protected]

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