- 29.09.2026, 10:00:32
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Psychische Belastungen: Viele Unternehmen erkennen Warnsignale zu spät
Arbeitspsychologe zeigt Handlungsbedarf auf
Work-Life-Balance, Quiet Quitting, Mental Health: Gerade jungen Menschen wird häufig eine überschwängliche Affinität zu diesen Schlagwörtern am Arbeitsmarkt nachgesagt. Das übergeordnete Ziel lautet „Psychische Gesundheit“ und betrifft nicht zuletzt alle Generationen, von Babyboomern bis Alpha. Seit 1995 steht sie mit dem ArbeitnehmerInnenschutzgesetz (ASchG) in der Pflicht der Arbeitgeber. Auch nach gut 20 Jahren nehmen jedoch nicht alle Unternehmen ihre Verantwortung wahr.
Eine Studie im Auftrag der Arbeiterkammer aus dem Jahr 2024 zeigt: Nur 70% der Unternehmen evaluieren regelmäßig die psychischen Belastungen ihrer Mitarbeitenden. „Wichtiger als die Evaluierung ist aber die Maßnahmensetzung“, erklärt Arbeits- und Organisationspsychologe MMag. Christian Pasteka, „Zu wissen, was los ist, ist die eine Sache. Eine sinnvolle Anwendung des ASchG findet aber nur dann statt, wenn die Ergebnisse echte Verbesserungen bewirken. Ansonsten ist es rein bürokratisches Abarbeiten von Vorschriften ohne Wirkung.“
Pasteka berät Unternehmen in der Umsetzung der Evaluierung psychischer Belastungen. „Die Daten landen zu oft in der Schublade. Wir müssen davon ausgehen, dass maximal ein Drittel der Unternehmen einen echten Nutzen aus den Evaluierungen zieht.“
Die Evaluierung der psychischen Belastungen ist für Unternehmen verpflichtend und sollte sinnvoll genutzt werden: „Der Nutzen geht weit über die gesetzliche Pflicht hinaus. Wir gehen dafür in mehreren Schritten vor“, erläutert Pasteka.
Im ersten Schritt werden die Belastungen mit einem standardisierten Fragebogen erhoben. „Wichtig ist hier das Vertrauen der Mitarbeitenden: Die Anonymität der Antworten muss garantiert werden.“ Pasteka arbeitet in diesem Schritt mit robin mood: Das Befragungstool bietet die nötigen Fragebögen und garantiert zertifizierte Anonymität.
Anschließend werden die Daten ausgewertet und Handlungsfelder abgeleitet. „Alle Beteiligten müssen von Anfang an eingebunden werden. Transparente Kommunikation ist das A und O, damit gesetzte Maßnahmen von allen mitgetragen werden“
, betont Pasteka. Aus den Handlungsfeldern entstehen konkrete Maßnahmen. Pasteka begleitet die Prozesse bis zum Management. Dann geht es in die Umsetzung.
Transparenz ist auch bei der Umsetzung ein entscheidender Faktor: „An dieser Stelle muss Mitarbeitenden klar sein: Warum wird etwas geändert? Welchen Zweck verfolgen diese Maßnahmen?“ Bei einer durchdachten Umsetzung in Kombination mit klarer Kommunikation wird aus einer lästigen gesetzlichen Pflicht eine wichtige Strategie, um die psychische Gesundheit der Mitarbeitenden langfristig sicherzustellen und so Stabilität im Betrieb zu gewährleisten.
Rückfragen & Kontakt
Bernhard Schwingsandl, MA | T: +43 1 585 69 69 - 26 |
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