- 29.09.2026, 09:08:32
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- OTS0033
Initiative weist Darstellung von Stadt Wien und Stadt Wien Marketing GmbH zurück
Klägerinnen lassen durch ihre Anwälte persönliche Motive und angebliches Interesse an Marktständen vorbringen – Initiative bezeichnet diese Darstellung als falsch und diffamierend
Stadt Wien und Stadt Wien Marketing GmbH lassen in ihren Schriftsätzen durch ihre Rechtsanwälte vorbringen, der Initiative bzw. ihrem Mediensprecher gehe es darum, für sich oder andere frühere Marktstandbetreiber wieder Plätze auf dem Wiener Christkindlmarkt zu bekommen.
In einem weiteren Schriftsatz wird sogar von einem „persönlichen Rachefeldzug" gesprochen.
Keine Marktstände, kein "Rachefeldzug": Die Initiative weist diese Darstellung entschieden zurück.
Wir bewerben uns seit mehreren Jahren unter dem geltenden Konzept nicht um Marktstände. Wir wollen keine alten Standplätze zurück.
Wir wollen den traditionellen Wiener Christkindlmarkt zurück.
Aus Sicht der Initiative ist die gegnerische Darstellung ihrer Motive falsch, diffamierend und in ihrer wiederholten persönlichen Zuspitzung herabwürdigend. Dass eine solche Wortwahl im Namen von Stadt Wien und Stadt Wien Marketing GmbH in anwaltlichen Schriftsätzen verwendet wird, hält die Initiative für sachlich unangemessen und unprofessionell.
Das Ziel der Initiative ist seit Jahren öffentlich bekannt: österreichische Kultur und Wiener Tradition erhalten und den ursprünglichen Charakter des Wiener Christkindlmarkts wiederherstellen. Familienbetriebe haben diesen Markt über Generationen mitaufgebaut und geprägt und sind damit Teil seiner Geschichte, seiner Identität und der österreichischen Kultur. Mit der Neuorganisation seit 2022 ist dieser traditionelle Charakter aus Sicht der Initiative weitgehend verloren gegangen.
Aus Sicht der Initiative wäre ein solcher Umgang mit gewachsenen kulturellen Traditionen etwa in Italien oder Frankreich kaum vorstellbar, weil dort die Bewahrung der eigenen Kultur einen besonders hohen Stellenwert genießt.
Bereits lange vor den heutigen Verfahren wurde deshalb ein Wechsel der Veranstalterstruktur gefordert.
Für uns geht es bei dieser Auseinandersetzung nicht um wirtschaftliche Motive, sondern um Kultur, Moral und Menschlichkeit. Dabei geht es auch um die Frage, wie man miteinander umgeht.
Der nahezu 800 Jahre alte Gedanke des persischen Dichters Saadi bedarf aus unserer Sicht keiner weiteren Erklärung.
Bani Adam
Die Kinder Adams sind einander Glieder,
denn in der Schöpfung sind sie eines Wesens.
Wenn die Zeiten einem Glied Schmerz bringen,
bleibt den anderen Gliedern keine Ruhe.
Wenn dich das Leid der anderen Menschen nicht berührt,
verdienst du nicht, dass du den Namen "Mensch" noch führst.
Saadi
Ob diese Werte von allen Beteiligten gleichermaßen geteilt werden, möge jeder Leser für sich beurteilen.
Rückfragen & Kontakt
Initiative "Rettet den Christkindlmarkt"
Amir Cavuoto, (Mediensprecher)
Telefon: +4369919667141
E-Mail: [email protected]
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