- 29.09.2026, 09:00:41
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Neumann-Hartberger: Landwirtschafts-, Ernährungs- und Konsumbildung sind Zukunftskompetenzen
Aktionstage der Bäuerinnen 2026 zum Thema “Vielfalt am Bauernhof“
Seit 2015 bringen Österreichs Bäuerinnen Landwirtschaft “für alle Sinne“ direkt in die Klassenzimmer. Mit ihren “Aktionstagen“, die rund um den Welternährungs- und den Weltlandfrauentag (15./16. Oktober) stattfinden, werden alljährlich rund 40.000 Kinder erreicht und für die Herkunft ihrer Lebensmittel, für nachhaltigen Konsum und die Arbeit der Landwirtinnen und Landwirte sensibilisiert. In elf Jahren erhielten bereits ungefähr 366.000 Tafelklassler:innen Besuch von einer Bäuerin (insgesamt 19.801 Bäuerinnen) und hatten damit frühe und oftmals erste Anknüpfungspunkte zu Landwirtschaft und Lebensmittelerzeugung.
Heuer wird mit einem neuen Thema auf die Vielfalt der heimischen Bauernhöfe hingewiesen. Die ersten Klassen der Volksschulen lernen dabei, welche verschiedenen Formen der Land- und Forstwirtschaft es bei uns gibt - etwa von der Gemüseerzeugung über Ackerkulturen, Tierhaltung, Forstwirtschaft, Schule am Bauernhof bis zu Urlaubsbauernhöfen und Betrieben mit sozialen Schwerpunkten (Green Care). Da jeder Hof anders ist, unterscheiden sich auch die Schwerpunkte der teilnehmenden Bäuerinnen und die Kinder erhalten vielfältige Einblicke.
“Landwirtschaftliches Wissen geht in der Gesellschaft immer mehr zurück. Dadurch entstehen Vorurteile und Falschinformationen über die landwirtschaftliche Arbeit, die durch frühzeitige Aufklärung vermieden werden können. Genau hier setzen wir mit unseren Aktionstagen an, schaffen Begegnungen, geben Einblicke in die Praxis und stärken das Verständnis für die heimische Landwirtschaft und regional erzeugte Lebensmittel“, betont Bundesbäuerin Irene Neumann-Hartberger.
Zwtl.: Mehr als Landwirtschaft
Für die Bäuerinnen Österreich geht es dabei um weit mehr als Informationen über die bäuerliche Arbeit. “Wer weiß, wie Lebensmittel entstehen, entwickelt ein anderes Bewusstsein für Qualität, Regionalität und den Wert von Lebensmitteln. Das ist Gesundheitsbildung, Konsumbildung und Lebensbildung zugleich und damit die Basis für eigenverantwortliche Entscheidungen“, so Neumann-Hartberger.
Da bei Kindern - Studien zufolge - nachhaltige Lerneffekte entstehen, wenn sie selbst ausprobieren, beobachten, verkosten und Zusammenhänge erleben können - ein Zugang, der ihnen leider zu selten möglich ist - sehen die Bäuerinnen Österreich großes Potenzial in praxisnahen Bildungsangeboten wie ihren Aktionstagen, Schule am Bauernhof und den Seminarbäuerinnen. Auch im Positionspapier zum “Internationalen Jahr der Bäuerin 2026“ wird der Ausbau agrarpädagogischer Bildungsangebote ausdrücklich als Zukunftsaufgabe genannt.
Wie wichtig diese Bildungsarbeit ist, belegt das große Interesse am Hochschullehrgang LEBENSmittelwissen - von den Bäuerinnen Österreich und der Hochschule für Agrar- und Umweltpädagogik (HAUP) für Pädagog:innen und Lehramtsstudent.innen initiiert. “Die mittlerweile 124 Absolvent:innen haben Projekte von Schulgärten über Kochworkshops bis hin zu mehrmonatigen Lebensmittelprogrammen entwickelt und sich klar zur stärkeren Verankerung regionaler und saisonaler Lebensmittel in ihren Bildungseinrichtungen bekannt“, erläutert Petra Markolin, Projektverantwortliche an der HAUP.
“Jeder Einsatz für die Lebensmittelproduktion und Landwirtschaft von der Elementarpädagogik bis zur Hochschule ist eine Investition in die Ernährungsbildung und schlussendlich in ein bewusstes Konsumverhalten“, betont Neumann-Hartberger abschließend.
Passende Bilder stehen hier zum Download bereit: https://www.baeuerinnen.at/pressefotos. (Schluss)
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Bäuerinnen Österreich
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Dipl.-Ing. Michaela Glatzl, M.A.
Geschäftsführerin Bäuerinnen Österreich
Tel. (01) 53 441 - 8517
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