• 28.09.2026, 12:23:03
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Expertenaustausch beim Tag der kritischen Infrastruktur – Widerstandsfähigkeit muss gestärkt werden

Innenminister Karner, KSÖ-Generalsekretär Janda, DSN-Direktorin Mayer und Vorstand der Flughafen Wien AG Ofner eröffnen „Tag(e) der kritischen Infrastruktur“ am Flughafen Wien

Wien (OTS) - 

Am 28. und 29. September 2026 treffen anlässlich der „Tag(e) der kritischen Infrastruktur“ über 350 Vertreterinnen und Vertreter von Sicherheitsbehörden, Wissenschaft und Wirtschaft sowie Betreiber kritischer Infrastruktur im Vienna Airport Conference Center zusammen. Im Mittelpunkt des zweitägigen Vernetzungstreffens stehen aktuelle und künftige Herausforderungen beim Schutz kritischer Infrastruktur sowie der Austausch und die Vernetzung zwischen den beteiligten Akteuren.

Zum Auftakt der Veranstaltung unterstrichen Innenminister Gerhard Karner, der Vorstand der Flughafen Wien AG, Günther Ofner, der Generalsekretär des Kompetenzzentrums Sicheres Österreich (KSÖ), Alexander Janda, und die Direktorin der Direktion Staatsschutz und Nachrichtendienst (DSN), Sylvia Mayer, die Bedeutung des laufenden engen Austauschs, der Vernetzung und der Zusammenarbeit für den Schutz kritischer Infrastruktur.

„Die Bedrohungsszenarien sind real, sie rücken näher und sie werden komplexer. Umso wichtiger ist es, dass wir uns genau mit solchen Szenarien auseinandersetzen, uns vorbereiten und uns widerstandsfähig machen“, betonte Innenminister Gerhard Karner im Zuge des Pressegesprächs.

Resilienz und der Mensch als Sicherheitsfaktor

Ein Schwerpunkt der zweitägigen Veranstaltung liegt auf der Frage, wie die Widerstandsfähigkeit kritischer Infrastruktur angesichts einer sich verändernden Bedrohungslage gestärkt werden kann. Dabei steht nicht nur die technische Absicherung im Mittelpunkt. Auch der Mensch und die Handlungsfähigkeit von Organisationen in Krisensituationen spielen eine wesentliche Rolle.

Thematisiert werden unter anderem die psychologischen und wirtschaftlichen Auswirkungen von Gewalt und Terror auf Organisationen, die Veränderungen, die sich durch den Einsatz künstlicher Intelligenz für die Sicherheit kritischer Infrastruktur ergeben, oder die Auswirkungen möglicher Pandemien. Auch der Umgang mit Kommunikation und Medien in Krisensituationen ist Teil der fachlichen Auseinandersetzung.

„Die hohe Teilnehmeranzahl aus allen Sektoren der kritischen Infrastruktur unterstreicht die Bedeutung eines gemeinsamen Austausches zwischen Ministerien, Behörden, der Wirtschaft und Forschungseinrichtungen. Das hohe Maß an Sicherheit in Österreich ist keine Selbstverständlichkeit und muss angesichts regionaler und globaler Entwicklungen durch permanente Zusammenarbeit und kontinuierlichen Kompetenzaufbau bewahrt werden“, sagte KSÖ-Generalsekretär Alexander Janda.

Neue Bedrohungen erfordern umfassenden Ansatz

Bei der Expertentagung geht es auch um Entwicklungen, die Betreiber kritischer Infrastruktur bereits heute vor große und neue Herausforderungen stellen. Dazu zählen zunehmende Extremwetterereignisse ebenso wie Fragen der Informationssicherheit, aktuelle Cyberrisiken und neue Bedrohungen aus der Luft – beispielsweise durch Drohnen. Aber auch geopolitische Veränderungen, technologische Innovationen und deren Auswirkungen auf kritische Infrastruktur.

Diskutiert wird auch der „All-Hazard“-Ansatz, bei dem unterschiedliche Gefahren und Verwundbarkeiten kritischer Infrastruktur verknüpft und gesamtheitlich betrachtet werden. Die Themen reichen von neuen technischen Möglichkeiten zur Überwachung und Absicherung kritischer Bereiche über risikobasierte Personenprüfungen bis hin zu Extremismus, Sabotage und hybriden Bedrohungen. Ganz zentral geht es um die Frage, wie die Widerstandsfähigkeit kritischer Infrastruktur gegenüber internationalen Entwicklungen gestärkt werden kann. Dabei werden globale Abhängigkeiten und ihre lokalen Auswirkungen ebenso thematisiert wie kritische Rohstoffe, Lieferketten und neue technologische Möglichkeiten zu deren Überwachung.

„Die Gefährdung kritischer Infrastruktur muss heute umfassend betrachtet werden. Extremismus, staatlich gesteuerte Einflussnahme, Sabotage und Cyberangriffe sowie Wirtschaftsspionage können ebenso relevant sein wie geopolitische und technologische Entwicklungen. An den beiden Veranstaltungstagen betrachten wir diese Herausforderungen aus unterschiedlichen Perspektiven. Für uns als Verfassungsschutz ist dabei der kontinuierliche und vertrauensvolle Informationsaustausch mit den Betreibern kritischer Infrastruktur besonders wichtig“, betonte DSN-Direktorin Sylvia Mayer.

Flughafen Wien ist idealer Austragungsort

Mit dem Vienna Airport Conference Center findet die Veranstaltung an einem Ort statt, der selbst zur kritischen Infrastruktur zählt. Der Flughafen Wien fungiert als wichtige internationale Verkehrsdrehscheibe – hohe Sicherheitsvorkehrungen zum Schutz der Infrastruktur haben daher eine besonders hohe Bedeutung.

„Ein Land ist nur so krisenfest wie seine kritische Infrastruktur. Am Flughafen Wien sind mehr als 2.000 Beschäftigte rund um die Uhr für die Sicherheit der Reisenden tätig. Neue Bedrohungen erfordern neue Maßnahmen: So setzen wir auf ein eigenes System, das Drohnen, die sich dem Flughafen nähern, aufspürt. Pro Jahr haben wir zuletzt jeweils eine hohe zweistellige Millionensumme in moderne Sicherheitstechnik investiert. Die exzellente Zusammenarbeit zwischen unseren Beschäftigten, Polizei, Zoll und Sicherheitsbehörden ist eine besondere Stärke des Flughafens Wien und ein entscheidender Faktor für das hohe Sicherheitsniveau am Standort. Das hat sich auch bei der reibungslosen Einführung des Entry-Exit-Systems positiv gezeigt, bei dem Österreich zu den Besten in Europa zählt. Nur so können wir den vielfältigen neuen Bedrohungen begegnen. Alle müssen sich auf die Sicherheit auf unserem Flughafen verlassen können – auch in Krisenzeiten“, hält Günther Ofner, Vorstand der Flughafen Wien AG, abschließend fest.

Fotolink “Tag der kritischen Infrastruktur”: https://bildarchiv.myds.me:5001/photo/mo/sharing/bvt4F2GvF

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