- 28.09.2026, 10:00:43
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Kürbis-Boom trotz Dürresommer: Nachfrage steigt zum Saisonstart um 230 Prozent

Der heiße und trockene Sommer setzt vielen heimischen Kürbisbetrieben zu. Vielerorts rechnen Landwirt:innen mit deutlichen Einbußen. Die Lust auf Kürbis bleibt dennoch ungebrochen: Beim Online-Supermarkt Gurkerl gingen in den ersten drei Septemberwochen bereits mehr Bestellungen für frischen Speisekürbis ein als im gesamten Juli und August zusammen. Eine aktuelle Auswertung der Verkaufszahlen zeigt, welche Sorten und saisonalen Produkte besonders gefragt sind, was Kund:innen am liebsten daraus kochen – und wann sich der Einkauf besonders lohnt.
Ab September gehört Kürbis fest in die Warenkörbe der Österreicher:innen. Bei Gurkerl liegt die Zahl der täglichen Bestellungen aktuell 230 Prozent über dem Durchschnitt der Sommermonate Juli und August. Damit enthält derzeit jeder 18. Warenkorb mindestens einen frischen Speisekürbis.
Hokkaido bleibt die klare Nummer eins
Wie schon im Vorjahr ist Hokkaido der klare Favorit: Rund 64 Prozent der Kürbisverkäufe entfallen auf die beliebte Sorte. Die fünf aktuellen Bestseller sind:
- Hokkaido
- Butternuss
- Spaghettikürbis
- Marbles-Minikürbis
- Muskatkürbis
Carina Gschaider vom Hof Franzlbauer in Niederösterreich, langjährige Gurkerl-Lieferantin, ordnet die Saison aus Produzentinnensicht ein: „Die Kürbisernte ist heuer relativ durchwachsen: Auf Feldern, die bewässert werden konnten, sind Ertrag und Fruchtgröße normal ausgefallen. Auf nicht bewässerten Feldern sind die Früchte deutlich kleiner geblieben, und es gibt weniger Früchte pro Pflanze. Was neue Sorten oder Trends angeht, sind die Ofenkürbisse nach wie vor sehr gefragt.“
Halloween ist der stärkste Kürbistag
Die Vorjahresdaten zeigen: Die stärkste Kürbiswoche lag zwischen dem 29. September und dem 5. Oktober. Der absolute Spitzentag war jedoch Halloween: Am 31. Oktober gingen 561 Bestellungen mit frischem Kürbis ein. Viele Konsument:innen besorgen ihren Kürbis offenbar auf den letzten Drücker.
Kochtopf statt Fensterbank
Ein Blick in die Warenkörbe zeigt: Kürbis landet vor allem auf dem Teller. Süßkartoffeln, Zucchini, Porree, Ingwer, Kokosmilch, Feta und Kichererbsen werden zwei- bis dreimal häufiger gemeinsam mit Kürbis bestellt als im Durchschnitt. Das spricht vor allem für Suppen, Ofengerichte und Currys. Auch Schlagobers ist häufig dabei. Kerzen und Herbstdekoration spielen dagegen kaum eine Rolle: Der Kürbis ist bei Gurkerl-Kund:innen (noch) kein Deko-Trend, sondern landet vor allem als Zutat im Kochtopf.
Pumpkin Spice im Rausch: +396 Prozent
Auch jenseits des Gemüseregals zeigen sich zwei klare Trends: Kürbiskerngebäck-Bestellungen legen gegenüber dem Vorjahreszeitraum um 74 Prozent zu; das Bio-Kürbiskernweckerl ist das meistbestellte verarbeitete Kürbisprodukt. Noch stärker wächst Pumpkin Spice: Kaffeekapseln, Sirup und Porridge-Mischungen mit dem herbstlichen Gewürzmix wurden in den ersten drei Septemberwochen fast fünfmal so häufig bestellt wie im Vorjahr (+396 %). Auch die Suchanfragen danach haben sich nahezu verfünffacht.
Kürbis ist heuer 13 Prozent teurer
Im September 2026 kostet frischer Kürbis bei Gurkerl bislang durchschnittlich 2,06 Euro pro Kilogramm – rund 13 Prozent mehr als im Vorjahresmonat. Am teuersten war er im Juli mit durchschnittlich 2,46 Euro pro Kilogramm. Im vergangenen Jahr begann das günstigste Zeitfenster Ende September beziehungsweise Anfang Oktober: Hokkaido kostete zeitweise nur 1,45 Euro pro Kilogramm und blieb bis Mitte November bei höchstens 1,80 Euro.
Schale, Kerne, Fruchtfleisch: So landet nichts im Müll
Zu den auffälligen Suchbegriffen bei Gurkerl zählt „Kürbispüree“ – ein Hinweis darauf, dass viele Kund:innen möglichst ohne Schälen, Entkernen und Co. loskochen möchten. Dabei lässt sich die Frucht mit wenig Aufwand fast restlos verwerten:
- Schale: Hokkaido kann ungeschält gegart werden. Bei dickschaligen Sorten wie Butternuss oder Muskatkürbis wird die Schale erst durch längeres Garen weich; für schnelle Gerichte empfiehlt sich das Schälen.
- Kerne: Säubern, trocknen und rösten – als Snack oder knuspriges Topping für Suppen und Salate.
- Fasern und Reste: Zusammen mit Gemüseschalen bilden sie eine aromatische Basis für selbstgemachten Gemüsefond.
- Fruchtfleisch: Gegart und püriert lässt es sich portionsweise einfrieren und später für Suppen, Brot, Kuchen oder als Alternative zu Erdäpfelpüree verwenden.
Gschaider ergänzt: „Bei fast jedem Speisekürbis landet höchstens die Schale im Biomüll – der Rest kann verwertet werden. Die Kerne können vom Fruchtfleisch getrennt, schonend getrocknet und mit etwas Salz geröstet werden: Sie schmecken milder als die dunklen Kerne vom Ölkürbis, machen sich aber genauso gut als Snack. Die Fasern können einfach mit dem Fruchtfleisch weiterverarbeitet oder separat zu einer Suppe gekocht werden – notfalls auch gemischt mit anderen Sorten.“
Mit einem breiten Sortiment an frischen, regionalen Kürbissen, saisonalen Produkten und passenden Zutaten liefert Gurkerl alles für die Kürbissaison – gemeinsam mit dem restlichen Wocheneinkauf und ab drei Stunden nach Bestellung direkt nach Hause.
Mehr Informationen unter: https://www.gurkerl.at/c137710-kuerbisse
Rückfragen & Kontakt
Gurkerl.at GmbH
Timea Rüb-Scholz
E-Mail: [email protected]
Website: https://www.gurkerl.at
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