• 26.09.2026, 12:08:32
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Heinz Fischer präsentierte „Politik braucht ein Gewissen“ im Schlosstheater Schönbrunn

Mehr als 100 Gäste bei Buchpräsentation und Gespräch mit Hilde Hawlicek über Politik, Zeitgeschichte und persönliche Erinnerungen

Wien (OTS) - 

Mehr als 100 Gäste besuchten am Donnerstag die Präsentation von Heinz Fischers fünfbändiger Edition „Politik braucht ein Gewissen – Reden 1971–2025“ im Schlosstheater Schönbrunn. Im Gespräch mit der ehemaligen Bundesministerin Hilde Hawlicek blickte der frühere Bundespräsident auf mehrere Jahrzehnte österreichischer Politik zurück. Veranstaltet wurde der Nachmittag von der SPÖ-Bundesbildung und der Wiener Bildungsakademie.****

Die Edition versammelt 832 Reden aus Fischers politischem Wirken zwischen 1971 und 2025. Sie reicht von seiner Zeit als Nationalratsabgeordneter über seine Tätigkeit als Wissenschaftsminister und Nationalratspräsident bis zu seiner Bundespräsidentschaft und den Jahren danach. Die Reden werden in ihren jeweiligen politischen und historischen Zusammenhang gestellt.


Schmid: Erfahrungen an kommende Generationen weitergeben

Eröffnet wurde die Veranstaltung von Gerhard Schmid, Vorsitzendem der SPÖ-Bundesbildung und Drittem Präsidenten des Wiener Landtages. „Politische Bildung bedeutet für mich immer auch, miteinander ins Gespräch zu kommen und Erfahrungen unterschiedlicher Generationen weiterzugeben. Gerade die Auseinandersetzung mit unserer eigenen Geschichte ist dabei unverzichtbar“, betonte Schmid. Fischers Erfahrungen zu dokumentieren und darüber zu diskutieren, sei ein wertvoller Beitrag für kommende Generationen.


Fischer: Reden im Kontext ihrer Zeit betrachten

Das Gespräch zwischen Fischer und Hawlicek moderierte der Historiker Flavio Schily. Fischer hob hervor, dass seine Reden in sehr unterschiedlichen politischen Situationen entstanden seien: „Es ist wichtig, diese Reden immer auch in ihrem damaligen politischen und gesellschaftlichen Kontext zu sehen.“ Gerade dieser Zusammenhang mache die Edition auch zu einem Dokument österreichischer Zeitgeschichte. Fischer dankte seiner Frau Margit für ihre langjährige Unterstützung sowie dem Czernin Verlag für die Umsetzung der fünfbändigen Ausgabe.

Hawlicek erinnerte an die lange gemeinsame Geschichte mit Fischer: „Wir waren bereits befreundet, bevor sich unsere politischen Wege immer wieder gekreuzt haben.“ Neben der politischen Arbeit seien ihr viele persönliche und freudvolle Momente in Erinnerung geblieben.

SPÖ-Bundesbildungsgeschäftsführer und Bundesrat Wolfgang Markytan unterstrich den Wert des persönlichen Austauschs: „Geschichte wird besonders greifbar, wenn jene Menschen darüber erzählen, die selbst dabei waren und politische Entwicklungen mitgestaltet haben. Genau diesen Austausch zwischen den Generationen wollen wir mit unserer Bildungsarbeit ermöglichen.“

Im Anschluss nahm sich Fischer Zeit für Gespräche, Fotos und die Signierung der vor Ort erhältlichen Bücher.


Fotos:
SPÖ Bildung/Christian Bader
https://www.flickr.com/photos/196943159@N03/albums/72177720335843224

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