- 26.09.2026, 08:50:32
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AK Schweitzer: Günstigere Finanzierung der Stromnetze entlastet Haushalte
Arbeiterkammer unterstützt Garantien des Finanzministeriums für Netzausbau und sieht nun E-Control am Zug
Die AK zeigt sich erfreut über die Pläne des Finanzministeriums, mittels staatlicher Garantien günstige Finanzierungsmöglichkeiten für Investitionen in die Stromnetze zu schaffen. Nun kommt es darauf an, dass die Vorteile dieser Finanzierungen auch tatsächlich bei den Netzkund:innen ankommen.
AK-Bereichsleiter Wirtschaft Tobias Schweitzer: „Die Frage ist nicht nur, wie viel in die Stromnetze investiert wird, sondern auch, wie diese Investitionen finanziert werden. Die AK hat daher seit langem gefordert, günstige Finanzierungsmöglichkeiten zu schaffen. Dass dieser Vorschlag nun vom Finanzministerium aufgegriffen wird, freut uns und hilft dabei, die Kosten für Haushalte und Betriebe zu begrenzen“.
E-Control in der Verantwortung
Damit niedrigere Finanzierungskosten auch zu einer Entlastung bei den Netzentgelten führen, sieht die AK nun die Regulierungsbehörde E-Control in der Verantwortung. Sie müsse sicherstellen, dass Netzbetreiber sämtliche günstigen Finanzierungsquellen konsequent nutzen. Dazu zählen neben staatlichen Garantien auch Finanzierungen über die Europäische Investitionsbank und EU-Fördermittel. In einem weiteren Schritt muss die Behörde außerdem niedrigere Netzentgelte verordnen, damit dieser Vorteil auch bei den Stromkund:innen ankommt.
„Die E-Control muss gewährleisten, dass Netzbetreiber tatsächlich die günstigsten verfügbaren Finanzierungsformen ausschöpfen und die Netzentgelte dadurch gedämpft werden“, so Schweitzer.
Keine Blanko-Rabatte für Speicherbetreiber
Sehr kritisch sieht die AK die Forderungen der Speicherbranche nach weitreichenden Ausnahmen bei den Netzentgelten. Das würde zu einer Verschiebung der Kosten zulasten der Haushalte führen.
„Wenn einzelne Gruppen weniger zahlen, müssen andere die Rechnung übernehmen. Die derzeit diskutierten Ausnahmen und Rabatte, die sich die Netzbetreiber wünschen, könnten Mehrkosten von mehreren hundert Millionen Euro im Jahr verursachen – und zwar für Haushalte und Unternehmen. Die Kosten des Netzausbaus müssen daher auf breite Schultern und nach fairen Regeln verteilt werden“, betont Schweitzer.
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