• 25.09.2026, 14:57:32
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Österreichs Exporte in Drittstaaten: 10 Jahre Büro für veterinärbehördliche Zertifizierung

Staatssekretärin Königsberger-Ludwig: „Zahl der Exportzertifikate mehr als verdreifacht, Milchexporte fast verdoppelt“

Wien (OTS) - 

Mit einem Festakt im Marmorsaal feierte das Büro für veterinärbehördliche Zertifizierung (BvZert) am 25. September 2026 sein zehnjähriges Bestehen. Die gemeinsame Einrichtung von Sozialministerium, Landwirtschaftsministerium und AGES unterstützt seit 2016 heimische Betriebe beim Export von Tieren und Lebensmitteln tierischer Herkunft in Länder außerhalb der EU. Die Bilanz zeigt: Das Angebot an verhandelten Veterinärzertifikaten ist von 59 auf 192 gestiegen und hat sich damit mehr als verdreifacht.

„Wenn österreichische Produkte international gefragt sind, schafft das Wertschöpfung in den Regionen und sichert Arbeitsplätze. Damit das gelingt, braucht es Vertrauen. Internationale Partner müssen sich darauf verlassen können, dass unsere Standards halten, was sie versprechen. Genau dafür steht das BvZert. Seine Arbeit passiert oft im Hintergrund, ihre Wirkung ist aber enorm“, betont Staatssekretärin Ulrike Königsberger-Ludwig.

Milchexporte fast verdoppelt, Märkte ausgebaut

Besonders deutlich zeigt sich die Entwicklung bei Milch und Milcherzeugnissen: Die Exportmenge in Drittstaaten stieg von 26.640 Tonnen im Jahr 2016 auf rund 50.000 Tonnen im Jahr 2025, ein Plus von fast 90 Prozent. Österreichische Milchprodukte gehen heute in 97 Drittstaaten, Fleisch und Fleischerzeugnisse in 43.

Allein für Fleisch und Milch wurden 2025 rund 8.400 Exportzertifikate ausgestellt.
Das entspricht mehr als 30 pro Arbeitstag.

Neue Märkte erschlossen

In zehn Jahren konnte das BvZert zahlreiche Märkte öffnen oder wieder zugänglich machen, darunter:

  • Japan: Rindfleisch nach rund 15 Jahren BSE-Sperre seit 2017 wieder exportfähig
  • China: neues Milchprotokoll 2024 und Zulassung für Schweine-Nebenprodukte 2026
  • Philippinen: Systemzulassung für Rind- und Schweinefleisch nach erfolgreichem Audit 2025
  • Saudi-Arabien: 23 heimische Milchbetriebe für den Export gelistet

Kleines Team, große Wirkung

Was macht das BvZert konkret? Will ein Land außerhalb der EU österreichisches Fleisch oder Milchprodukte kaufen, stellt es eigene Bedingungen, etwa welche Tierkrankheiten ausgeschlossen sein müssen. Das BvZert handelt diese Bedingungen aus und erstellt die passenden Zertifikate. Das sind amtliche Bescheinigungen, die jede Lieferung begleiten. Viele Länder schicken außerdem eigene Kontrolleur:innen nach Österreich, die sich Betriebe und Behörden vor Ort ansehen, bevor sie ihren Markt öffnen. Diese Kontrollbesuche bereitet das BvZert vor und begleitet sie. Zudem unterstützt es die Amtstierärzt:innen in den Bundesländern.

Auch in Krisen ist das Büro gefragt: Als 2024 die Blauzungenkrankheit ausbrach und 2025 in Nachbarländern die Maul- und Klauenseuche auftrat, hat das BvZert gemeinsam mit den Handelspartnern Lösungen gefunden, damit Exporte möglichst weiterlaufen konnten. All das stemmt ein kleines aber sehr engagiertes Team von wenigen Kolleginnen und Kollegen.

„Zehn Jahre BvZert sind ein Grund, Danke zu sagen: allen Mitarbeiter:innen und allen Partner:innen, die dafür sorgen, dass österreichische Qualität weltweit Vertrauen genießt“, so Königsberger-Ludwig.

Rückfragen & Kontakt

Bundesministerium für Arbeit, Soziales, Gesundheit, Pflege und
Konsumentenschutz (BMASGPK)
Laura Stromberger
E-Mail: [email protected]
Website: https://www.sozialministerium.gv.at

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