• 25.09.2026, 12:45:04
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11 österreichische Schulen am Weg zur Botschafterschule des Europäischen Parlaments

Kick-Off in Wien mit Europaabgeordneten Grossmann, Brandstätter und Schilling

Wien (OTS) - 

Seit zehn Jahren steht das Botschafterschulprogramm des Europäischen Parlaments (EPAS) für fundierte Weiterbildung im europapolitischen Bereich. Ziel ist es, Lehrkräften sowie Schülerinnen und Schülern die europäische Zusammenarbeit greifbar zu machen und den Austausch über europäische Werte, Institutionen und aktuelle Themen zu fördern.

Mit einem ganztägigen Seminar im Haus der Europäischen Union und im Erlebnis Europa in Wien starteten die Lehrkräfte von 11 Schulen am Freitag, den 25. September 2026, in das Botschafterschulprogramm des Europäischen Parlaments für das Schuljahr 2026/27.

Die Europaabgeordneten Elisabeth Grossmann (SPÖ), Helmut Brandstätter (NEOS), und Lena Schilling (Die Grünen) haben dabei u.a. mit den Lehrkräften über ihre Arbeit gesprochen und die Bedeutung der Botschafterschulen für die politische Bildung hervorgehoben.

Europaabgeordnete Elisabeth Grossmann (SPÖ):
„Die Ernennung der neuen EU-Botschafterschulen ist immer ein besonderes Ereignis und es freut mich, dass auch in diesem Jahr wieder so viele engagierte Schülerinnen und Schüler an diesem Projekt teilnehmen. Ein Projekt, das die oft so vermeintlich weit entfernte EU jungen Menschen näherbringt und somit auch eine Art Zukunftsversicherung für sie darstellt. Die Europäische Union braucht in Zeiten des Rechtsrucks und häufigen Misstrauens in die Politik mehr überzeugte Europäer:innen. Junge Menschen, die den Wert der EU nicht nur verstehen, sondern auch leben und weitertragen.“

Europaabgeordneter Helmut Brandstätter (NEOS):
„Wir leben in einer Zeit, in der es viele auf die Europäische Union abgesehen haben. Warum? Weil sie wissen, dass wir gemeinsam stark sind. Gerade deshalb ist es mir wichtig, dass Lehrkräfte und junge Menschen verstehen, welche Chancen und Vorteile uns die EU gebracht hat – besonders für ein kleines, exportorientiertes Land wie Österreich.

Genauso wichtig ist mir aber eine zweite Botschaft: Die EU ist nichts Abstraktes, das irgendwo weit weg passiert. Wir alle gestalten sie mit. Junge Menschen haben eine Stimme, sie können mitreden und etwas bewegen. Auf ihr Engagement kommt es an, damit Europa auch in Zukunft ein lebenswerter Ort für alle bleibt.“

Europaabgeordnete Lena Schilling (Die Grünen):

„Wenn wir wollen, dass junge Menschen an Europa glauben, müssen wir ihnen auch zeigen, dass Europa für sie da ist. Bei Klimaschutz, bei Bildung, bei Sicherheit, bei ihrer Zukunft.

Europa darf nicht etwas sein, das nur in Brüssel stattfindet. Europa passiert auch in Klassenzimmern, in Gesprächen und dort, wo junge Menschen anfangen, sich einzumischen.

Deshalb finde ich das Botschafterschulprogramm so wichtig: Es schafft Räume, in denen junge Menschen nicht nur etwas über Europa lernen, sondern darüber diskutieren, was Europa sein soll. Denn genau diese Debatten brauchen wir.“

Neu im Programm sind:

  • BHAK/BHAS Steyr, OÖ
  • BS Attnang, OÖ
  • Abendgymnasium Innsbruck, Tirol
  • KORG Innsbruck, Tirol
  • BHAK Zell am See, Salzburg
  • HLT Semmering, NÖ
  • Wiedner Gymnasium/Sir Karl Popper Schule, Wien
  • BORG Grieskirchen, OÖ
  • Europagymnasium Klagenfurt, Kärnten
  • Tourismusschule Klessheim, Salzburg
  • HTL Villach, Kärnten

Damit wächst das österreichweite Netzwerk der Botschafterschulen weiter – und mit ihm das Engagement für europäische Bildung.

Hintergrund: Das Programm „Botschafterschulen des Europäischen Parlaments“

Das Botschafterschulprogramm des Europäischen Parlaments (EPAS) ist ein europaweites Aus- und Weiterbildungsprogramm, das seit 2016/2017 das Verständnis für die EU an Schulen der Sekundarstufe II fördert. Es macht Schüler:innen und Lehrkräfte zu Botschafter:innen der europäischen Integration.

In Österreich nehmen mittlerweile mehr als 180 Schulen aus allen Bundesländern teil – darunter Berufsschulen, Polytechnische Schulen, Handelsakademien, Gymnasien, Höhere Land- und Forstwirtschaftsschulen sowie Höhere Lehranstalten für wirtschaftliche Berufe.

Lehrkräfte profitieren von europapolitischen Aus- und Weiterbildungen, umfangreichem Unterrichtsmaterial, Seminaren und einem europaweiten Austausch. Zudem werden Reisen nach Brüssel und Straßburg unterstützt. Durch EU-bezogene Aktivitäten können Schulen die Zertifizierung als „Botschafterschule des Europäischen Parlaments“ erlangen.

Weitere Informationen:
🔗 https://vienna.europarl.europa.eu/de/dossiers/youth-and-schools/epas
🔗 https://youth.europarl.europa.eu/de/more-information/ambassador-school.html

Rückfragen & Kontakt

Verbindungsbüro des Europäischen Parlaments in Österreich
David Hauschild
Telefon: +43 660 4266 186
E-Mail: [email protected]
https://vienna.europarl.europa.eu

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