• 25.09.2026, 11:48:02
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Compliance Solutions Day 2026: Deepfakes, Dawn Raids, AI und Human Risk

Beim CSD 2026 diskutierte die österreichische Compliance-Community, wie Firmen mit neuen Risiken umgehen & warum menschliches Urteilsvermögen im KI-Zeitalter wichtiger denn je wird

Ulrike Gehmacher, Kathrin Hagenauer und Christian Hunt am
Compliance Solutions Day 2026
Wien (OTS) - 

Was tun, wenn täuschend echte Deepfakes zum Compliance-Risiko werden, Behörden unangekündigt vor der Tür stehen oder Künstliche Intelligenz immer stärker in Unternehmensprozesse einzieht? Beim 13. Compliance Solutions Day von LexisNexis diskutierten am 24. September 2026 rund 270 Compliance-Verantwortliche aus Wirtschaft und öffentlichem Sektor in der Orangerie Schönbrunn aktuelle Herausforderungen zwischen KI, Human Risk, Governance und Regulierung. Unter dem Motto „Superpower für Ihre Compliance“ ergänzten erstmals interaktive Praxis-Workshops das Programm aus Keynotes, Fachgesprächen und Podiumsdiskussionen.

„Der Compliance Solutions Day 2026 hat wieder gezeigt, wie viel Energie entsteht, wenn sich die Compliance-Community einen Tag lang austauscht. Genau das steckt für uns hinter dem Motto ‚Superpower für Ihre Compliance‘: Wissen, das am nächsten Arbeitstag wirklich weiterhilft“, sagt Kathrin-Theres Hagenauer, Director Content bei LexisNexis Österreich.

Neue Risiken konkret durchspielen

Mit dem Ziel, top-aktuelles Wissen zu vermitteln, das im Arbeitsalltag sofort nutzbar ist, wurden erstmals interaktive Workshops mit besonderem Praxis-Schwerpunkt angeboten: Bei „Dawn Raid: Wenn jede Minute zählt“ stand die kartellrechtliche Hausdurchsuchung aus Behörden- und Unternehmensperspektive im Mittelpunkt. Ein weiterer Workshop beschäftigte sich damit, wie Compliance-Verantwortliche aus komplexen Problemen klare Entscheidungsvorlagen für das Top-Management entwickeln.

Hochaktuell auch das Thema Deepfakes: Unter dem Titel „Täuschend echt“ ging es um die Schnittstelle zwischen Innovation, Compliance und Cyberangriffen – und damit um die Frage, wie Unternehmen mit manipulierten KI-Inhalten umgehen können.

Die Workshops spiegelten damit eine zentrale Entwicklung wider: Compliance muss Risiken nicht nur erkennen und rechtlich einordnen, sondern immer häufiger unter Zeitdruck konkrete Handlungsentscheidungen ermöglichen.

KI verändert Compliance, der Faktor Mensch bleibt

Wie eng technologische und menschliche Risiken miteinander verbunden sind, zog sich durch zahlreiche Programmpunkte. Diskutiert wurde etwa, wo Compliance beim Einsatz von KI heute steht, wie Unternehmen mit Cyberrisiken umgehen und wie Legal KI regulatorische Veränderungen als Frühwarnsystem sichtbar machen kann.

Den Abschluss setzte Christian Hunt, der Gründer der Beratungsfirma Human Risk und ehemaliger Head of Behavioural Science bei UBS, mit seiner Keynote „Human Risk im Zeitalter der KI – Warum der Mensch das größte Risiko bleibt“. Seine zentrale These: Leistungsfähigere Technologie beseitigt menschliche Risiken nicht automatisch. Entscheidend bleibt, wie Menschen Informationen bewerten, Entscheidungen treffen und auf Regeln reagieren.

„Die größten Risiken entstehen nicht im Code, sondern im Kopf. Wer Compliance wirksam machen will, muss menschliches Verhalten verstehen. Regeln und Technologie allein reichen nicht.“, so Hunt.

Nachhaltigkeit wird Teil der Unternehmenssteuerung

Einen zweiten Schwerpunkt setzte Ulrike Gehmacher, Board Member des UN Global Compact Netzwerks Austria und Austrian Lead European Women on Boards (EWOB). Ihre Keynote zeigte, wie Nachhaltigkeit in Governance, Strategie und operative Entscheidungen komplexer Organisationen einfließen kann.

„Der entscheidende Hebel liegt darin, Transformationsdruck in klare strategische Entscheidungen, wirksame Governance und messbare Umsetzung zu übersetzen. Nachhaltigkeit wird damit Teil der Unternehmenssteuerung und nicht eine isolierte Zusatzfunktion.“, so Gehmacher.

Auch die weiteren Diskussionen griffen Fragen auf, die Compliance-Abteilungen derzeit unmittelbar beschäftigen: Wie verändert sich die Rolle von Compliance? Welche Herausforderungen bringt die Entgelttransparenz für Unternehmen? Und ist eine strikte No Gifts Policy notwendige Konsequenz im Kampf gegen Korruption, oder mitunter überzogene Symbolpolitik?

Austausch auf drei Bühnen

Das Programm verteilte sich auf die drei Bühnen Maria Theresia, Maximilian und Sophie. Insgesamt präsentierten sich 15 Ausstellerunternehmen und -organisationen. Der Veranstaltungstag begann mit Business Breakfast und Networking und klang beim Compliance Netzwerk Cocktail aus.

Der Compliance Solutions Day 2026 wurde zudem mit dem Prädikat “Öko Event” ausgezeichnet. LexisNexis dankt Volvo als Unterstützer, Die Presse als Medienpartner sowie allen Aussteller:innen, Vortragenden und Partner:innen.

Mehr Compliance:

Compliance Praxis ist Österreichs größtes Compliance-Netzwerk und bietet mit seinen Infomationsmedien, Partner:innen und Veranstaltungen die optimale Unterstützung für die Compliance-Branche.

Rückfragen & Kontakt

LexisNexis Österreich
AI- & Digitalisierungsthemen: Michael Albrecht
Telefon: 0153452
E-Mail: [email protected]
Website: https://www.lexisnexis.at

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