- 25.09.2026, 11:30:03
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Omar Al-Rawi (SPÖ) zur Salztorbrücke: „Wien investiert laufend in Verkehrssicherheit – die Sperre ist ein verantwortungsvoller Schritt“
Vorsorgliche Sperre für PKW und LKW ab 10.11.2026 sichert Nutzung für Fußgänger*innen, Radfahrer*innen und Citybus – Neubau ab 2029 schafft Verbindung für kommende Generationen
„Sichere Brücken und Verkehrswege sind kein Zufall, sondern das Ergebnis konsequenter und vorausschauender Arbeit. Wir in Wien investieren laufend in die Verkehrssicherheit, damit unsere Bauwerke langfristig verlässlich genutzt werden können. Die vorsorgliche Sperre der Salztorbrücke für PKW und LKW ist dabei eine wichtige Maßnahme: Durch die deutlich reduzierte Verkehrsbelastung kann die Brücke nach derzeitigem Kenntnisstand von Fußgänger*innen, Radfahrer*innen und dem Citybus weiterhin sicher genutzt werden. Das engmaschige Monitoring läuft dabei bis zum Abbruch weiter. Beim Schutz der Menschen gehen wir keinerlei Risiko ein“, betont der Vorsitzende des Ausschusses für Stadtentwicklung, Mobilität und Wiener Stadtwerke, Wiener Gemeinderat Omar Al-Rawi (SPÖ).
Lehren aus Dresden: Monitoring rund um das Bauwerk verschärft
Die Salztorbrücke verbindet seit 1961 den 1. und 2. Bezirk über den Donaukanal. Als besondere Spannbetonkonstruktion ist sie die einzige ihrer Art in Wien. Genau deshalb hat die Stadt nach dem Einsturz der Carolabrücke in Dresden 2024 besonders genau hingesehen: Die Dresdner Brücke hatte eine ähnliche Spannstahlkonstruktion wie die Salztorbrücke. Die ohnehin regelmäßigen, verdichteten Bauwerksprüfungen wurden daraufhin nochmals intensiviert. Laufende Riss-, Neigungs- und Schallemissionsmessungen liefern ein engmaschiges Bild vom Zustand der Brücke, eingebaute Sensoren überwachen sie im Dauer-Monitoring. Heuer kam ein Belastungstest hinzu, dessen Messwerte mit einem Berechnungsmodell verglichen wurden. Sollte das Monitoring Veränderungen wie Spanndrahtbrüche an kritischen Stellen oder Biegerisse feststellen, wird die Brücke sofort gesperrt.
„Was in Dresden passiert ist, hat uns allen vor Augen geführt, wie wichtig ein wachsamer Blick auf ähnliche Bauwerke ist. Wien hat darauf nicht mit Abwarten reagiert, sondern mit noch strengeren Kontrollen. Sensoren halten gleichsam das Stethoskop an das Herz der Salztorbrücke und hören auf jedes Warnsignal. Auf Basis dieser Messungen und der Empfehlung einer Expert*innenkommission unter der Leitung von Prof. Patrick Huber von der TU Wien handeln wir jetzt: rechtzeitig, besonnen und mit klarem Plan“, unterstreicht Al-Rawi.
Brückeninstandsetzungsprogramm: Vorsorge mit System
Wiens 855 Brücken unterliegen strengsten Sicherheitskontrollen. Die zuständige MA 29 kontrolliert und prüft die Bauwerke regelmäßig. Mit ihrem Brückeninstandsetzungsprogramm stellt die Stadt Verkehrssicherheit und langfristige Nutzbarkeit sicher. Entlang des Donaukanals wurden bereits wesentliche Querungen umfassend erneuert: Die Gesamtinstandsetzung der Aspernbrücke wurde im Mai 2024 abgeschlossen, jene der Augartenbrücke im Juli 2025. Auf der Marienbrücke wurde heuer im Sommer der Fahrbahnbelag ausgebessert, nach dem Neubau der Salztorbrücke wird sie gesamtinstandgesetzt.
„Mein ausdrücklicher Dank gilt den Mitarbeiter*innen der MA 29. Sie wachen Tag für Tag über 855 Brücken und prüfen jede einzelne mit höchster Sorgfalt. Ihre Arbeit bleibt oft unsichtbar, dabei ist sie das Fundament, auf dem sich Wien sicher bewegt. Dass wir Brücken rechtzeitig instandsetzen oder neu bauen, statt auf Probleme zu warten, ist gelebte Vorsorge und zeigt, dass Wien verantwortungsvoll und vorausschauend handelt“, so Al-Rawi.
Neubau: Mehr Platz für Radfahrende und Fußgehende
Unmittelbar nach der Sperre starten die Planungen für die neue Salztorbrücke, gefolgt von Ausschreibung und Wettbewerb. Ab Anfang 2028 wird die bestehende Brücke abgebrochen, mit Beginn 2029 beginnt die Neuerrichtung. Die neue Brücke wird den Anforderungen einer modernen Mobilität gerecht: Radfahrende erhalten mehr Platz und attraktivere Verbindungen, Fußgehende profitieren von einer komfortableren und sichereren Querung. Busse können die Brücke auch künftig nutzen, nach Abschluss der Arbeiten wird sie wieder für den Individualverkehr geöffnet.
„Aus einem Bauwerk der 60er-Jahre wird eine Brücke für das 21. Jahrhundert. Fußgehende und Radfahrende bekommen auf ihrem Weg über den Donaukanal künftig deutlich mehr Raum. Jede Investition in sichere Brücken ist eine Investition in die Lebensqualität aller Wiener*innen. So bleibt Wien die lebenswerteste Stadt der Welt und wird Stück für Stück noch lebenswerter“, so Al-Rawi abschließend. (Schluss) sh
Rückfragen & Kontakt
Sarah Hierhacker, MA
Wiener Landtags- und Gemeinderatsklub der SPÖ
Mediensprecherin
Leitung Medien- & Öffentlichkeitsarbeit
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