- 25.09.2026, 10:40:02
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Sabine-Oberhauser-Hof: Hietzinger Gemeindebau NEU am Montecuccoliplatz nach unvergessener Gesundheits- und Frauenpolitikerin benannt
Wohnbaustadträtin Hanel-Torsch & Gesundheits- und Sozialministerin Schumann würdigen ihren Einsatz für Gleichstellung, soziale Gerechtigkeit & ein solidarisches Gesundheitswesen
Der Gemeindebau NEU am Montecuccoliplatz (Opitzgasse 29A) in Hietzing trägt seit heute den Namen Sabine-Oberhauser-Hof. Mit der Benennung am 25. September erinnert die Stadt Wien an eine außergewöhnliche Ärztin, Gewerkschafterin und Politikerin, die sich mit großer Entschlossenheit für ein solidarisches Gesundheitswesen, die Rechte von Arbeitnehmer*innen und die Gleichstellung von Frauen eingesetzt hat. Eine besondere Verbindung besteht auch zum Bezirk: Sabine Oberhauser lebte mit ihrer Familie in Hietzing.
„Sabine Oberhauser war eine außergewöhnliche Frau und Politikerin: klug, geradlinig, herzlich und immer ganz nah bei den Menschen. Sie hat sich mit großer sozialer Verantwortung und unglaublicher Energie für Menschen eingesetzt – als Ärztin ebenso wie als Gewerkschafterin, Abgeordnete und Ministerin. Besonders die Gleichstellung von Frauen und ein Gesundheitssystem, das allen Menschen offensteht, waren für sie Herzensanliegen. Auch mit ihrer schweren Erkrankung ging sie bemerkenswert offen und selbstbestimmt um und erfüllte ihre Aufgaben bis zuletzt mit beeindruckender Kraft und Zuversicht. Dass ein Gemeindebau in ihrem Hietzing nun ihren Namen trägt, ist ein würdiges und bleibendes Zeichen der Erinnerung an eine großartige Wienerin“, erklärt Frauen- und Wohnbaustadträtin Elke Hanel-Torsch.
„Heute bekommt die Erinnerung an Sabine Oberhauser einen ganz besonderen Platz: mitten im Leben, mitten in Hietzing. Wo Menschen einziehen, Nachbarschaften entstehen und Kinder aufwachsen, wird auch ihre Geschichte weitergetragen. Ein Zuhause bedeutet mehr als vier Wände: Es bedeutet Sicherheit, Lebensqualität und das Gefühl, dazuzugehören. Und genau das passt zu Sabine Oberhauser. Sie hat sich immer dafür eingesetzt, dass Menschen gesehen werden, dass niemand allein bleibt und dass unser Zusammenleben ein menschliches bleibt. Ich bin mir sicher, dass dieser Ort auch ein Stück von dem weiterträgt, wofür Sabine gestanden ist“, betonte Gesundheits- und Sozialministerin Korinna Schumann.
Ärztin, Gewerkschafterin, Ministerin
Sabine Oberhauser wurde 1963 als Sabine Schuh in Wien geboren. Sie war das erste Kind in ihrer Arbeiterfamilie, das nach der Matura an der Universität Wien studierte. Nach ihrer Ausbildung zur Fachärztin für Allgemeinmedizin sowie Kinder- und Jugendheilkunde arbeitete sie auf der Frühgeborenenstation an der Rudolfstiftung und absolvierte zusätzliche Studien im Krankenhausmanagement. 2004 wurde sie Oberärztin.
Schon früh verband sie ihre medizinische Tätigkeit mit gewerkschaftlichem und politischem Engagement. Ab 1998 war Oberhauser Personalvertreterin, 2009 wurde sie Vizepräsidentin des Österreichischen Gewerkschaftsbunds (ÖGB) und 2013 dessen Bundesfrauenvorsitzende. 2006 wurde sie als SPÖ-Abgeordnete im Nationalrat angelobt. 2014 übernahm sie das Amt der Gesundheitsministerin im Kabinett Faymann II, ab 2016 war sie zusätzlich Frauenministerin. Darüber hinaus engagierte sie sich unter anderem im Vorstand des Vereins der Wiener Frauenhäuser, als Vorsitzende des Österreichischen Frauenrings und als Vorstandsmitglied der Europäischen Frauenlobby.
Kurz nach ihrer Angelobung als Gesundheitsministerin machte Sabine Oberhauser ihre Krebserkrankung öffentlich. Sie ging offen mit ihrer Krankheit um und erfüllte ihre Aufgaben als Ministerin bis Mitte Februar 2017 mit großer Kraft und Zuversicht. Sabine Oberhauser starb am 23. Februar 2017 in Wien.
„Sabine Oberhauser hat sich mit bewundernswerter Konsequenz für die Menschen und für soziale Gerechtigkeit eingesetzt. Ein Wiener Gemeindebau ist daher ein besonders passender Ort, um ihrer zu gedenken. Leistbares Wohnen gibt Menschen Sicherheit und schafft die Grundlage für ein gutes Leben – unabhängig von der Größe des Geldbörsels. Es freut mich sehr, dass dieser neue Gemeindebau in Hietzing nun ihren Namen trägt und die Erinnerung an Sabine Oberhauser hier einen dauerhaften Platz bekommt“, sagt Katharina Klement, interimistische Direktorin von Wiener Wohnen.
Moderne Gemeindewohnungen am Montecuccoliplatz
Der Sabine-Oberhauser-Hof ist Teil des Programms „Gemeindewohnungen NEU“, mit dem Wien seit 2015 die mehr als 100-jährige Tradition des sozialen Wohnbaus fortschreibt. Der Neubau am Montecuccoliplatz (Opitzgasse 29A) wurde zwischen 2023 und 2025 auf einer bereits versiegelten Fläche errichtet und umfasst auf sechs Geschoßen 62 moderne Gemeindewohnungen. Alle Wohnungen verfügen über Balkone, Loggien oder Eigengärten und sind barrierefrei erreichbar.
Ein begrünter Innenhof mit Spiel- und Aufenthaltsbereichen, ein Gemeinschaftsdachgarten mit Urban-Gardening-Möglichkeiten sowie vielfältige Begegnungszonen bieten Raum für Erholung und nachbarschaftlichen Austausch. Der Neubau erfüllt den Niedrigstenergiestandard und setzt auf Fernwärme, Photovoltaik und Wärmedämmung.
„Der Sabine-Oberhauser-Hof steht beispielhaft für die Qualitäten des Gemeindebaus NEU: leistbarer Wohnraum, zeitgemäße Architektur und ein Wohnumfeld, das den Bedürfnissen der Bewohnerinnen und Bewohner Rechnung trägt. Mit begrünten Freiräumen, Gemeinschaftsbereichen und energieeffizienter Ausstattung bietet die Wohnanlage gute Voraussetzungen für langfristig hohe Wohnqualität“, sagt WIGEBA-Direktor Paul Steurer.
Rückfragen & Kontakt
Stephan Grundei
Mediensprecher
Stadträtin für Wohnbau und Frauen Elke Hanel-Torsch
Tel.: 0676/8118 98057
E-Mail: [email protected]
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