- 25.09.2026, 09:52:32
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ÖVP-Hammerer/Ofner: ÖVP Mariahilf und Rudolfsheim-Fünfhaus erhöhen Druck auf SPÖ-Neos rund um Drogenhotspot U6-Station Gumpendorfer Straße
Erfolge der ÖVP in Mariahilf und Rudolfsheim-Fünfhaus: Sicherheitsgipfel, Bürgerversammlung, Videoüberwachung, erhöhtes Reinigungsintervall und wohnortnahe Substitution beschlossen
Die Bezirksparlamente von Mariahilf und Rudolfsheim-Fünfhaus haben in ihren September Sitzungen auf Initiative der ÖVP wichtige Beschlüsse zur Situation rund um den Jedmayer und die U6-Station Gumpendorfer Straße gefasst. In Mariahilf sprach sich das Bezirksparlament für eine Videoüberwachung bei der U6-Station und eine stärkere wohnortnahe Organisation der Substitutionsbehandlung aus. Zudem werden Stadt, Suchthilfe, Polizei und Wiener Linien bei einem Sicherheitsgipfel in der Sozialkommission über die aktuelle Lage und weitere Maßnahmen beraten. Im 15. Bezirk wurden die ÖVP-Anträge für ein erhöhtes Reinigungsintervall bei der U6-Station und für eine Bürgerversammlung angenommen. Bereits im Juni hatte auf Mariahilfer Seite eine Anrainerversammlung stattgefunden. „Die beiden Bezirksparlamente senden ein gemeinsames und unmissverständliches Signal: Die Zustände rund um die U6-Station Gumpendorfer Straße dürfen nicht länger einfach hingenommen werden. Die Menschen auf beiden Seiten des Gürtels erwarten zu Recht konkrete Verbesserungen“, erklären Gerhard Hammerer, Klubobmann der ÖVP Mariahilf, und Felix Ofner, Bezirksparteiobmann der ÖVP Rudolfsheim-Fünfhaus.
Wie außergewöhnlich die Belastung ist, zeigen die aktuellen Zahlen: Mehr als 82 Prozent aller Wiener Spritzentauschkontakte entfielen 2025 auf den Jedmayer. Mariahilf verzeichnete mit 25,8 Suchtmitteldelikten pro 1.000 Einwohner beinahe das Fünffache des Wiener Durchschnitts von 5,5, Rudolfsheim-Fünfhaus liegt mit 9,2 auch deutlich darüber. Bei der U6-Station Gumpendorfer Straße wurden über mehrere Jahre hinweg durchschnittlich mehr als zwei sicherheitsrelevante Vorfälle pro Woche dokumentiert. Allein 2025 musste die Rettung 426 Mal zum Jedmayer ausrücken, beinahe täglich kam es zu einer Krankenhauseinlieferung aufgrund einer Vergiftung oder Überdosierung. Hinzu kommen auf beiden Seiten des Gürtels Beschwerden über offenen Drogenkonsum, gebrauchte Spritzen, Verschmutzungen und blockierte Hauseingänge. „Diese Zahlen lassen keinen Raum mehr für Beschwichtigungen. Rund um den Jedmayer und die U6-Station hat sich der Drogenhotspot Nummer eins in Wien verfestigt. Ein einzelnes Grätzel kann nicht dauerhaft die Hauptlast der Drogenproblematik einer Zwei-Millionen-Stadt tragen“, so Hammerer und Ofner.
Neben der Videoüberwachung, die in beiden Bezirken gefordert wird, drängt die ÖVP daher auf weitere konkrete Schritte. Gleichzeitig brauche es auf Wiener Ebene eine stärkere Verteilung der Suchthilfe und eine wohnortnähere Organisation der Substitutionsbehandlung.
„Polizei, Wiener Linien und die beiden Bezirke setzen Maßnahmen und reagieren auf die Probleme vor Ort. Aber zusätzliche Sicherheitskräfte, Reinigung und Videoüberwachung können letztlich nur die Auswirkungen eindämmen. SPÖ-Gesundheitsstadtrat Peter Hacker und SPÖ-Drogenkoordinator Ewald Lochner müssen endlich dort ansetzen, wo sie selbst Verantwortung tragen: bei den Strukturen der Wiener Suchtpolitik und der massiven Konzentration rund um den Jedmayer“, kritisieren Hammerer und Ofner.
Für die beiden Obleute sind die Beschlüsse deshalb auch ein klarer Auftrag an die SPÖ-Neos-Stadtregierung: „Mariahilf und Rudolfsheim-Fünfhaus ziehen an einem Strang und erhöhen gemeinsam den Druck. Wir wollen funktionierende Hilfe für Suchtkranke, aber diese Verantwortung muss auf ganz Wien verteilt werden. Hacker und Lochner können nicht weiter erklären, warum Veränderungen angeblich nicht möglich sind, während zwei Bezirke die Folgen ihrer Politik tragen. Die Bezirke haben gehandelt. Jetzt müssen endlich auch die SPÖ-Verantwortlichen der Wiener Suchtpolitik handeln und für eine spürbare Entlastung rund um die U6-Station Gumpendorfer Straße sorgen“, so Hammerer und Ofner abschließend.
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