• 25.09.2026, 09:21:03
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Spatenstich für „Mona’s Liesing“: WBV-GPA und Neues Leben bauen rund 400 geförderte Mietwohnungen in Liesing

Hallenbad für die Bewohner:innen, ein Quartierszentrum in Holzbauweise und ein neues Zentrum für ein wachsendes Grätzl

v.l.n.r.: Michael Gehbauer (WBV-GPA), Stadträtin Elke
Hanel-Torsch, Bezirksvorsteher Gerald Bischof, Gregor Puscher
(wohnfonds_wien) und Siegfried Igler (Neues Leben)
Wien (OTS) - 

In Wien-Liesing hat heute der Spatenstich für „Mona’s Liesing“ stattgefunden: Die gemeinnützigen Bauträger WBV-GPA und Neues Leben errichten im Stadtentwicklungsgebiet „In der Wiesen“ 407 geförderte Mietwohnungen, ein Hallenbad und ein Holz-Quartierszentrum.

Gestern, Donnerstag, feierten Wohnbaustadträtin Elke Hanel-Torsch, Bezirksvorsteher Gerald Bischof sowie Michael Gehbauer und Siegfried Igler – die Geschäftsführer der beiden gemeinnützigen Bauträger WBV-GPA und Neues Leben – gemeinsam den offiziellen Bauauftakt mit dem Spatenstich.

Ein Gegengewicht zum freien Markt

Von den 407 geförderten Mietwohnungen werden 204 als SMART-Wohnungen ausgeführt – kompakte Grundrisse für Alleinstehende, Alleinerziehende und junge Familien. Die Miete liegt bei rund 10,60 Euro pro Quadratmeter und Monat inklusive Betriebskosten und Umsatzsteuer; bei den übrigen geförderten Mietwohnungen bei rund 12,30 Euro. Insgesamt investieren WBV-GPA und Neues Leben ca.115 Millionen Euro in das Projekt. Für Wohnbaustadträtin Elke Hanel-Torsch, die das Ressort seit März 2026 verantwortet, steht das Projekt für die Kooperation der Stadt Wien und der gemeinnützigen Bauvereinigungen in Wien:

„Hier kann man live erleben, wie die weltberühmte Geschichte des Wiener Wohnbaumodells um ein weiteres Kapitel reicher wird. Denn die Stadt Wien redet nicht nur von leistbarem Wohnraum, sondern stellt auch die Weichen, damit dieser Realität wird. Gemeinsam mit den starken Partnern der gemeinnützigen Wohnbauträger wird hier soziale Verantwortung gelebt und vorgebaut.“
– Elke Hanel-Torsch, Wohnbaustadträtin

Ein neues Zentrum für ein wachsendes Grätzl

Für den Bezirk ist „Mona’s Liesing“ mehr als ein Wohnbauprojekt. Zehn Häuser um fünf grüne Höfe, ein Hallenbad für die Bewohner:innen, zwei Geschäftslokale und ein Quartiershaus in Holzbauweise mit 14 Gemeinschaftsräumen und Generationencafé sollen ein Zentrum für das neue Grätzl bilden – zwischen In der Wiesen, Karin-Deckert-Weg und Roso-Schweizer-Promenade, nahe der U6-Station Erlaaer Straße. Das Projekt ist Teil des größeren Stadtentwicklungsgebiets „In der Wiesen“, in dem in den kommenden Jahren rund 1.600 Wohnungen entstehen. Bezirksvorsteher Gerald Bischof sieht darin eine Chance für den gesamten Bezirk:

„In Liesing lässt es sich wunderbar leben. Das unterstreicht einmal mehr auch dieses Projekt. Mit seiner vielfältigen funktionalen Durchmischung, die weit über das reine Wohnen hinausgeht, bereichert es das Stadtentwicklungsgebiet ‚In der Wiesen‘ nachhaltig.“
– Gerald Bischof, Bezirksvorsteher Liesing

Drei Handschriften, ein Quartier

Geplant wurde „Mona’s Liesing“ im Rahmen eines zweistufigen Bauträgerwettbewerbs von drei Architekturbüros gemeinsam: Clemens Kirsch Architektur, Illiz Architektur und Blaich + Delugan Architekten. Die Ausführungsplanung liegt bei WGA ZT GmbH, gebaut wird das Quartier vom Generalunternehmer GERSTL Bau. Die bewusste Aufteilung auf drei Handschriften in der Wettbewerbsphase soll innerhalb eines gemeinsamen Rahmens aus Farben und Materialien unterschiedliche Wohnungstypen und Freiraumqualitäten entstehen lassen. Ergänzt wird das Quartier durch die Baugruppe WaLeWi mit rund 40 Wohnungen sowie ein Wohnheim der Stadt Wien (MA 11) mit acht Heimplätzen.

Das Energiekonzept setzt auf mehrere erneuerbare Energiequellen zugleich: Ein bauplatzübergreifendes Anergienetz mit Tiefensonden, Wärmepumpe, Solarthermie und Photovoltaik soll den Betrieb der gesamten Anlage ohne Öl oder Gas ermöglichen. WBV-GPA-Geschäftsführer KommR Mag. Michael Gehbauer sieht darin den Kern des Projekts:

„Drei Architekturbüros haben an diesem Quartier gearbeitet – bewusst, denn Vielfalt in der Gestaltung schafft Vielfalt im Wohnen. Genauso konsequent ist das Energiekonzept: Tiefensonden, Solarthermie und Photovoltaik versorgen die Wohnungen, ganz ohne Öl oder Gas. Damit zeigt ‚Mona’s Liesing‘ schon heute, wie Wohnen ohne Öl und Gas funktioniert.“
– Michael Gehbauer, Geschäftsführer WBV-GPA

Grün, kühl, ohne Autos im Innenhof

Die Kfz-Stellplätze bündeln WBV-GPA und Neues Leben in einer dreigeschossigen Tiefgarage entlang der Straße. Im Inneren des Bauplatzes bleibt der Boden dadurch großteils unversiegelt und wird automatisch bewässert – Platz für tief wurzelnde, schattenspendende Bäume, natürliche Versickerung und einen Freiraum, der gemeinsam mit der Umweltorganisation Global 2000 als „Nationalpark Garten“ gestaltet wird. Dachterrassen mit Wintergärten, ein doppelgeschossiger Mehrzweckraum und ein Shared Office ergänzen das Angebot für die künftigen Bewohner:innen. Für Dir. Bmstr. Ing. Siegfried Igler, Obmann von Neues Leben, ist das kein Zusatz, sondern Grundprinzip:

„Wir bauen hier kein Wohnhaus, das nur bei Schönwetter funktioniert. Wir bündeln die Autostellplätze in einer Tiefgarage an der Straße, damit im Inneren des Quartiers großkronige Bäume tief wurzeln können. Das kühlt im Sommer, hält Regenwasser dort, wo es fällt, und macht die Höfe zu einem Lebensraum – für Menschen genauso wie für Tiere und Pflanzen.“
– Siegfried Igler, Obmann Neues Leben

Zeitplan

Die Fertigstellung ist für Frühjahr 2029 geplant. Interessent:innen können sich schon jetzt unverbindlich auf den Websites der beiden Bauträger für eine Wohnung in „Mona’s Liesing“ vormerken lassen.


Über die WBV-GPA

Die Wohnbauvereinigung für Privatangestellte (WBV-GPA) wurde 1953 von der Gewerkschaft der Privatangestellten als eigenständiges gemeinnütziges Unternehmen gegründet. Sie verwaltet heute rund 10.000 Wohnungen in Wien, Niederösterreich und der Steiermark und bietet ihren Mieter:innen sicheren, qualitätsvollen Wohnraum zu leistbaren Preisen. Der Mensch mit seinen Bedürfnissen ist dabei Maßstab des Handelns: In der Hausverwaltung steht die WBV-GPA für Transparenz und einen fairen Umgang auf Augenhöhe, in ihren Projekten auch für alternative Wohnformen wie Baugruppen und für Chancengleichheit. Geschäftsführer ist KommR Mag. Michael Gehbauer, der zugleich Obmann der Landesgruppe Wien des Österreichischen Verbandes gemeinnütziger Bauvereinigungen (GBV) ist.

Über Neues Leben

Die Gemeinnützige Bau-, Wohn- und Siedlungsgenossenschaft „Neues Leben“ wurde am 27. November 1950 mit der Eintragung im Genossenschaftsregister des Handelsgerichts Wien gegründet und zählt seit 75 Jahren zu den gemeinnützigen Wohnbauträgern Wiens. Die Genossenschaft sieht ihre Aufgabe darin, im Rahmen des sozialen Wohnbaus einer breiten Schicht der Bevölkerung leistbaren und qualitätsvollen Wohnraum zu sichern – durch vorausschauende Liegenschaftsakquisition, den Bau von Genossenschaftswohnungen zur dauerhaften Nutzung für ihre Mitglieder, gute Wohnqualität, zeitgemäße Wohnumfeldgestaltung und die Mitwirkung an städtebaulichen Maßnahmen. Sparsamkeit und unbürokratische Strukturen prägen die wirtschaftliche Basis des Unternehmens. An der Spitze der Genossenschaft steht Obmann Dir. Bmstr. Ing. Siegfried Igler.

Rückfragen & Kontakt

WBV-GPA / Wohnbauvereinigung für Privatangestellte
Gemeinnützige Gesellschaft mit beschränkter Haftung
Christian Swoboda
Presse- und Öffentlichkeitsarbeit
E-Mail: [email protected]
Tel.: +43 1 533 34 14-79

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