- 25.09.2026, 09:00:39
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Zehetner: Tourismus ist ein Kraftwerk für Wertschöpfung in unseren Regionen
117,9 Millionen Nächtigungen seit Jahresbeginn – Sommersaison legt um 2,3 % zu – "Ziel sind nicht immer mehr Gäste, sondern mehr Wertschöpfung, starke Betriebe & guter Tourismus"
Österreichs Tourismus bleibt auf Wachstumskurs. Von Jänner bis August wurden laut den heute veröffentlichten vorläufigen Zahlen von Statistik Austria 117,89 Millionen Nächtigungen gezählt - das ist ein Plus von 1,5 Prozent gegenüber dem Vorjahr. Die Zahl der Ankünfte stieg um 2,9 Prozent auf 35,08 Millionen.
Auch die bisherige Sommersaison entwickelt sich positiv: Von Mai bis August wurden 63,31 Millionen Nächtigungen verzeichnet, 2,3 Prozent mehr als im Vergleichszeitraum 2025. Die Zahl der Gäste legte sogar um 3,7 Prozent auf 20,33 Millionen zu. Der August selbst blieb mit 21,33 Millionen Nächtigungen auf dem hohen Niveau des Vorjahres.
Für Tourismus-Staatssekretärin Elisabeth Zehetner sind die Zahlen kurz vor dem Welttourismustag am kommenden Sonntag ein starkes Signal für die Branche: „117 Millionen Nächtigungen in acht Monaten zeigen, wie stark und international gefragt unser Tourismus ist. Dahinter stehen aber keine abstrakten Rekorde, sondern zehntausende Betriebe und hunderttausende Menschen, die jeden Tag dafür sorgen, dass Gäste gerne nach Österreich kommen. Tourismus ist ein Kraftwerk für Wertschöpfung in unseren Regionen - angefangen vom Familienhotel über das Wirtshaus bis zur Seilbahn, vom Handel bis zum regionalen Produzenten.“
Drei von vier Nächtigungen kommen aus dem Ausland
Besonders stark bleibt die internationale Nachfrage. Rund drei Viertel aller Nächtigungen seit Jahresbeginn entfallen auf Gäste aus dem Ausland. Die Auslandsnächtigungen stiegen auf 88,79 Millionen, während auch die Nachfrage aus Österreich mit 29,10 Millionen Übernachtungen stabil blieb.
Deutschland bleibt mit 43,89 Millionen Nächtigungen mit Abstand wichtigster Auslandsmarkt. Besonders dynamisch entwickelte sich Tschechien mit einem Plus von 10,6 Prozent auf 3,59 Millionen Übernachtungen. „Tourismus ist Dienstleistungsexport vor Ort. Der Gast kommt zu uns und bringt Kaufkraft in unsere Städte, Täler und Gemeinden. Gerade in Regionen, in denen es nicht an jeder Ecke einen Industriebetrieb gibt, schafft der Tourismus Arbeitsplätze, Einkommen und wirtschaftliche Perspektiven. Diese Stärke müssen wir erhalten“, so die Staatssekretärin.
„Ein voller August allein reicht nicht“
Gleichzeitig warnt Zehetner davor, touristischen Erfolg ausschließlich an immer neuen Nächtigungsrekorden zu messen.
Mit der Vision T hat Österreich deshalb erstmals eine Tourismusstrategie bis 2035 vorgelegt, die stärker auf Wertschöpfung, Wertschätzung und Werterhalt setzt. Im Mittelpunkt steht ein Tourismus, der „wertvoll für alle - 365 Tage im Jahr“ sein soll. „Ein voller August ist erfreulich. Aber ein voller August allein macht noch keinen wirtschaftlich gesunden Betrieb. Entscheidend ist, was am Ende bei den Betrieben, den Beschäftigten und in den Regionen ankommt. Unser Ziel sind nicht einfach immer mehr Gäste. Wir wollen mehr Wertschöpfung pro Gast, stärkere Betriebe und mehr wirtschaftliche Chancen über das ganze Jahr.“
Genau deshalb soll die Nachfrage stärker auf Frühling und Herbst verteilt werden. Das schafft zusätzliche Wertschöpfung außerhalb der klassischen Hochsaison, stärkt Ganzjahresarbeitsplätze und ermöglicht den Betrieben eine bessere Auslastung ihrer Investitionen.
Vision T: Wettbewerbsfähig bis 2035
Die politische Leitlinie dafür bildet die Vision T. Sie setzt neben Ganzjährigkeit und Wertschöpfung auf wettbewerbsfähige Betriebe, ausreichend Arbeitskräfte, weniger Bürokratie sowie Innovation und Digitalisierung. „Österreich gehört zu den erfolgreichsten Tourismusländern der Welt. Unser Anspruch muss sein, dass das auch 2035 noch so ist. Das gelingt nicht, indem wir uns auf guten Nächtigungszahlen ausruhen. Wir müssen investieren, Innovation ermöglichen, unsere Familienbetriebe stärken und Tourismus als echten Wirtschaftsstandort denken.“
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