- 24.09.2026, 15:11:02
- /
- OTS0171
FPÖ - Krauss: Wiederkehr wälzt eigenes Bildungsversagen auf Volksschüler ab
Integrationsdefizite lösen, statt Niveau nach unten nivellieren. Leistungsstarke Kinder dürfen nicht die Zeche zahlen. FPÖ nun alleine gegen die Gesamtschule?
„Unsere Schulen haben kein Strukturproblem, sondern ein massives Problem bei den Grundkompetenzen. Wer angesichts gravierender Defizite bei Deutsch, Lesen und Sprachverständnis nicht die Ursachen bekämpft, sondern das System umbaut, will offenbar das schlechte Niveau weiter nach unten nivellieren. Nur damit das eigene Versagen weniger auffällt“, kritisiert der Wiener FPÖ-Klubobmann Maximilian Krauss den von Bildungsminister Christoph Wiederkehr geplanten Versuch einer sechsjährigen Volksschule. Angesichts Wiederkehrs Bilanz als Wiener Bildungsstadtrat sei dieser Zugang aber wenig überraschend.
Krauss kritisiert insbesondere, dass die Differenzierung der Bildungswege um zwei Jahre nach hinten verschoben werden soll: „Kinder entwickeln sich unterschiedlich, haben unterschiedliche Begabungen und brauchen deshalb zeitnah unterschiedliche Förderung. Wer diese Unterschiede möglichst lange einebnen will, nimmt in Kauf, dass leistungsstarke Kinder ausgebremst werden. Es kann nicht sein, dass Kinder mit guten Deutschkenntnissen und hoher Leistungsbereitschaft zwei weitere Jahre die Probleme integrationsunwilliger Familien mittragen müssen.“
Die Verantwortung dafür dürfe daher nicht bei den Mitschülern abgeladen werden: „Wenn Eltern ihrer Verantwortung für Integration und Spracherwerb nicht nachkommen, muss der Staat genau dort konsequent ansetzen. Wir brauchen verbindliche Deutschkenntnisse, gezielte Förderung und klare Leistungsstandards. Begabtenförderung darf nicht dem Versuch geopfert werden, Integrationsprobleme durch längeres gemeinsames Lernen zu kaschieren.“
Der Vorstoß in den grundsätzlichen bildungspolitischen Kurs der NEOS ein: „Die sechsjährige Volksschule kommt nicht aus dem luftleeren Raum. Die NEOS propagieren seit Jahren längeres gemeinsames Lernen und die Gesamtschule. Jetzt soll die Trennung zwischen Mittelschule und AHS zunächst um zwei Jahre nach hinten verschoben werden. Ich fordere die ÖVP auf, klar zu sagen, ob sie diesen Weg mitgeht oder einem differenzierten Schulsystem noch irgendeinen Wert beimisst“, fordert Krauss abschließend.
Rückfragen & Kontakt
FPÖ Wien Rathausklub
E-Mail: [email protected]
Website: https://www.fpoe-wien.at
OTS-ORIGINALTEXT PRESSEAUSSENDUNG UNTER AUSSCHLIESSLICHER INHALTLICHER VERANTWORTUNG DES AUSSENDERS - WWW.OTS.AT | NFW






