• 24.09.2026, 13:54:02
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Hanel-Torsch/Arapović: Wien punktet beim Wohnen – erfolgreicher Start für Wohnungsvergabe NEU

Wien (OTS) - 

Mit der Wohnungsvergabe NEU modernisiert Wien den Zugang zum sozialen Wohnbau grundlegend. Ein gemeinsames Wiener Wohn-Ticket und ein flexibles Bonuspunkte-System machen die Vergabe von Wohnungen jetzt noch einfacher und treffsicherer.

Mit dem erfolgreichen Start der Wohnungsvergabe NEU hat in Wien ein neues Zeitalter beim Zugang zum sozialen Wohnbau begonnen. Erstmals werden Gemeindewohnungen und geförderte Wohnungen über ein gemeinsames Wiener Wohn-Ticket vergeben. Gleichzeitig ersetzt ein flexibles Bonuspunkte-System die bisherigen starren Wohnbedarfsgründe. Die größte Reform der Wohnungsvergabe in Wiens Geschichte sorgt für einen einfacheren, transparenteren und treffsichereren Zugang zu leistbarem Wohnraum.

„Wien punktet beim Wohnen – und die erfolgreiche Umsetzung der Wohnungsvergabe NEU unterstreicht dies einmal mehr. Mit dem neuen Modell bewahren wir die Stärken des international vielfach ausgezeichneten Wiener Wohnbaumodells und entwickeln es gleichzeitig für das 21. Jahrhundert weiter. Das System ist jetzt fairer, transparenter und orientiert sich stärker an den tatsächlichen Lebensrealitäten der Menschen“, erklärt Wohnbaustadträtin Elke Hanel-Torsch.

„Mit dem neuen Bonuspunktesystem berücksichtigen wir unterschiedliche Lebenssituationen – etwa auch jene von Alleinerziehenden – und machen die Wohnungsvergabe transparenter, fairer und treffsicherer. Dass die Kategorie ‚Aus- und Weiterbildung‘ bei den Registrierungen gleich Spitzenwerte erzielt, freut mich besonders. Denn wer sich weiterbildet, soll auch bei der Wohnungssuche faire Chancen haben“, so NEOS Wien Klubobfrau und Wohnbausprecherin Selma Arapovic.

Mensch im Mittelpunkt

Mit der Wohnungsvergabe NEU orientiert sich die Vergabe von Gemeindewohnungen und geförderten Wohnungen erstmals umfassend an den individuellen Lebenssituationen der Wohnungssuchenden. Statt einzelner starrer Vergabegründe wird künftig die gesamte Wohn- und Lebenssituation berücksichtigt. Wer mehr Unterstützung benötigt, erhält mehr Bonuspunkte und verbessert damit seine Chancen auf eine passende Wohnung.

Dieses Bonuspunkte-System ist das Kernstück der Reform. Es sorgt dafür, dass leistbarer Wohnraum dort ankommt, wo er besonders dringend benötigt wird. Wer sich in Ausbildung befindet, allein Kinder betreut, mehr Platz für die Familie benötigt, hohe Wohnkosten trägt oder Pflegeverantwortung übernimmt, findet sich nun deutlich besser im Vergabesystem wieder. Auch Trennung, drohender Wohnungsverlust oder Wohnbedarf aufgrund häuslicher Gewalt werden gezielt berücksichtigt.

Die Bonuspunkte werden nach klar definierten Kriterien vergeben:

  • Wohnbedarf aufgrund häuslicher Gewalt: 100 Punkte
  • Chronische Mobilitätseinschränkung: bis zu 100 Punkte
  • Pflege zu Hause: bis zu 100 Punkte
  • Alleinerziehend: bis zu 80 Punkte
  • Drohender Wohnungsverlust: bis zu 80 Punkte
  • Betreute Person: 75 Punkte
  • Wechsel in kleinere Wohnung: bis zu 70 Punkte
  • Jungwiener*in: 50 Punkte
  • Überbelag: 50 Punkte
  • Wohnkosten: 50 Punkte
  • Wohnung ohne Bad und/oder WC: bis zu 50 Punkte
  • Trennung/Scheidung: bis zu 50 Punkte
  • Wien-Bonus: bis zu 45 Punkte
  • Lange Wartezeit: bis zu 45 Punkte
  • Schwangerschaft: 30 Punkte
  • Wohnungswechsel ab 65 Jahren aus dem Gemeindebau: bis zu 30 Punkte
  • Aus- und Weiterbildung: 20 Punkte

Je höher die Summe der erreichten Bonuspunkte, desto höher ist die Reihung bei der Wohnungsvergabe. Damit wird die Vergabe nicht nur treffsicherer, sondern auch nachvollziehbarer und transparenter.

Bei aller Innovation baut die Wohnungsvergabe NEU weiterhin auf den bewährten Grundsätzen des Wiener Wohnbaumodells auf. Der Wien-Bonus für langjährige Wiener*innen bleibt ebenso erhalten wie die unbefristeten Mietverträge im Gemeindebau. Die Reform sorgt damit für einen einfacheren und treffsichereren Zugang zum sozialen Wohnbau, ohne auf jene Stärken zu verzichten, die den Wiener Wohnbau seit vielen Jahren so erfolgreich machen.

Erste Bilanz zeigt hohe Akzeptanz

Das Interesse am neuen System wurde schon mit dem Start der Registrierung im Sommer deutlich sichtbar. Mehr als 38.500 Haushalte haben bereits ein Konto im neuen System angelegt. Rund 32.500 Wohnanträge wurden eingebracht und bereits mehr als 13.500 Wiener Wohn-Tickets ausgestellt. Seitens der Wohnberatung Wien wurden mehr als 12.500 Beratungsgespräche geführt, über 1.000 vor Ort beim Tag des Wiener Wohnbaus am 6.9., der ganz unter dem Motto persönliche Beratung zur Vergabe Neu stand.

Die erste Punkte-Verteilung unter den Registrierten zeigt eine klare Richtung: Mit Abstand Spitzenreiter bei der Verteilung ist der Wien-Bonus für Langzeit-Wiener*innen, danach folgen Überbelag und Jungwiener*innen auf den Plätzen 2 und 3. Die neue Kategorie Aus- und Weiterbildung erweist sich als Volltreffer und liegt bereits auf Platz 5 des Punkte-Rankings, gefolgt von den Alleinerziehenden.

Diese Zahlen zeigen die hohe Akzeptanz und unterstreichen das große Interesse an der neuen Wohnungsvergabe.

Die Wohnungsvergabe NEU wird laufend evaluiert und weiterentwickelt. Die Wohnberatung Wien bleibt die zentrale Anlaufstelle für alle Fragen rund um Registrierung, Wiener Wohn-Ticket und Wohnungssuche. Ergänzend stehen unter www.wohnberatung-wien.at umfangreiche Informationsangebote, FAQs sowie Video-Anleitungen zur Verfügung.

Rückfragen & Kontakt

Stephan Grundei
Mediensprecher
Stadträtin für Wohnbau und Frauen Elke Hanel-Torsch
Tel.: 0676/8118 98057
E-Mail: [email protected]

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