- 24.09.2026, 11:50:03
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10 Jahre „Kanal optimal“: Wiener Schüler*innen erforschen im Labor, was nicht in den Kanal gehört
Seit zehn Jahren untersuchen Wiener Schüler*innen im Laborpraktikum „Kanal optimal“, was Fett, Speiseöl und Essensreste in der Kanalisation anrichten. Mehr als 8.000 Jugendliche der 8. Schulstufe haben das kostenlose Angebot von Wien Kanal und dem Vienna Open Lab seit 2016 genutzt. Am Donnerstag, 24. September 2026, feierten die beiden Partner das im Vienna Open Lab.
Im dreistündigen Praktikum wird experimentiert. Die Schüler*innen testen, wie sich Fett, Speiseöl und Essensreste auf die Kanalisation auswirken, bestimmen in Wassertests unter anderem den Sauerstoff- und Sulfitgehalt und bauen selbst eine Fettabscheideanlage. Dazu bekommen sie Einblick, wie die Abwasserentsorgung einer Millionenstadt funktioniert.
„Klimabildung beginnt dort, wo Kinder lernen, ihre unmittelbare Umwelt zu verstehen. Wien Kanal zeigt seit vielen Jahren, wie sich komplexe Themen rund um Wasser, Abwasser und Klimaschutz altersgerecht vermitteln lassen“, betont Klimastadtrat Jürgen Czernohorszky. Heute feiern wir hier im Vienna Open Lab zehn Jahre erfolgreiche Zusammenarbeit, in denen mehr als 8.000 Schüler*innen die Wiener Abwasserentsorgung ganz praktisch kennengelernt und selbst experimentiert haben.“
Hinter den Versuchen steht eine einfache Botschaft: Was über Küchenspüle oder Toilette entsorgt wird, landet direkt im Kanal. Aber das Klo ist kein Mistkübel. Fette und Öle bilden dort Ablagerungen, die Rohre verstopfen, den Abfluss behindern und zu üblen Geruch führen. Altspeiseöl gehört deshalb in den „WÖLI“, der auf allen Wiener Mistplätzen kostenlos abgeholt und abgegeben werden kann. Zusätzlich gibt es Rückgabestationen in ausgewählten Filialen des Lebensmittelhandels.
Andreas Ilmer, Direktor von Wien Kanal, sieht im Praktikum eine Chance, eine verborgene Infrastruktur greifbar zu machen: „Unsere Arbeit findet zu einem großen Teil unter der Erde statt und bleibt im Alltag oft unsichtbar. Gerade deshalb ist es uns wichtig, die technischen Zusammenhänge verständlich zu machen. Besonders Abfall im Kanal verursacht viele Probleme bei der Kanalreinigung und Abwasserentsorgung. Mit unseren Bildungsangeboten wollen wir zeigen, wie diese Infrastruktur funktioniert, wie man damit umgeht und warum sie für die Stadt wichtig ist.“
Karin Garber, Leiterin des Vienna Open Lab, sieht in „Kanal optimal“ ein Beispiel dafür, wie Umweltbildung erfolgreich gestaltet werden kann: „Kinder und Jugendliche lernen besonders nachhaltig, wenn sie selbst ausprobieren, beobachten und Zusammenhänge entdecken können. Genau das macht die Zusammenarbeit zwischen dem Vienna Open Lab und Wien Kanal möglich: Aus einem alltäglichen Thema wie Abwasser wird ein spannendes Forschungserlebnis und beim Experimentieren sehen die Teilnehmenden unmittelbar und eindrücklich, welche Auswirkungen unser tägliches Handeln auf Wasser und Umwelt hat.
Das Laborpraktikum findet jährlich im Herbst im Vienna Open Lab, 3., Dr.-Bohr-Gasse 3 statt. Wiener Schulklassen der 8. Schulstufe stehen insgesamt 30 Termine kostenlos zur Verfügung. Lehrkräfte können mit einer Klasse bis zu 25 Schüler*innen anmelden. Die Termine werden nach der Reihung der Anmeldung vergeben. Anmeldemöglichkeiten unter viennaopenlab.at oder telefonisch unter +43 1 79044-459.
Wien Kanal – Die Abwasserprofis
Rund 470 Mitarbeiter*innen halten das Kanalnetz funktionsfähig und sauber. So werden täglich bis zu 20 Tonnen abgelagertes Material aus den Kanälen geräumt, um den Abfluss zur Kläranlage zu garantieren. 99,9 Prozent aller Haushalte in Wien sind an das städtische Kanalnetz angeschlossen. Trotzdem wächst das Wiener Kanalnetz jährlich um rund zehn Kilometer. Mehr als 700 Kanalbaustellen werden jedes Jahr zur Erhaltung und Reparatur durchgeführt. Durchschnittlich fünf Kilometer Kanal werden unterirdisch, also nahezu aufgrabungsfrei, saniert. Unterirdisch sind auch die Roboter von Wien Kanal unterwegs. Allein im vergangenen Jahr haben sie mehr als 200 Kilometer im Abwasserlabyrinth zurückgelegt und die Rohre auf Beschädigungen untersucht.
Weitere Informationen zu den Klimabildungsangeboten von Wien Kanal: https://www.wien.gv.at/umwelt/kanal/umweltbildung/
Weitere Informationen zu „Kanal optimal“: https://www.wien.gv.at/umwelt/mitmachlabor-kanal-optimal
Pressebilder zu dieser Aussendung sind in Kürze unter https://presse.wien.gv.at/bilder abrufbar. (Schluss)
Rückfragen & Kontakt
Josef Gottschall
Leiter der Stabstelle Öffentlichkeitsarbeit
Wien Kanal
Telefon: 01 4000 30021
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