- 24.09.2026, 09:46:32
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- OTS0061
GLOBAL 2000: Geologische Speicherung von CO2 als teurer Irrweg
Enormer Energiewand, mögliche Leckage sowie fehlende Strategie zur Vermeidung machen Technologie klimaschädlich und kostenintensiv.
Anlässlich der heute startenden Begutachtung des "Bundesgesetzes über die geologische Speicherung von Kohlenstoffdioxid (KSp-G)" warnt die Umweltschutzorganisation GLOBAL 2000 vor zu großen Erwartungen in diese Technologie: "Die geologische Speicherung von CO2 ist ein teurer Irrweg, wenn sie als große Lösung verkauft wird. Tatsächlich sind viele Fragen ungelöst: Der enorme Energieaufwand macht sie zu einer klimaschädlichen Technologie. Weiters ist die dauerhafte Lagerung von CO2 nicht gesichert, weil es zu Leckagen kommen kann. Wenn, dann darf diese Technologie nur in Ausnahmefällen zur Anwendung kommen, wo keine andere Möglichkeit besteht, CO2 zu vermeiden," so Johannes Wahlmüller, Klima- und Energiesprecher von GLOBAL 2000.
Zusätzliches Bundesland an Strom
Selbst im Fall einer begrenzten Anwendung, rechnet das Umweltbundesamt mit einem enormen Energiebedarf von 8,9 TWh Wärme und 4,9 TWh Strom. Zum Vergleich: Das Datencenter in Kronstorf wird im Vollausbau 4,4 TWh Strom verbrauchen. Diese Energiemengen sind derzeit nicht in nationale Ausbaupläne für erneuerbare Energien eingeplant. GLOBAL 2000 sieht dies aber als Voraussetzung an, um die Technologie überhaupt in Erwägung zu ziehen, da ansonsten fossile Energie dafür sorgen würde, dass CO2 abgeschieden werden kann. „In Zeiten globaler Energiekrisen würde sich Österreich mit CSS-Speichern und Datencentern großen zusätzlichen Stromverbrauch schaffen, anstatt an einer Strategie zur langfristigen Minderung des Energieverbrauchs zu arbeiten“, so Wahlmüller weiter.
Elf Milliarden mitten ins Sparbudget
Elf Milliarden Euro: Der Ausbau der Infrastruktur wird teuer und die erwarteten Kosten müssen aktuell direkt über bereits hoch belastete Budgets abgewickelt werden. Die Umweltschutzorganisation GLOBAL 2000 pocht daher auf das Verursacherprinzip: „Diese Kosten müssen von jenen getragen werden, die die Verschmutzung mit CO2 verursachen und dürfen auf keinen Fall auf die Öffentlichkeit abgewälzt werden. Öffentliche Mittel braucht es verstärkt für die Förderung thermischer Sanierung, den Ausbau des öffentlichen Verkehrs und für den Ausbau erneuerbarer Energieträger.“
Weiters sieht GLOBAL 2000 die Notwendigkeit, Forschung in jenen Bereichen zu investieren, wo derzeit noch keine Optionen zur CO2-Vermeidung bestehen. Denn was heute noch nicht möglich ist, kann morgen lösbar werden.
"Aus unser Sicht fehlen noch einige wichtige Voraussetzungen für die geologische Speicherung von CO2 in Österreich. Dazu gehören ausreichend erneuerbare Energie und die klare Verankerung des Verursacherprinzips für die enormen Kosten", so Johannes Wahlmüller, Klima- und Energiesprecher von GLOBAL 2000 abschließend.
Rückfragen & Kontakt
Rückfragen & Kontakt:
Johannes Wahlmüller, Energiesprecher GLOBAL 2000, +43 699 142000 41,
[email protected]
Marcel Ludwig, Pressesprecher GLOBAL 2000, +43 699 142000 20,
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