• 24.09.2026, 09:03:32
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PEK: Energiekrise – Europa muss mehr Kraftstoff selbst erzeugen

Schmuckenschlager: Höhere Beimischung erneuerbarer Kraftstoffe senkt Importabhängigkeit und stärkt Versorgungssicherheit

Wien (OTS) - 

„Die aktuelle Energiekrise führt uns drastisch vor Augen, wie abhängig Europa bei seiner Kraftstoffversorgung noch immer von Importen und internationalen Krisenregionen ist. Wenn die USA einen Exportstopp für Diesel prüfen und die Straße von Hormuz als zentrale Versorgungsroute ausfällt, muss Europa daraus Konsequenzen ziehen. Wir müssen mehr Kraftstoffe selbst erzeugen und jene erneuerbaren Alternativen stärker nutzen, die heute schon verfügbar sind“, fordert Johannes Schmuckenschlager, Obmann der Plattform Erneuerbare Kraftstoffe (PEK).

Die Lage auf den internationalen Kraftstoffmärkten hat sich zuletzt weiter zugespitzt. Die USA prüfen angesichts hoher Preise Beschränkungen ihrer Diesel-Exporte. Gleichzeitig sorgen die Krise im Nahen Osten und die Einschränkungen auf der wichtigen Transportroute durch die Straße von Hormuz für erhebliche Unsicherheit. Frankreichs Präsident Emmanuel Macron fordert daher bereits Maßnahmen auf europäischer Ebene – darunter einen verstärkten Einsatz von B10-Diesel.

Mehr erneuerbar heißt weniger abhängig

Die PEK fordert eine rasche Erhöhung der erneuerbaren Anteile bei Diesel und Benzin sowie bessere Rahmenbedingungen für den Ausbau der europäischen Produktion. Die notwendigen Technologien sind vorhanden und können bereits in der bestehenden Fahrzeugflotte eingesetzt werden.

„Was wir in Europa selbst nachhaltig erzeugen können, müssen wir nicht aus zunehmend unsicheren Regionen importieren. Höhere Beimischungen ersetzen fossile Energie, reduzieren CO₂-Emissionen und schaffen zusätzliche Wertschöpfung in Europa. Wir sollten diese Möglichkeiten nutzen, bevor aus Abhängigkeit tatsächliche Versorgungsprobleme werden“, so Schmuckenschlager.

Erneuerbaren Anteil steuerlich entlasten

Gleichzeitig spricht sich die PEK dafür aus, erneuerbare Kraftstoffanteile steuerlich zu entlasten. Damit könne deren Einsatz beschleunigt und gleichzeitig eine preisdämpfende Wirkung für die Bevölkerung erzielt werden.

„Es wäre widersinnig, erneuerbare, möglichst regional produzierte Energie steuerlich genauso zu behandeln wie importierte fossile Energie. Wer fossile Importe ersetzt und CO₂ einspart, sollte einen entsprechenden Vorteil haben. So können wir Versorgungssicherheit und Klimaschutz mit einer unmittelbar spürbaren Entlastung an der Zapfsäule verbinden“, erklärt Schmuckenschlager.

Eigene Produktion stärken – Bezugsquellen verbreitern

Neben dem Ausbau der eigenen Produktion müsse Europa seine Bezugsquellen breiter aufstellen und Partnerschaften mit verlässlichen Lieferländern vertiefen. Dabei komme auch Kanada als bedeutendem Energieproduzenten und stabilem Partner Europas besondere Bedeutung zu.

„Die vergangenen Jahre haben gezeigt: Energieversorgung ist auch eine Frage der Sicherheit. Europa muss mehr selbst produzieren, erneuerbare Kraftstoffe stärker einsetzen und seine Bezugsquellen diversifizieren. Damit stärken wir unsere Handlungsfähigkeit in Krisenzeiten und verbinden Versorgungssicherheit mit Klimaschutz und wirtschaftlicher Wertschöpfung“, so Schmuckenschlager abschließend.

Rückfragen & Kontakt

PEK Plattform Erneuerbare Kraftstoffe
Dipl.-Ing. Alexander Bachler, Geschäftsführer
Telefon: +43 676 834 418 595
E-Mail: [email protected]
Website: https://www.pek.energy

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