• 24.09.2026, 08:40:32
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Alles Tierwohl? Neue Richtlinie bringt besseren Schutz vor irreführenden Produktangaben

VIER PFOTEN: Wichtiger Schritt im Kampf gegen Greenwashing

Wien (OTS) - 

Am 27. September tritt auf Basis einer EU-Richtlinie eine Änderung des Bundegesetzes gegen unlauteren Wettbewerb (UWG) in Österreich in Kraft. Damit sollen Konsument:innen besser vor irreführenden Nachhaltigkeits- und Tierwohlversprechen auf Produktverpackungen bzw. bei der Produktbewerbung geschützt werden. Für VIER PFOTEN ist die Richtlinie ein wichtiger Schritt im Kampf gegen Greenwashing.

„Gerade der Begriff „Tierwohl“ wurde in den letzten Jahren geradezu inflationär von Unternehmen verwendet, um Produkte zu bewerben. Da es dafür allerdings keine allgemeingültige Definition gibt, konnten sich Unternehmen Tierschutz auf die Fahnen schreiben, ohne das Versprechen ausreichend belegen zu können. Denn ganz klar: Tierwohl ist immer positiv konnotiert – selbst wenn man nicht weiß, was es bedeutet“, sagt VIER PFOTEN Kampagnenleiterin Veronika Weissenböck.

Künftig sind allgemeine Aussagen über die Tierfreundlichkeit oder Nachhaltigkeit eines Produkts nicht zulässig, wenn kein anerkannter Nachweis vorliegt. Mit Umwelt-, Sozial- oder allgemeinen Nachhaltigkeitssiegeln darf nur dann geworben werden, wenn sie entweder auf einem öffentlich etablierten Kennzeichnungssystem beruhen oder Teil eines privaten Zertifizierungssystems mit strengen, transparenten und überprüfbaren Kriterien sind.

Für VIER PFOTEN ist dies eine ganz wesentliche Maßnahme gegen Konsument:innentäuschung und Intransparenz. Weissenböck: „Es ist sehr erfreulich, dass es künftig jeder nachvollziehbar belegen können muss, der mit verantwortungsvoller Tierhaltung oder Nachhaltigkeit wirbt. Nur mit klaren Informationen darüber, wie Tiere gehalten, transportiert und geschlachtet werden, können Konsument:innen informierte Kaufentscheidungen treffen.

Die Tierschutzorganisation wird auf jeden Fall allen Unternehmen auf die Finger schauen, ob sie die Richtlinie auch tatsächlich einhalten. „Konsument:innen lassen sich ungern für dumm verkaufen. Falsche Produktversprechungen dürfen einfach nicht durchgehen, darauf werden wir ein Auge haben.“

Von der Politik fordert VIER PFOTEN, die Richtlinie als Basis für weitere Maßnahmen zu nutzen. „Wir brauchen eine verpflichtende gesetzliche Kennzeichnung von tierischen Produkten nach der Haltungsform und der Herkunft, die für die Menschen leicht verständlich ist. Nur so können echte Transparenz und Fairness im Wettbewerb gewährleistet werden“, so die VIER PFOTEN Kampagnenleiterin.

Rückfragen & Kontakt

VIER PFOTEN - Stiftung für Tierschutz
Mag. Elisabeth Penz
Telefon: 06643086303
E-Mail: [email protected]
Website: https://www.vier-pfoten.at

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