• 24.09.2026, 08:35:32
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Vasold (SPÖ): Jugendcollege ist der Schlüssel zu neuen Chancen

Wien (OTS) - 

SPÖ-Gemeinderätin und Sozialsprecherin Stefanie Vasold unterstreicht die Bedeutung des Wiener Jugendcolleges als Bildungs- und Integrationsangebot für junge Menschen mit Fluchthintergrund. Die Kritik der FPÖ weist sie entschieden zurück: Die bisherigen Ergebnisse würden zeigen, dass das Angebot jungen Menschen konkrete Perspektiven eröffnet, ihre Chancen am Arbeitsmarkt verbessert und gleichzeitig dazu beiträgt, Transferleistungen zu reduzieren.

Junge Menschen werden nachhaltig in den Arbeitsmarkt integriert

„Dass die FPÖ nicht verstanden hat, was das Jugendcollege ist, haben wir mittlerweile mehrfach wahrgenommen“, kritisiert Vasold die Aussagen der Wiener Freiheitlichen. Das Jugendcollege ist ein kostenloses Bildungsangebot für Jugendliche und junge Erwachsene mit Fluchthintergrund zwischen 15 und 25 Jahren. Ausgangspunkt für das Angebot ist gewesen, dass 2024 viele Personen dieser Zielgruppe beim AMS oder in der Wiener Mindestsicherung erfasst waren. Daraufhin wurde das Jugendcollege in Kooperation von MA 40 und AMS geschaffen. „Unser Ziel ist klar: Wir wollen die Integration in den Arbeitsmarkt erhöhen, Menschen ausbilden und gleichzeitig Fachkräfte für jene Bereiche gewinnen, in denen sie dringend gebraucht werden“, erklärt Vasold. Ebenso geht es darum, die gesellschaftliche Teilhabe der jungen Menschen zu stärken. Dafür bietet das Jugendcollege ein individuelles und strukturiertes Bildungsprogramm mit mehr als 30 Wochenstunden. Neben Grundkenntnissenund Deutschunterricht werden gesellschaftspolitische Themen vermittelt sowie persönliche Fähigkeiten und Talente gefördert. „Das schafft die Grundlage dafür, dass Teilnehmer*innen anschließend eine Berufsausbildung beginnen, weitere Bildungsangebote nutzen oder über Praktika direkt in den Arbeitsmarkt einsteigen können“, so Vasold.

Evaluierung zeigt konkrete Ergebnisse

Die von Vasold angeführten Ergebnisse der Evaluierung sprechen aus ihrer Sicht eine klare Sprache: Von mehr als 6.000 bisherigen Teilnehmer*innen seien mittlerweile knapp 60 Prozent nicht mehr in der Mindestsicherung. 87 Prozent hätten Pflichtschulabschlusskurse und Prüfungen positiv bestanden, 60 Prozent ÖIF-Deutschprüfungen erfolgreich absolviert. „Das sind keine Selbsteinschätzungen, sondern konkrete Ergebnisse“, betont Vasold. „Das Jugendcollege ist eine wichtige Maßnahme und arbeitsmarktpolitisch sinnvoll.“ Für die nächste Tranche 2026 bis 2027 sind laut Vasold 2.664 Plätze vorgesehen. Die Kosten für die Stadt Wien betragen 16,86 Millionen Euro. Gleichzeitig würden Zuschüsse des AMS sowie geringere Ausgaben für die Mindestsicherung die öffentlichen Kosten reduzieren. „Es geht darum, junge Menschen nachhaltig in den Arbeitsmarkt zu integrieren: statt dauerhaft Transferleistungen zu bezahlen, ermöglichen wir Ausbildung, Arbeit und damit langfristig auch eigene Einkommen und Steuereinnahmen“, so Vasold.

Besonders treffend sei für sie die Aussage eines Teilnehmers: „Jedes neue Wort war ein Schlüssel zu einer neuen Tür.“ Vasold abschließend: „Mit dem Jugendcollege öffnen wir weitere 2.664 Türen für junge Menschen. Und das ist gut so.“ (Schluss) ilp

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