• 23.09.2026, 20:29:32
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Rotes Kreuz verlieh Humanitätspreis für herausragendes humanitäres Engagement

Elisabeth Fuchs, Wieland Schneider, Christine Scholten und die PORR AG erhalten vom Österreichischen Roten Kreuz Auszeichnung der Heinrich-Treichl-Stiftung.

Wien (OTS) - 

Mit dem Humanitätspreis der Heinrich-Treichl-Stiftung werden Menschen geehrt, die sich mit herausragendem humanitärem Engagement für die Gesellschaft einsetzen. Elisabeth Fuchs, Wieland Schneider, Christine Scholten und die PORR AG erhielten am Mittwoch, den 23. September 2026, im Wiener Haus der Musik die Auszeichnung des Österreichischen Roten Kreuzes durch Präsident Gerald Schöpfer verliehen.

„Die Bandbreite ihres Engagements ist beeindruckend und zeigt die besondere Bedeutung des Einsatzes für die Menschlichkeit in herausfordernden Zeiten. Verantwortung für die Gesellschaft liegt aber nicht nur bei einzelnen Menschen, sondern auch bei Unternehmen. Es freut mich ganz besonders, den Humanitätspreis der Heinrich-Treichl-Stiftung an Menschen und Unternehmenspartner zu verleihen, die leuchtende Beispiele für langjähriges, außergewöhnliches soziales Engagement sind“, so Rotkreuz-Präsident Schöpfer.

Fotos: Hier klicken (Credit: ÖRK/Markus Hechenberger)

Informationen zu den Preisträger:innen:

Elisabeth Fuchs, Bildungsdirektorin der Stadt Wien: Als ehrenamtliche Leiterin des Wiener Jugendrotkreuzes, Leiterin einer Volksschule in Meidling, Pflichtschulinspektorin in mehreren Wiener Bezirken und in leitender Funktion innerhalb der Wiener Bildungsdirektion fördert sie seit Jahren humanitäre Bildung, Solidarität, Gesundheitsbewusstsein, Erste-Hilfe-Kompetenz sowie soziales Verantwortungsgefühl bei jungen Menschen. Sie setzt sich konsequent für die Förderung benachteiligter Schüler:innen, für inklusive Bildung sowie für ein respektvolles und menschenwürdiges Miteinander an Schulen ein. Besonders hervorzuheben ist ihr Engagement für jene Kinder und Jugendlichen, die aufgrund sozialer, sprachlicher oder persönlicher Herausforderungen besonderer Unterstützung bedürfen.

Als eine der zentralen Aufgaben von Bildung sehe ich nicht nur die Vermittlung von Wissen und Kompetenzen, sondern auch die Entwicklung von Persönlichkeit und die Vermittlung von Werten. Gerade die humanitäre Wertevermittlung gewinnt in einer Zeit, in der gesellschaftlicher Zusammenhalt und Solidarität besonders gefordert sind, zunehmend an Bedeutung. Ich freue mich sehr, dass ich in meiner Funktion als Landesleiterin des Wiener Jugendrotkreuzes die Möglichkeit habe, die vielfältigen Angebote des Roten Kreuzes in die Schulen zu bringen und damit Pädagog:innen in ihrer verantwortungsvollen Aufgabe zu unterstützen. Der Humanitätspreis ist für mich daher auch eine besondere Anerkennung für die Bedeutung von Menschlichkeit, Solidarität und Verantwortung in der Bildungsarbeit.“

Wieland Schneider, stellvertretender Ressortleiter Außenpolitik „Die Presse“: Für seine journalistischen Berichte reist er in Krisengebiete wie den Irak, Syrien und zuletzt mit dem Roten Kreuz in den Sudan, wo seit April 2023 mehr als 50 Millionen Menschen weitgehend unbemerkt von der Öffentlichkeit in einem bewaffneten Konflikt unter Vertreibung, Hunger und Krankheiten wie Malaria und Cholera leiden. Schneider macht sich damit selbst ein Bild von der Not der Menschen vor Ort. Er lässt Schicksale sichtbar werden, die sonst verborgen bleiben, berichtete zum Beispiel ab 2011 vom Arabischen Frühling und den Auswirkungen auf die Bevölkerung in der Region. Er besuchte mehrmals die Menschen, die unter der Gewalt der Terrororganisation IS gelitten haben und machte dabei auf das Leid der Jesidinnen und Jesiden aufmerksam.

„Weltweit toben so viele Kriege und Konflikte wie schon lange nicht mehr. Zugleich wird das humanitäre Völkerrecht immer weniger respektiert oder in politischen Diskussionen ausgehöhlt. Als Journalist sehe ich es als meine Aufgabe an, die Auswirkungen davon zu zeigen und dabei auch die Betroffenen in Kriegsgebieten zu Wort kommen zu lassen. Ich freue mich sehr, dass diese Arbeit mit dem Humanitätspreis der Heinrich-Treichl-Stiftung gewürdigt wird.“

Christine Scholten, Fachärztin für Innere Medizin und Kardiologie, Gründerin der Initiative „NACHBARINNEN“. Die zentrale Idee: Frauen mit eigener Migrations- oder Fluchterfahrung, die selbst einen Weg in ein selbstbestimmtes Leben gefunden haben, sind als „NACHBARINNEN“ beim Verein angestellt. Sie begleiten andere Frauen aus ihren Herkunftscommunities. Gleiche Sprache, geteilte kulturelle Erfahrung – daraus entsteht eine Vertrauensbasis, die auch Frauen unter strenger sozialer Kontrolle erreicht. Seit Projektgründung wurden bereits mehr als 4.500 Familien begleitet. Gearbeitet wird aufsuchend und zu Hause, kultur- und traumasensibel: mit häuslicher Lernhilfe für Kinder im Einzelsetting, Deutsch-Lernhilfe für Frauen ohne Zugang zu einem Kurs, sowie Unterstützung bei Existenzsicherung, Gesundheitsvorsorge, Erziehungsfragen, demokratischer Teilhabe und Gleichstellung. Dazu kommen Kulturprogramme für Frauen und Kinder und viel Vernetzung mit der österreichischen Bevölkerung. Ein wesentliches Ziel ist der Einstieg in die Erwerbstätigkeit: Arbeitstrainings, ein ausgeklügeltes Programm und die eigene Nähwerkstatt als Brücke in den Arbeitsmarkt zeigen hohe Vermittlungszahlen.

„‚Es ist nicht die Herkunft, die zählt, sondern die Zukunft‘ – das habe ich gern von Richard von Weizsäcker übernommen – durch gelebte Frauensolidarität entwickeln die ‚NACHBARINNEN‘ mit den begleiteten Müttern die Perspektive einer guten Zukunft für die ganze Familie.“

PORR AG: Seit 2011 ist die PORR AG durchgehend Partner des Österreichischen Roten Kreuzes. Das Unternehmen unterstützt das ÖRK mit Spenden zu Gunsten von Projekten für Menschen in Not. Im Fokus der Zusammenarbeit liegen internationale Projekte und Katastrophenhilfe ebenso wie die Individuelle Spontanhilfe für Menschen in Österreich.

PORR CEO Karl-Heinz Strauss: „Als Bauunternehmen arbeiten wir bei der PORR tagtäglich daran, eine bessere Welt zu schaffen – und dazu zählt für uns auch gesellschaftliche Verantwortung. Das Österreichische Rote Kreuz leistet unverzichtbare Hilfe für Menschen in Not. Diese Arbeit seit vielen Jahren unterstützen zu dürfen, ist uns ein großes Anliegen. Die Auszeichnung mit dem Humanitätspreis der Heinrich-Treichl-Stiftung freut mich deshalb sehr.“

Ehrung für herausragendes humanitäres Engagement

Mit dem Humanitätspreis der Heinrich-Treichl-Stiftung ehrt das Rote Kreuz seit 1993 Personen und seit 2018 auch Unternehmen für ihr herausragendes humanitäres Engagement. Namensgeber ist der bekannte Bankier und ehemalige Rotkreuz-Präsident Heinrich Treichl, zu dessen Ehren die Stiftung vom Roten Kreuz gegründet wurde. Zu den bisherigen Preisträgern gehören unter anderen Ute Bock, Christoph Badelt, Gregor Seberg, Alexandra Föderl-Schmid, Nina Horaczek und Christian Jänsch.

Rückfragen & Kontakt

Österreichisches Rotes Kreuz
Mag. Gerald Richter
Telefon: +43/1/58 900 - 153 +43/664/5444619
E-Mail: [email protected]
Website: https://www.roteskreuz.at

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