- 23.09.2026, 13:34:33
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KEBÖ-Jahrestagung 2026: Zukunft lernen – Erwachsenenbildung gestaltet morgen
Mehr als 160 Vertreter:innen aus Erwachsenenbildung, Politik, Wissenschaft und Zivilgesellschaft diskutierten über die Zukunft des lebensbegleitenden Lernens in Österreich

Unter dem Leitmotiv „Zukunft lernen“ fand am 22. September 2026 die Jahrestagung der Konferenz der Erwachsenenbildung Österreichs (KEBÖ) in der Volkshochschule Steiermark statt. Im Mittelpunkt standen die Vorbereitungen für die Entwicklung einer neuen österreichischen Strategie für lebensbegleitendes Lernen, deren Prozess im Oktober startet. Die Tagung bot zugleich die Gelegenheit, zentrale Anliegen der gemeinnützigen Erwachsenenbildung direkt mit Bundesministerin Eva-Maria Holzleitner (BMFWF) zu diskutieren.
Gemeinsam für das Recht auf Bildung
AK-Präsident Josef Pesserl begrüßte die über 160 Gäste aus Erwachsenenbildung, Politik, Wissenschaft und Zivilgesellschaft als „Hausherr“ im VHS-AK Bildungszentrum. Er zeigte sich beeindruckt über die Leistungsbilanz der KEBÖ: Allein 2025 konnten die in der KEBÖ vereinten Verbände 2,6 Millionen Teilnahmen an über 173.000 Bildungsveranstaltungen zählen.
VÖV-Präsident Heinz Fischer eröffnete die Tagung mit einem Plädoyer für Teilhabe: "Bildung ist nicht nur die Vermittlung von Wissen, sondern die Befähigung von Menschen, ihre Zukunft verantwortungsvoll mitzugestalten."
Ein inhaltlicher Höhepunkt war die Keynote von Gina Ebner (EAEA) zum Thema „Was braucht Lebensbegleitendes Lernen heute?“. In der anschließenden Diskussionsrunde tauschten sich Ebner, John Evers (KEBÖ), Maria Stimm (Universität Graz) und Stefan Wallner (Bündnis Gemeinnützigkeit) unter Moderation von Lo Hufnagl (VHS Wien) aus. John Evers brachte einen klaren Appell in die Debatte ein: „Die Zukunft Österreichs entscheidet sich daran, ob alle Menschen Zugang zu Bildung haben. Deshalb brauchen wir mehr Investitionen in Grundbildung, eine starke Demokratiebildung, lebendige Lern- und Begegnungsorte in den Regionen und eine klare Absicherung der gemeinnützigen Erwachsenenbildung. Denn vor allem sie schafft Bildungschancen, stärkt den Zusammenhalt und reinvestiert ihre Mittel in die Menschen statt in Gewinne. Genau deshalb ist sie von unschätzbarem Wert für unsere Gesellschaft.“
Dialog und Austausch: Gemeinnützige Erwachsenenbildung erlebbar machen
Am Nachmittag stand zunächst der Marktplatz der Erwachsenenbildung im Mittelpunkt: 18 Organisationen zeigten dort, wie vielfältig die Erwachsenenbildung ist und nutzten den Raum für Netzwerken und Austausch mit Akteur:innen der Branche.
Anschließend diskutierten Miriam Anna Moderegger (VÖV), Julia Schafferhofer (Freie Journalistin), Gerald Strobel (BFI Österreich) und Doris Wyskitensky (bifeb) unter Moderation von Kerstin Slamanig (Bildungsnetzwerk Steiermark) über die Frage „Wie machen wir die Arbeit der Erwachsenenbildung sichtbarer?“.
Den Abschluss bildete ein Dialog mit Bundesministerin Eva-Maria Holzleitner zum Thema „Lebenslanges Lernen in Österreich“. Die Ministerin betonte dabei die Bedeutung der Erwachsenenbildung für die Gesellschaft: „Die Erwachsenenbildung und mich persönlich eint der Einsatz für das Recht auf Bildung. Dieses Recht wird tagtäglich in der KEBÖ gelebt, durch die Schaffung von Angeboten, die allen Menschen offen stehen, unabhängig von Geschlecht, Herkunft, Wohnort oder Altersgruppe und das in allen Lebenslagen: von der Basisbildung über die Bildungsberatung bis zur Lehre mit Matura. All das unterstützt Menschen, teilzuhaben am beruflichen und gesellschaftlichen Leben, wirkt gegen Einsamkeit und stärkt unsere Demokratie. Deshalb investieren wir rund 5 Millionen Euro mehr ab 2027 in die Erwachsenenbildung und ich sehe mich dabei als Bündnispartnerin.“
Rückfragen & Kontakt
KEBÖ-Vorsitzender
Dr. John Evers
Telefon: 0699 18917529
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