- 23.09.2026, 11:49:32
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Pany/Schulz (SPÖ) zu Demokratiebildung: „Es gibt etwas Unverhandelbares: die Würde des Menschen und die Menschenrechte“
SPÖ-Gemeinderät*innen Astrid Pany und Benjamin Schulz betonen in der Aktuellen Stunde: Demokratie muss vom Kindergarten bis zur Lehre erlebbar werden.
„Gerechte Bildung ist eine ganz wesentliche Voraussetzung in einer Demokratie. Lesen, Schreiben, Rechnen und vor allem Informationen verknüpfen und einordnen zu können, ist ganz wesentlich, um überhaupt gut an demokratischen Prozessen teilnehmen zu können“, betont SPÖ-Gemeinderätin Astrid Pany, Fraktionssprecherin im Gemeinderatsausschuss für Bildung, Jugend, Integration, Transparenz und Märkte, in der heutigen Aktuellen Stunde des Wiener Gemeinderats. Mit Blick auf die Rede von FPÖ-Gemeinderat Dietbert Kowarik stellt Pany unmissverständlich klar: „Ja, natürlich verändern sich Gesetze, aber es gibt schon etwas Unverhandelbares, und das ist die Würde des Menschen, und das sind die Menschenrechte.“
Demokratie muss erlebbar sein
„Demokratieverständnis wird durch Leben und Praktizieren wirksam. Kinder und vor allem Jugendliche müssen lernen, dass ihre Stimme etwas bewirken kann. Ein Klassenrat, ein Schüler*innenparlament darf nicht scheinpartizipativ sein, sondern Kinder und Jugendliche müssen erleben, dass sie tatsächlich etwas verändern und bewirken können. Dann werden sie auch verstehen, dass Demokratie die beste Form ist. Das startet übrigens bereits im Kindergarten“, so Pany. Zudem müsse kritisches Denken systematisch entwickelt werden. Junge Menschen müssten lernen, Quellen ordentlich zu prüfen und Bilder und Videos zu verifizieren. „Sie müssen vor allem wissen, was der Unterschied zwischen Nachrichten und Propaganda ist”, ergänzt die Abgeordnete.
Pany dankt der Bildungsdirektion für Wien und Bildungsdirektorin Elisabeth Fuchs, die „Demokratie an Schulen“ bereits im dritten Jahr als Schwerpunktthema gesetzt hat. Gestartet wurde der Schwerpunkt 2024 in Kooperation mit der Stiftung Forum Verfassung. Entstanden sind ein demokratiepolitisches Konzept sowie Tagungen und Workshops für Vertreter*innen der Schulen. Im laufenden Schuljahr wird er fortgeführt. „Ein ganz großes Danke an alle Bildungseinrichtungen, ob Kindergärten, Schulen oder Universitäten, die Demokratie erlebbar und spürbar machen“, sagt Pany.
Selbst denken statt vorgesagt bekommen
„Kinder und Jugendliche haben über ihr Smartphone Zugang zu mehr Wissen und Informationen als jede Generation vor ihnen. Gleichzeitig sind sie jeden Tag mit Fake News, manipulierten Bildern und Videos und zunehmend auch mit künstlicher Intelligenz konfrontiert. Früher musste politische Bildung vor allem erklären, wie unsere demokratischen Institutionen funktionieren. Heute müssen junge Menschen zusätzlich verstehen, wie ein Algorithmus funktioniert, warum ihnen bestimmte Inhalte angezeigt werden und wie sie feststellen können, ob ein Bild oder ein Video echt ist. Denn eine wehrhafte Demokratie entsteht nicht dadurch, dass wir jungen Menschen sagen, was sie denken sollen. Sie entsteht dadurch, dass wir ihnen die Fähigkeiten mitgeben, selbst zu denken, Informationen kritisch zu hinterfragen und sich eine eigene Meinung zu bilden. Und genau diesen Weg gehen wir in Wien“, unterstreicht Wiener Gemeinderat Benjamin Schulz.
Bei den DiDays NextGen setzen sich Schüler*innen mit KI, Datensicherheit und digitaler Souveränität auseinander. Beim Digital Girls Hackathon entwickelten heuer rund 50 Mädchen zwischen 12 und 14 Jahren eigene digitale Lösungen. Mit WISPER, der Wiener Spracherfahrung, unterstützt KI Kinder spielerisch beim Deutschlernen. Das Projekt wurde kürzlich beim eAward 2026 ausgezeichnet.
Digitaler Humanismus und die Lehre als Bildungsweg
„Digitaler Humanismus bedeutet, den technologischen Fortschritt nicht aufzuhalten, sondern ihm eine Richtung zu geben. KI ersetzt weder Pädagog*innen noch konsequente Sprachförderung. Sie ist ein zusätzliches Werkzeug, das dabei unterstützen kann, Kindern bessere Chancen zu geben. Wir stärken selbstständige, selbstbestimmte und verantwortungsbewusste Menschen. Und genau sie sind die stärkste Grundlage einer wehrhaften Demokratie“, betont Schulz abschließend. (Schluss) sh
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Sarah Hierhacker, MA
Wiener Landtags- und Gemeinderatsklub der SPÖ
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