• 23.09.2026, 11:32:32
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„kulturMATINEE“ zur „ORF-Lange Nacht der Museen“: Zu Besuch im Guggenheim, Prado, Louvre

Außerdem: „kulturWOCHE“ – am 27. September, ab 9.05 Uhr in ORF 2 und auf ORF ON

Wien (OTS) - 

Die „kulturMATINEE“ am Sonntag, dem 27. September 2026, um 9.50 Uhr in ORF 2 und auf ORF ON lädt anlässlich der bevorstehenden 26. „ORF-Lange Nacht der Museen“ am 3. Oktober in drei der weltweit bedeutendsten Kunsttempel ein. Zum Auftakt blickt eine Ausgabe von „Magie der Museen“ hinter die Kulissen des berühmten New Yorker Solomon R. Guggenheim Museum. Danach widmet sich ein Film der Reihe „Die Kunstaufpasser“ den kostbaren Exponaten des Prado in Madrid aus der Perspektive des Aufsichtspersonals. Abschließend thematisiert „Soundtrack of Arts“ am Beispiel des Pariser Louvre die enge Verbindung zwischen Kunst und Pop. Den Abschluss des von Peter Schneeberger präsentierten TV-Vormittags bildet die „kulturWOCHE“ (10.56 Uhr) mit aktuellen Berichten und Tipps.

„Magie der Museen: Das Solomon R. Guggenheim Museum, New York“ (9.05 Uhr)

Das Solomon R. Guggenheim Museum ist das europäischste aller amerikanischen Museen. Als Europa nach dem Zweiten Weltkrieg auseinandergefallen war, verlagerte sich das Zentrum der Kunst nach Amerika, New York wurde zum Nabel der modernen Welt. Sinnbild für diese Ära ist das spektakuläre Gebäude des Guggenheim-Museums, das wie ein Raumschiff an der Fifth Avenue liegt. 1943 wurde der Architekt Frank Lloyd Wright von dem Industriellen Solomon R. Guggenheim beauftragt, ein Gebäude für dessen Sammlung zu entwerfen. Zwei Frauen sind besonders eng mit der Entwicklung des Hauses verbunden: Peggy Guggenheim, seine Nichte, die zur wichtigsten Sammlerin abstrakter Kunst in Europa wurde, und Hilla von Rebay, die Guggenheim auf das Talent Wassily Kandinskys aufmerksam machte. Mit der Eröffnung 1959 wurde der Bau schnell zu einer Ikone der Architektur und zur Heimstätte einer damals neuen Kunstrichtung, der abstrakten Malerei.

Julie Mehretu, New Yorkerin mit äthiopischen Wurzeln und als Schöpferin abstrakter Großgemälde eine der wichtigsten Malerinnen der Gegenwart, führt das TV-Publikum durch das Haus. Dabei macht sie auf zu Unrecht vergessene Künstlerinnen und Künstler aufmerksam, schildert ihre Eindrücke vor Bildern von Kandinsky und Marcel Duchamp und lotet die gesellschaftliche Bedeutung radikaler Vordenker wie Jackson Pollock aus, der mit seiner expressiven Malerei das propagierte Gefühl amerikanischer Freiheit zum Ausdruck bringt. Gespickt mit Kommentaren von Eric Kandel, Sir Norman Foster, Marina Abramović und Ólafur Elíasson zeichnet dieser von Julie Kirchhoff gestaltete Film die Geschichte der architektonisch so besonderen Institution nach, in der spektakuläre Architektur und ausgestellte Kunstwerke nicht selten in spannendem Kontrast stehen.

„Die Kunstaufpasser: Der Prado – erzählt von seinem Aufsichtspersonal“ (10.00 Uhr)

Das Museo del Prado in Madrid zieht täglich mehr als 10.000 Besucher:innen an. Mit einer beeindruckenden Sammlung von Meisterwerken, darunter Gemälde von Francisco de Goya und Diego Velázquez, ist der Prado nicht nur Herberge herausragender Kunstexponate, sondern symbolisiert, wie Direktor Miguel Falomir Faus betont, die Seele Spaniens. Die Dokumentation des Regieduos Corinna Belz und Tuan Lam aus der Reihe „Die Kunstaufpasser“ bietet einzigartige Einblicke in üblicherweise verschlossene Räume der Institution und präsentiert Gemälde von Hieronymus Bosch, Joachim Patinir und Eduardo Rosales. Im Mittelpunkt stehen drei Aufseherinnen und Aufseher des Hauses, die ihre persönlichen Favoriten und ihre einzigartigen Perspektiven auf die Kunstwerke teilen. Die Begeisterung für das kulturelle Erbe Spaniens und Europas zieht sich durch alle Departments des Prado – vom Direktor bis zum Kurator, von den Restauratoren bis zum Aufsichtspersonal. Der Film zeigt vor allem, dass das Aufsichtspersonal nicht nur als Hüterinnen und Hüter, sondern auch als Kunstvermittler:innen mit ihren persönlichen Perspektiven auf die Werke und deren Geschichten das Museumserlebnis der Besucher:innen bereichern. Kaum jemand verbringt so viel Zeit mit den imposanten Gemälden wie das Aufsichtspersonal. In der Doku stellen drei Aufseherinnen ihre Favoriten vor und öffnen dem Publikum Türen zu sonst verschlossenen Räumen. Sie führen zu Gemälden von Bosch, Patinir sowie Rosales und überraschen mit detailliertem Wissen über Kunstwerke, die einst Teil der königlichen Sammlung waren.

„Soundtrack of Arts: Louvre – Da Vinci – will.i.am“ (10.30 Uhr)

Musikvideos von Madonna, Lady Gaga oder will.i.am zeigen in bildgewaltigen Settings berühmte Museen und Ikonen der Kunstgeschichte. Sie spielen u. a. mit den magischen Bildwelten von Leonardo da Vinci, Vincent van Gogh, Georges Seurat oder Edward Hopper: In Hoppers weltbekanntem Bild „Night Hawks“ geht die chinesische Pop-Sängerin Jane Zhang auf eine filmische Reise durch die Kunstgeschichte. Am Broadway setzt Stephen Sondheim dem Maler Georges Seurat ein Denkmal. Rapper Kendrick Lamar und Künstlerin Shantell Martin kreieren ein Gemeinschaftskunstwerk. Claude Debussy vertont ein Bild des Malers Jean-Antoine Watteau. Die Band Emerson, Lake and Palmer erinnert mit ihrem Album „Pictures At An Exhibition“ an den Maler Viktor Hartmann. Beyoncé und Jay-Z mieten für einen Videodreh den Louvre und positionieren sich samt Background-Tänzerinnen vor berühmten Werken wie der Mona Lisa, der Venus von Milo oder der Nike von Samothrake. In dieser Ausgabe der Reihe „Soundtrack of Arts“ zeigt Regisseur Axel Fuhrmann, wie der Louvre, das meistbesuchte Museum der Welt, zur Kulisse von Musikvideos wird und wie sich Rapper Kendrick Lamar in da Vincis „Abendmahl“ als Christus inszeniert. Das wohl berühmteste Beispiel bildender Kunst in der Klassik sind die „Bilder einer Ausstellung“ des russischen Komponisten Modest Mussorgski, die durch die britische Rockformation Emerson, Lake and Palmer weltbekannt wurden.

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