- 23.09.2026, 11:09:02
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- OTS0084
Das Töten von Haustieren geht weiter
14-jähriger Hund „Alfi“ in Weingarten erschossen – Täter unbekannt. Tierschutz Austria setzt 1.000 Euro aus. 25.000 Menschen fordern: Haustierabschuss stoppen.
Der 14-jährige Familienhund „Alfi“ wurde im August in einem Weingarten in Walkersdorf am Kamp erschossen. Der Schütze ist unbekannt. Tierschutz Austria setzt 1.000 Euro Belohnung aus. Die Summe kommt bei rechtsgültiger Verurteilung des Täters zur Auszahlung. Sachdienliche Hinweise an: [email protected]. Die Hinweise werden gesammelt und an die Polizei übergeben.
„Alfi ist tot – der Täter läuft frei, und die Jagd-Saison fängt erst an. Warnwesten und hohes Alter schützen nicht. Cooper trug Neon, Bailey eine Warnweste, Alfi war 14 und blieb nahe bei seinem Halter, so Martin Aschauer, Sprecher von Tierschutz Austria
Alfi kam nicht zurück
Herbert Bichler war mit seinem Nova-Scotia-Mischling „Alfi“ auf der üblichen Gassi-Runde im Weingarten. Der Rüde entfernte sich kaum – und kam nicht zurück. Nach stundenlanger Suche wurde der Hund vier Tage später tot gefunden: Schusswunde am Rumpf. Einen Knall hat der Halter nicht gehört. Ob ein Schalldämpfer im Spiel war, ist Teil der Ermittlungen. Der Schütze bleibt unbekannt.
„Ein 14-jähriger Hund liegt mit einer Kugel im Körper, und niemand steht dafür gerade. 1.000 Euro sind wenig gegen ein Leben. Sie sind das Signal: Dieser Fall versandet nicht.“
Martin Aschauer
Saison startet – Recht bleibt dasselbe
Alfi starb im August, nicht auf dem Höhepunkt der Jagd. Ab 1. Oktober gelten in Niederösterreich die Schusszeiten auf Fasan und Feldhase; Letzterer in Weingärten bis Ende Jänner. Fuchs, Steinmarder und Wildschwein dürfen ganzjährig bejagt werden. Weingärten sind kein Schonraum: Das NÖ Jagdrecht kennt für Rehwild dort eigene, teils verlängerte Schusszeiten. Dann sind mehr Waffen im Revier.
„Das Gesetz macht aus Familienhunden Zielscheiben. Nicht erst im Herbst. Das ganze Jahr“, so Aschauer
Kein Einzelfall
- Cooper, Border Collie, Oberösterreich, 27. Dezember 2025: bei Tageslicht wenige Meter vor dem Halter erschossen, trotz Neon-Geschirr. Begründung: Fuchs.
- Bailey, Australian-Shepherd-Husky-Mix, Steiermark, Jänner 2026: Warnweste, rund 17 Meter zum Hochstand. Begründung: Fuchs.
- Peach, Katze: in Lebendfalle gefangen, per Kopfschuss getötet. Anzeige durch Tierschutz Austria, Freispruch.
- Alfi, 14, Niederösterreich, August 2026: gewohnte Runde im Weingarten, Schusswunde am Rumpf. Täter offen.
Solange Landesjagdgesetze den Abschuss erlauben, bleibt jedes Gassi-Gehen ein Risiko, sogar mit Schlepplei.ne
Rechtsgutachten
Univ.-Prof.in Dr.in Erika Wagner (2025): Der Abschuss von Haustieren ist verfassungswidrig, unverhältnismäßig und ethisch nicht vertretbar. Die Regelungen stammen aus einer Zeit geringer rechtlicher Tierwürde, widersprechen dem Eigentumsschutz und privilegieren Jagdhunde gegenüber Familienhunden ohne sachliche Rechtfertigung.
Forderungen
Tierschutz Austria fordert Bund und Länder auf, vor dem Höhepunkt der Herbstjagd zu handeln:
- Österreichweites Verbot der Tötung von Haustieren in allen Landesjagdgesetzen.
- Verpflichtende psychologische Eignungstests für Jagdscheinbesitzer:innen.
- Alkoholverbot bei der Jagd und wirksame Tests.
- Sofortiger Entzug von Jagd- und Waffenkarte bei Verstößen.
- Einheitliche, statistische Erfassung von Haustierabschüssen (Meldepflicht) und Schadenersatz für Halter:innen.
Aufruf
Tierschutz Austria ruft auf, die Petition zahlreich zu unterschreiben, damit der Druck weiter steigt. Über 25.000 Menschen haben unterschrieben.
Haustierabschuss stoppen. JETZT!
https://www.tierschutz-austria.at/unterstuetze-uns/petitionen/petition-haustierabschuss-stoppen/
Bilder (honorarfrei)
Bilder aus unseren Schwerpunkt zu Haustierabschüssen
Rückfragen & Kontakt
Tierschutz Austria
Mag. Martin Aschauer, MSc.
Telefon: 0699/16604075
E-Mail: [email protected]
Website: https://www.tierschutz-austria.at/
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