• 23.09.2026, 10:29:32
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Totschnig: Studie zu Klima-Desinformation in Österreich startet

Wien (OTS) - 

Neue BMLUK-Studie untersucht die Ausbreitung von Klima-Fake-News in Österreich und deren Auswirkungen, um die Problemlage und Handlungsoptionen zu analysieren. Klima-Desinformation ist sowohl ein in Österreich als auch weltweit ein wachsendes Problem.

Für die politischen Entscheidungsprozesse, öffentlichen Debatten und die gesellschaftliche Akzeptanz von Klimaschutz- und Anpassungsmaßnahmen stellen verzerrte und irreführende Informationen zum Klimawandel ein wachsendes Problem dar.

„Falschinformation zum Klima wird nicht nur unabsichtlich verbreitet. Sie ist oft Teil gezielter Kampagnen, die darauf abzielen unsere Sicherheit, Energieautonomie und Wettbewerbsfähigkeit zu schwächen, unsere Gesellschaft zu polarisieren und Lösungen im Klimaschutz zu blockieren. Die Studienergebnisse werden uns helfen, evidenzbasierte Schritte zu setzen, um diesem Risiko gezielt entgegenzuwirken“, betont Umwelt- und Klimaminister Norbert Totschnig.

Desinformation als Klima-, Wirtschafts- und Sicherheitsrisiko

Die Bewältigung des Klimawandels und dessen Folgen stellt die Menschheit vor eine der größten Herausforderungen ihrer Geschichte. Sie erfordert dezidiertes Handeln auf allen Entscheidungsebenen, auf internationaler und europäischer Bühne, durch die Bundes- und Landesregierungen, in den Gemeinden, bis hin zu einzelnen Betrieben und Haushalten. Gezielte Desinformationskampagnen untergraben Lösungen für eine moderne, auf heimischer erneuerbarer Energie basierende klimafreundliche Wirtschaft und stellen damit ein Klima-, Wirtschafts- und Sicherheitsrisiko dar.

Eine wissenschaftliche Studie im Auftrag des Bundesministeriums für Land- und Forstwirtschaft, Klima- und Umweltschutz, Regionen und Wasserwirtschaft (BMLUK) soll Evidenz schaffen, um diesem Risiko zu begegnen. Im Zentrum stehen die Fragen, auf welchen Plattformen sich Klima-Desinformation verbreitet, welche Akteure dahinterstehen und welche irreführenden Narrative gestreut werden.

Auf der Weltklimakonferenz COP 30 in Belém 2025 hat Österreich auch die „„Initiative for Information Integrity on Climate Change“ unterzeichnet. Neben der Beauftragung der Studie setzt das BMLUK bereits entsprechende Maßnahmen, um Klimadesinformation zu begegnen. Dazu zählen qualitätsgesicherte Informationsangebote sowie Initiativen für eine verlässliche Klimakommunikation. Sie sollen wissenschaftliche Erkenntnisse und Handlungswissen verständlich vermitteln und das Vertrauen in faktenbasierte Informationen stärken.

Das internationale Institute for Strategic Dialogue (ISD) wird mit dieser Studie beauftragt, deren Ergebnisse im Frühjahr 2027 vorgelegt werden sollen. Das ISD ist ein internationales Institut mit mehr als 15 Jahren Erfahrung in der Erforschung der Verbreitung und Dynamiken von Hassrede, Desinformation und Verschwörungserzählungen sowie der Entwicklung von ganzheitlichen Gegenstrategien.

Rückfragen & Kontakt

Bundesministerium für Land- und Forstwirtschaft, Klima- und
Umweltschutz, Regionen und Wasserwirtschaft
Telefon: +43 1 71100 DW 606747
E-Mail: [email protected]
Website: https://www.bmluk.gv.at/

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