- 23.09.2026, 10:12:02
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Internationale Studie untersucht Brandrisiken von brennbaren und nicht brennbaren Tragwerkssystemen
Vergleich von fünf Gebäudetypen in verschiedenen europäischen Ländern

BIBM, der Verband der europäischen Betonfertigteilindustrie, und Concrete Europe beauftragten Augustas Risk Services mit der Durchführung einer vergleichenden Brandrisikoanalyse und veröffentlichen nun die abgeschlossene Studie sowie deren Ergebnisse.
Die Studie vergleicht brennbare und nichtbrennbare Tragwerkssysteme, indem sie untersucht, wie diese den Brandverlauf, das Tragverhalten, die Schäden sowie die Reparatur und Wiederherstellung nach einem Brand unter realistischen Szenarien bei fünf Gebäudetypen und in verschiedenen europäischen Länderkontexten beeinflussen.
Unter Verwendung eines risikobasierten Ansatzes bewertet die Analyse weitreichendere Brandfolgen, darunter Betriebsunterbrechungen, Reparierbarkeit und wirtschaftliche Auswirkungen. Sie blickt über die Standarddauer von Feuerwiderstandsprüfungen hinaus und berücksichtigt, wie sich Gebäude unter realistischen und schwerwiegenderen Brandszenarien verhalten.
Die Ergebnisse zeigen, dass nicht brennbare Stahlbetonkonstruktionen nicht zur Brandlast beitragen, im Allgemeinen stabilere Bedingungen für Löscharbeiten bieten und oft eine ausreichende Resttragfähigkeit bewahren, um lokale Reparaturen und eine schnellere Wiederherstellung nach einem Brand zu ermöglichen.
Im Gegensatz dazu können brennbare Bauteile unter extremen Brandbedingungen zur Brandausbreitung beitragen, die Branddauer verlängern, den Schaden und den Wiederaufbaubedarf erhöhen sowie zu längeren Ausfallzeiten führen.
Insgesamt zeigt die Studie, dass Brandschutz anhand der gesamten Folgen eines Brandes bewertet werden sollte und nicht nur anhand der Ergebnisse standardmäßiger Feuerwiderstandsprüfungen. Die Wahl der Materialien kann beeinflussen, wie sich ein Brand entwickelt, wie weit er sich ausbreitet, ob die Konstruktion stabil bleibt und wie schnell ein Gebäude repariert und wieder nutzbar gemacht werden kann.
Nachhaltiges Bauen muss auch sicheres Bauen sein. Gebäude sollten die Umweltbelastung verringern und gleichzeitig Menschen schützen, die Ausbreitung von Bränden begrenzen, Schäden reduzieren und die Wiederherstellung nach einem Brand unterstützen.
Die vollständige Studie und ihre wichtigsten Ergebnisse können auf der Webseite des Verbands Österreichischer Betonfertigteilwerke abgerufen werden:
Über den VÖB
Der Verband Österreichischer Betonfertigteilwerke (VÖB) ist die zentrale Interessensvertretung der österreichischen Betonfertigteilhersteller. Der 1955 gegründete Verband vertritt rund 70 Mitgliedsbetriebe – und damit den Großteil aller in Österreich produzierenden Betonfertigteilwerke. Der VÖB wurde nach dem österreichischen Vereinsrecht gegründet, ist eine freiwillige Interessensvertretung und versteht sich als innovativer und aufgeschlossener Wirtschaftsverband. Die Betonfertigteilbranche ist ein bedeutender Bereich der österreichischen Bauwirtschaft. Die Branche steht mit ihren hochwertigen Produkten aus inländischer Wertschöpfung für Leistungsfähigkeit, Qualitätsdenken, ressourcenschonende Produktion und qualitatives Wachstum. Damit leisten die österreichischen Betonfertigteilwerke einen bedeutenden Beitrag zum zukunftsfähigen und nachhaltigen Bauen. Mehr Informationen unter www.voeb.com
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