• 23.09.2026, 10:03:32
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„WeltWeit“: Verbannen, verbieten, verzweifeln. Was tun gegen die Social-Media-Falle?

Am 25. September um 21.20 Uhr in ORF 2 und auf ORF ON

Wien (OTS) - 

Ein „Zensurangriff“ für die FPÖ, ein „schwammiges Gesetz“ für die Grünen – die Rede ist vom Vorschlag der Regierung zum Social-Media-Verbot für unter 14-Jährige. Seit Juli ist das Gesetz in Begutachtung, ab Jänner 2027 soll es gelten. Dass inzwischen Gefahr in Verzug ist, belegt eine aktuelle Studie: Jedes vierte Kind zeigt bereits suchtähnliches Smartphone-Verhalten. Wie schwer sich die Algorithmus-Falle aber gesetzlich regeln lässt, macht das Beispiel Australien deutlich: Trotz Millionen gesperrter Accounts von Jugendlichen hat sich die tatsächliche Nutzung von TikTok, Instagram, Snapchat und Co kaum verändert. Für die „WeltWeit“-Reportage „Verbannen, verbieten, verzweifeln. Was tun gegen die Social-Media-Falle?“ – zu sehen am Freitag, dem 25. September 2026, um 21.20 Uhr in ORF 2 und auf ORF ON – schauen sich Jörg Winter, Alexandra Siebenhofer und Patrick A. Hafner in Irland, China bzw. New York an, ob wir mit Eigeninitiativen gegen die Handy-Sucht letztlich erfolgreicher sein können als jedes Verbot.

Eine Kindheit ohne Smartphone? In Irlands Kleinstadt Greystones ist das mittlerweile Realität. Jörg Winter hat die Vorzeige-Stadt an der Irischen See besucht und porträtiert Familien, deren Kinder keine Schlafprobleme mehr haben und wo Bullying in der Schule der Vergangenheit angehört. Bis zum 13. Lebensjahr haben die meisten gar kein Handy, danach nur solche, auf denen die Apps der üblichen Plattformen fehlen. Angespornt von so viel Selbstdisziplin, macht Winter den Selbstversuch mit Smartphone-Entzug während der Dreharbeiten.

Auch in China läuft ohne Handy kaum noch etwas. Ein Feriencamp am Gelben Fluss bietet daher „Digital Detox“ für Jugendliche. Statt Endlos-Scrollen am Smartphone gibt es echte Herausforderungen: 120 Kilometer paddeln in fünf Tagen, schlafen im Zelt und Natur pur. Alexandra Siebenhofer begleitet die Jugendlichen durch Wind, Wellen, Erschöpfung und Gruppendynamik und erlebt, wie die jungen Teilnehmerinnen und Teilnehmer bei ihrem Abenteuer langsam über sich hinauswachsen. Ein Blick auf ein modernes China zwischen digitalem Alltag und der Sehnsucht vieler Eltern, ihren Kindern wieder mehr Selbstvertrauen und Eigenständigkeit zu vermitteln.

In New York trifft Patrick A. Hafner auf junge Menschen, die für sich entschieden haben, ohne Smartphone zu leben. Obwohl aus der „Gen Z“, verweigern sie sich allen Social-Media-Plattformen und besitzen nur ein altes Klapphandy. Dieser „digitale Detox“ diene der emotionalen und geistigen Selbstreinigung, sagen sie, denn Smartphone-Nutzer:innen sollen im Schnitt alle 13 Minuten nachschauen, ob es irgendwelche Neuigkeiten gibt. Joe Hollier, der Erfinder eines „dummen Telefons“ sagt: „Das Schöne ist, wenn wir die ‚Angst etwas zu verpassen‘ und die Langeweile aushalten können, werden wir wieder präsenter und vermissen all die Dinge nicht.“

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