• 23.09.2026, 10:00:33
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85 Euro Strafe trotz Klimaticket

Pendlerinitiative kritisiert Park-and-Ride-System

Wien (OTS) - 

Unübersichtliche Registrierung, schlecht lesbare Hinweise und zusätzliche Gebühren: Pendler:innen werden bei der Nutzung von Park-and-Ride-Anlagen in Niederösterreich unnötig belastet. So sehen das Mag. Leopold Wagner, stellvertretender Vorsitzender der Pendlerinitiative Österreich und Fritz Pöltl, Fraktionsvorsitzender der FCG-ÖAAB-Fraktion in der Arbeiterkammer Wien und Pendlersprecher für Wien.

In Niederösterreich ist die kostenlose Nutzung von Park-and-Ride-Anlagen mit gültigem Öffi-Ticket möglich. Dafür muss das Kennzeichen mit dem Klimaticket verknüpft werden. Bei der Ausfahrt zeigt ein grünes Licht die erfolgreiche Erkennung an. Leuchtet es jedoch rot, ist für viele Nutzer:innen nicht klar, was nun zu tun sei. Der Hinweis auf die notwendige Registrierung beziehungsweise Nachregistrierung ist schlecht lesbar angebracht, eine entsprechende Information direkt am Terminal fehlt. „Es ist in Zeiten der Digitalisierung und Verwaltungsvereinfachung kaum nachvollziehbar, dass solche Prozesse nicht automatisiert funktionieren“, kritisiert Wagner. Auch Pöltl sieht dringenden Handlungsbedarf: „Die hohen Treibstoffpreise belasten Pendler:innen ohnehin massiv. Wenn Menschen deshalb auf öffentliche Verkehrsmittel umsteigen, darf ihnen die Nutzung von Park-and-Ride nicht durch komplizierte Registrierungsvorgänge erschwert werden.“

Rot statt Grün – und später 85 Euro Rechnung

Weder vor Ort noch bei der Zustellung des Klimatickets wird darauf hingewiesen, dass eine zusätzliche Registrierung notwendig sein könne. Wer die Registrierung übersieht, kann nach einiger Zeit eine Forderung von 85 Euro durch APCOA erhalten. Selbst bei bereits erfolgter Registrierung können neuerliche Halterabfragen und zusätzliche Bearbeitungsgebühren anfallen. Die Pendlerinitiative fordert daher eine einfache, transparente und digital unterstützte Lösung. Kennzeichen und Klimaticket sollten – unter Einhaltung der datenschutzrechtlichen Vorgaben – automatisiert abgeglichen werden können. „Digitalisierung sollte Verwaltungswege vereinfachen und nicht neue Hürden schaffen“, so Wagner. „Wer ein gültiges Klimaticket besitzt, sollte nicht wegen eines schlecht lesbaren Hinweises plötzlich mit einer Rechnung über 85 Euro konfrontiert werden.“

Rückfragen & Kontakt

FCG-ÖAAB-AK Fraktion Wien
Fritz Pöltl
Telefon: 01-53444 79481
E-Mail: [email protected]
Website: https://www.besserewienerarbeit.at/

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